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Bußgeldkatalog und Bußgeldrechner für das Telefonieren am Steuer

Das Handy am Steuer ist verboten, da nur eine Hand am Lenkrad ist

Das Handy am Steuer ist verboten, da nur eine Hand am Lenkrad ist

Dass das Telefonieren am Steuer zu Ablenkungen führt, haben verschiedene Prüfinstitute bereits bestätigt. Dabei ist es nicht gerade förderlich, dass die Zahlen der Verstöße gegen das Handyverbot kontinuierlich zunehmen. Denn wer der das Smartphone während der Fahrt benutzt, gefährdet die Sicherheit im Straßenverkehr. Dies kann zu Unfällen führen.

Etwa 500.000 Vergehen registrieren die Behörden bundesweit im Jahr (Quelle: Kraftfahrtbundesamt Flensburg). Also etwa 1.400 Delikte ahnden deutsche Behörden pro Tag im Durchschnitt. Laut einer Studie achten besonders Frauen nicht auf das Handyverbot. Die Zahl der Verstöße beim weiblichen Geschlecht steigen dazu stetig.

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Handy am Steuer: Punkte und Bußgeld

Telefonieren am Steuer lenkt den Fahrer ab. Meist hat er dann nicht beide Hände am Lenkrad, was bei einer plötzlichen Gefahrensituation zu schwerwiegenden Problemen führen kann. Die Straßenverkehrsordnung (StVO) befasst sich in Paragraph 23 mit dem Tatbestand vom Handy am Steuer.

“Wer ein Fahrzeug führt, ist dafür verantwortlich, dass seine Sicht und das Gehör nicht durch die Besetzung, Tiere, die Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt werden.“ (§ 23 Abs. 1 StVO)

Das Handy im Steuer stellt laut StVO eine Beeinträchtigung des Gehörs dar. Dies kann immer dann besonders zum Problem werden, wenn beispielsweise ein Rettungswagen am Fahrzeug vorbei möchte und der Fahrer das Martinshorn nicht hören kann.

Sollten Sie keinen Platz machen, kann ein weiteres Bußgeld fällig werden. Ähnliches gilt, wenn Sie im Auto zu laute Musik hören und dadurch den Einsatz von Rettungsfahrzeugen behindern. Dieses Delikt wird allerdings nur mit einem Bußgeld von 10 Euro geahndet.

Seit der Punktereform im Mai 2014 ahndet der Bußgeldkatalog das Delikt Handy am Steuer mit 60 Euro und einem Punkt im Zentralverkehrsregister. Dass Telefonieren am Steuer Punkte in Flensburg nach sich zieht, ist einfach erklärt.

Aufgrund der Neuerung in 2014 werden Verkehrsverstöße ab 60 Euro, die die Sicherheit im Straßenverkehr unmittelbar gefährden, mit Punkten bestraft. Hierzu zählt auch das Handyverbot am Steuer.

Befahren Sie beispielsweise eine Umweltzone, ohne eine gültige Umweltplakette zu besitzen, kostet dies laut Bußgeldkatalog 80 Euro; jedoch wird kein Punkt fällig. Hierbei gefährdet der Fahrer nicht die Sicherheit des Straßenverkehrs. Beim Telefonieren am Steuer ist der Autofahrer aber abgelenkt und kann Gefahrensituationen so nicht schnell genug erkennen.

Auch Fahrradfahrer dürfen nicht während der Fahrt telefonieren. Bei ihnen wird laut Bußgeldrechner und Bußgeldkatalog für die Benutzung des Handys während der Radfahrt eine Buße von 25 Euro fällig.

Wann das Handy am Steuer eine Strafe nach sich zieht

Genau wie Telefonieren am Steuer wird auch die Handybenutzung auf dem Fahrrad bestraft

Genau wie Telefonieren am Steuer wird auch die Handybenutzung auf dem Fahrrad bestraft

Nicht das Telefonieren am Steuer per se ahndet der Bußgeldkatalog. Es gibt also kein „Handyverbot“ im eigentlichen Sinne. Vielmehr ist die Benutzung von Handys untersagt, worunter auch das Telefonieren fällt. Paragraph 23 der StVO besagt dazu:

“Wer ein Fahrzeug führt, darf ein Mobil- oder Autotelefon nicht benutzen, wenn hierfür das Mobiltelefon oder der Hörer des Autotelefons aufgenommen oder gehalten werden muss.“ (Quelle: § 23 Abs. 1a StVO)

Das bedeutet, dass es sich bereits um eine Ordnungswidrigkeit handelt, sobald sich das Handy nur in der Hand befindet oder der Fahrer es aufnimmt. Der Bundeseinheitliche Tatbestandskatalog, also kurz Bußgeldkatalog, ahndet deshalb jegliche Nutzung des Telefons am Steuer, wenn das Handy dabei in die Hand genommen wird.

Beispiele Handyverbot: Was ist am Steuer verboten?

  • Telefonieren, ohne eine Freisprecheinrichtung zu nutzen
  • Handy am Steuer für das Lesen einer SMS-, Whatsapp-Nachricht etc. benutzen
  • Verpasste Anrufe, Benachrichtigungen von sozialen Netzwerken oder Apps sowie die Uhrzeit auf dem Display ablesen
  • Eingehenden Anruf während der Fahrt wegdrücken

Die Liste kann natürlich beliebig erweitert werden. Grundsätzlich ist das Handy am Steuer verboten. Eine Ausnahme hierbei bildet jedoch die Frage, ob zu der Zeit der Motor des Wagens an- oder ausgeschaltet war. Läuft der Motor nicht, weil Sie beispielsweise parken, dürfen Sie das Smartphone im Auto nutzen. Es wird kein Bußgeld fällig. Dies gilt jedoch nicht für das kurze Abschalten des Motors, wie etwa bei einer roten Ampel.

