Kfz-Steuer nicht bezahlt: Welche Konsequenzen hat das?

Wer die Autosteuer nicht bezahlt, muss sich warm anziehen

Sie haben die Kfz-Steuer nicht bezahlt und fragen sich was nun passiert?
Sie haben die Kfz-Steuer nicht bezahlt und fragen sich, was nun passiert?

In der Regel muss jeder Fahrzeughalter in Deutschland, der mit seinem Auto auf öffentlichen Straßen unterwegs sein möchte, eine Kfz-Steuer entrichten. Damit wird den Haltern ein Teil der Kosten für die Instandhaltung und den Ausbau des Straßennetzes auferlegt.

Seit dem 1. Juli 2009 ist die Besteuerung von Kraftfahrzeugen nicht mehr Sache der Länder, sondern des Bundes.

Die Erhebung der Kraftfahrzeugsteuer fällt demnach seitdem in das Aufgabengebiet des Zolls. Aber was passiert eigentlich, wenn man die Kfz-Steuer nicht bezahlt? Und auf welche Möglichkeiten kann der Zoll zurückgreifen, um offene Steuerzahlungen einzutreiben? Informationen rund um das Nicht-Begleichen der Autosteuer finden Sie in diesem Ratgeber.

FAQ: Kfz-Steuer nicht bezahlt

Was passiert, wenn ich die Steuer für mein Auto nicht bezahle?

Zunächst erhalten Sie eine Mahnung, wenn Sie die Kfz-Steuer nicht bezahlt haben. Nach zwei weiteren Mahnungen kann sogar eine Zwangvollstreckung eingeleitet werden.

Drohen weitere Konsequenzen?

Ja, da Ihr Fahrzeug zwangsstillgelegt werden kann. Ordnungsbeamte dürfen das Auto dann abschleppen lassen. Die Kosten dafür haben Sie selbst zu tragen.

Was sollte ich außerdem wissen?

Die Behörde bleibt weiterhin darüber informiert, dass Sie die Kfz-Steuer nicht bezahlt haben. Wollen Sie dann ein neues Auto anmelden, kann Ihnen dies zunächst verwehrt und erst ermöglicht werden, wenn Sie Ihre Schuld beglichen haben.

Autosteuern nicht bezahlt: Viele Mahnungen führen ans Ziel?

Im Jahr 2009 wurde nicht nur neuerdings der Zoll mit der Eintreibung der Kfz-Steuer betraut: Weiterhin können Sie als Halter seitdem ein Kraftfahrzeug nur noch dann zulassen, wenn Sie bei der jeweils für Sie zuständigen Stelle einem Lastschriftmandat zustimmen und demzufolge Ihre Bankverbindung hinterlassen.

Sie erhalten eine Mahnung, nachdem die Kfz-Steuer nicht bezahlt wurde.
Sie erhalten eine Mahnung, nachdem die Kfz-Steuer nicht bezahlt wurde.

Normalerweise wird die Pkw-Steuer dann einmal im Jahr automatisch eingezogen. Haben Sie Ihr Fahrzeug beispielsweise im Mai zugelassen, können Sie im Regelfall auch regelmäßig im Mai mit einer Abbuchung rechnen. Verfügt Ihr Konto zu diesem Zeitpunkt nicht über eine ausreichende Deckung, gilt die Kfz-Steuer als nicht bezahlt. Was daraufhin passiert, haben wir Ihnen im Folgenden zusammengefasst:

  • Zunächst einmal erhalten Sie eine Mahnung, nachdem Sie die Kfz-Steuer nicht bezahlt haben.
  • Weigern Sie sich danach weiterhin und haben die für Ihr Auto anfallenden Steuern immer noch nicht bezahlt, nachdem in etwa 14 bis 30 Tage vergangen sind, flattert Ihnen die zweite Mahnung ins Haus.
  • Lassen Sie abermals ca. den gleichen Zeitraum verstreichen, folgt schließlich die dritte und letzte Mahnung.

Schlimmstenfalls kann eine Zwangsvollstreckung auf Sie zukommen, wenn Sie die Kfz-Steuer trotz Mahnungen nicht bezahlt haben. Weiterhin wird die zuständige Zulassungsstelle über Ihren Zahlungsrückstand informiert, die sich im Anschluss an das Ordnungsamt wendet. Ihr Pkw wird stillgelegt, was bedeutet, dass die jeweiligen Plaketten auf dem Nummernschild abgekratzt werden. Ihr Fahrzeug verfügt dann nicht mehr über eine Zulassung.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, dass Ihr Kfz abgeschleppt wird, da Sie die Kraftfahrzeugsteuer nicht bezahlt haben. Die Kosten dafür müssen Sie normalerweise selbst tragen. Wurde Ihr Auto also zwangsstillgelegt, sprich, es ist nicht mehr zugelassen, und Sie fahren dennoch damit, kommen gemäß Bußgeldkatalog 70 Euro und ein Punkt in Flensburg auf Sie zu.

Hat es ein weiteres Nachspiel, wenn Sie die Kfz-Steuer nicht bezahlt haben?

Die zuständige Behörde wird, wenn Sie die Kfz-Steuer nicht bezahlt haben, Ihr Auto abmelden.
Die zuständige Behörde wird, wenn Sie die Kfz-Steuer nicht bezahlt haben, Ihr Auto abmelden.

Wer die Kfz-Steuer nicht bezahlt und demzufolge Steuerschulden hat, dem bleibt die Möglichkeit, ein neues Auto zuzulassen, normalerweise verwehrt.

Erst nachdem alle Schulden getilgt sind, ist es Ihnen wieder erlaubt, einen Pkw anzumelden.

Bedenken Sie, dass durch die gesamten gerade genannten Schritte, wie z. B. Mahnungen oder Abschleppkosten, ebenfalls Kosten entstehen, die Ihnen ebenfalls auferlegt werden.

Es empfiehlt sich dementsprechend darauf zu achten, dass das Konto stets ausreichend gedeckt ist, damit Ihnen die gerade beschriebene Odyssee erspart bleibt und Sie nicht eines Tages aufwachen und denken: „Mist, ich habe die Kfz-Steuer nicht bezahlt!“

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