Das Oberlandesgericht in Hamm entschied am 9. September 2014, dass das Telefonieren am Steuer erlaubt ist, wenn ein Auto eine Eco Start-Stopp-Automatik besitzt und der Motor deswegen ausgeschaltet ist. So ist es zum Beispiel erlaubt, wenn Sie ein solches Auto besitzen, an einer roten Ampel stehen und das Handy am Steuer bedienen.

Diese Ausnahmebestimmung gilt jedoch nicht für ältere Kfz, die nicht über diese Zusatzfunktion verfügen. Der Hauptgrund ist, dass das Auto nicht manuell abgeschaltet werden muss. So sind also noch beide Hände am Lenkrad, während der Motor sich von allein ausschaltet. Bei älteren Pkw müssen Sie eine Hand zum Drehen des Zündschlüssels benutzen, was laut Rechtsprechung zu Gefahren führen kann. Würde der Autofahrer also telefonieren und gleichzeitig den Motor starten, hätte er keine Hand am Lenkrad.

Dennoch raten Anwälte, den Bußgeldbescheid nicht einfach hinzunehmen, da dieses Urteil einmal mehr dafür spricht, dass eine gute Verteidigung oftmals die Strafe reduzieren kann.

Zusätzlich zu diesem Beschluss hat das Oberlandesgericht Hamm in einem Gerichtsurteil bestätigt, dass nicht nur das Handy am Steuer eine Strafe nach sich zieht. Vielmehr sind auch Navigationsgeräte davon betroffen. Wer also sein Smartphone zur Navigation nutzt und dieses während der Fahrt bedient, muss, wie beim Telefonieren am Steuer, Punkte in Flensburg und ein Bußgeld erwarten.

Geblitzt mit dem Handy am Ohr: Wie bestraft der Bußgeldkatalog zwei Vergehen?

Das Bluetooth-Headset bewahrt Fahrer davor, geblitzt zu werden mit dem Handy am Ohr

Das Bluetooth-Headset bewahrt Fahrer davor, geblitzt zu werden mit dem Handy am Ohr

Das Telefonieren am Steuer kann durch Behörden bei alltäglichen Kontrollen in der Stadt oder Gemeinde gesehen werden. Wenn beispielsweise die Polizei neben dem Autofahrer steht und sieht, dass er telefoniert, hält sie ihn mit großer Wahrscheinlichkeit an. Eine weitere Möglichkeit der „Kontrolle“ besteht jedoch, wenn ein Autofahrer mit dem Handy geblitzt wird. Hierbei kommt es oftmals auf den individuellen Fall an. Aus diesem Grund finden Sie in diesem Abschnitt Tipps, wie der Bußgeldkatalog zwei Vergehen ahndet.

Sobald ein Autofahrer geblitzt wird, liegt in der Regel entweder ein Geschwindigkeits-, Abstands- oder ein Rotlichtverstoß vor. Kommt dann noch der Tatbestand Handy am Steuer dazu, spricht der Gesetzgeber von einer Tateinheit.

Der Begriff Tateinheit definiert mehrere Verstöße, die einander überschneiden, also örtlich, zeitlich etc. Eine Tatmehrheit beschreibt hingegen mehrere Taten, die zeitlich aufeinanderfolgen (Handlungsmehrheit).

Werden Sie also geblitzt mit dem Handy in der Hand, kann die deutsche Rechtsprechung in der Regel von einer Tateinheit ausgehen, da sie zeitgleich zu schnell gefahren sind und dabei telefoniert haben. In diesem Fall besagt das Ordnungswidrigkeitengesetz (OWiG), dass nur das Vergehen mit dem höheren Regelsatz geahndet werden kann. Ist die Geschwindigkeitsüberschreitung laut Bußgeldkatalog teurer, müssen Sie grundsätzlich nur diesen Geldbetrag zahlen.

Alternativen zum Telefon am Steuer

Jegliche Option, mit der der Autofahrer noch beide Hände am Lenkrad hat, um auch vor Gefahren schnell reagieren zu können, kann hier genutzt werden. Beliebt ist die Freisprechanlage oder der Bluetooth-Kopfhörer für Handys. Dabei müssen Sie jedoch beachten, dass Sie das Telefon nicht während der Fahrt in der Hand halten, sondern das Gerät vielmehr in einer Halterung befestigt ist oder neben Ihnen liegt.

Zudem müssen Autofahrer mit einem Bußgeld rechnen, wenn Sie das Handy am Steuer bedienen, auch wenn sie nur ein Telefonat beginnen. Dies muss also vor der Fahrt erledigt werden. Wer gern mit Kopfhörern Auto fährt, sollte darauf achten, dass er die Umgebungsgeräusche hört. Ist dies nicht der Fall schreibt das deutsche Recht eine Buße in Höhe von 10 Euro vor.

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1 Kommentar

  1. J. Sasse sagt:

    Soviel ich weiß, ist die Ortsveränderung des Mobiltelefons, also das Indiehandnehmen und woanders ablegen, so wie das Benutzen mit jedem abgeschalteten Motor beliebiger Fahrzeuge erlaubt.
    Das Ablegen ist kein Benutzen und ein abgestellter Motor ist aus, auch ein durch Start – Stop – Automatik wieder gestarteter Motor verbietet ja sofort das Weiter – Benutzen des Telefons.
    Da kann man es bei Grünlicht ja auch vorher weglegen und dann von Hand den Motor starten.
    Im Gegenteil verleitet eine Start – Stop – Automatik ja eher weiter zu telefonieren, da beide Hände frei bleiben.
    Welch idiotische Urteile.

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