Außerorts geblitzt: Welche Konsequenzen drohen hier?

Von bussgeldrechner.org, letzte Aktualisierung am: 3. Januar 2022

Rechnen Sie hier aus, was das kostet!

Achtung: Aufgrund eines Formfehlers in der ursprünglichen StVO-Novelle vom 28. April 2020 wurde lange Zeit wieder der alte Bußgeldkatalog angewendet. Seit dem 9. November 2021 gelten jedoch die geplanten höheren Bußgelder. Was Tempoverstöße seitdem kosten, verrät Ihnen unser Ratgeber zur Geschwindigkeitsüberschreitung. Welche weiteren Änderungen am 9. November 2021 in Kraft getreten sind, haben wir hier zusammengefasst.

Bußgeldtabelle: Geschwindigkeitsverstöße außerorts (gültig seit 09.11.2021)

Tat­be­standBuß­geldPunk­teFahrverbotFVerbotLohnt ein Einspruch?
... bis 10 km/h20 €eher nicht
... 11 - 15 km/h40 €Hier prüfen
... 16 - 20 km/h60 €Hier prüfen
... 21 - 25 km/h100 €1Hier prüfen
... 26 - 30 km/h150 €1(1 Monat)*Hier prüfen
... 31 - 40 km/h200 €1(1 Monat)*Hier prüfen
... 41 - 50 km/h320 €21 MonatHier prüfen
... 51 - 60 km/h480 €21 MonatHier prüfen
... 61 - 70 km/h600 €22 MonateHier prüfen
... über 70 km/h700 €23 MonateHier prüfen
* Normalerweise droht nur ein Fahrverbot, wenn innerhalb von 12 Monaten zweimal eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 26 km/h oder mehr begangen wurde.
Hier finden Sie den alten Bußgeldkatalog zur Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts (gültig bis 8. November 2021).

Alte Bußgeldtabelle (gültig bis 08.11.2021)

Tat­be­standBuß­geldPunk­teFahrverbotFVerbotLohnt ein Einspruch?
… bis 10 km/h10 €eher nicht
… 11 - 15 km/h20 €eher nicht
… 16 - 20 km/h30 €eher nicht
… 21 - 25 km/h70 €1Hier prüfen
… 26 - 30 km/h80 €1(1 Monat)*(1 M)*Hier prüfen
… 31 - 40 km/h120 €1(1 Monat)*(1 M)*Hier prüfen
… 41 - 50 km/h160 €21 Monat1 MHier prüfen
… 51 - 60 km/h240 €21 Monat1 MHier prüfen
… 61 - 70 km/h440 €22 Monate2 MHier prüfen
über 70 km/h600 €23 Monate3 MHier prüfen
* Normalerweise droht nur ein Fahrverbot, wenn innerhalb von 12 Monaten zweimal eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 26 km/h oder mehr begangen wurde.
Hier finden Sie den aktuellen Bußgeldkatalog zur Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts (gültig seit 9. November 2021).

Die Behörden blitzen auch außerorts: Was droht dann?

Außerorts geblitzt: Mit welchen Konsequenzen ist zu rechnen?
Außerorts geblitzt: Mit welchen Konsequenzen ist zu rechnen?

Oft kommt es vor, dass auf Landstraßen das Gefühl für Geschwindigkeit ein anderes ist. Entsprechend häufig geschieht es dann auch, dass Autofahrer wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts geblitzt werden.

Natürlich müssen Autofahrer sich auch außerhalb von geschlossenen Ortschaften an die Höchstgeschwindigkeit halten, sonst werden sie geblitzt. Außerorts fallen die Überschreitungen aber aufgrund der generell höheren Geschwindigkeiten in der Regel höher aus als innerorts.

Doch wie sehen die Konsequenzen aus, wenn Sie zu schnell außerorts unterwegs waren? Welche Sanktion sieht der Bußgeldkatalog für diesen Fall vor? Erfahren Sie mehr hierzu im folgenden Ratgeber.

FAQ: Außerorts geblitzt worden

Welche Konsequenzen muss ich erwarten, wenn ich außerorts geblitzt werde?

Der Bußgeldkatalog hält Bußgelder, Punkte in Flensburg sowie Fahrverbote bereit. Welche Sanktionen konkret auf Sie zukommen, können Sie dieser Tabelle entnehmen.

Was gilt in der Probezeit?

In der Probezeit ist es eher nebensächlich, wo genau Sie geblitzt wurden. Überschreiten Sie das Tempolimit um 21 km/h oder mehr, müssen Sie in aller Regel mit einer verlängerten Probezeit und der Aufforderung zur Teilnahme an einem Aufbauseminar rechnen.

Ich wurde zwei mal außerorts geblitzt. Drohen weitere Sanktionen?

Werden Sie innerhalb von 12 Monaten zwei Mal mit 26 km/h oder mehr zu schnell geblitzt, gelten Sie als Wiederholungstäter und müssen mit einem Fahrverbot rechnen.

Wo sind Blitzer zulässig? – Infos im Video

Mehr dazu, wo Blitzer stehen dürfen, erfahren Sie im Video.

Was ist außerorts?

Bevor wir dazu kommen, was die konkreten Konsequenzen sind, wenn Sie außerorts geblitzt werden, sollten wir zunächst klären, was mit „außerorts“ eigentlich genau gemeint ist.

Es handelt sich hierbei um den Bereich außerhalb geschlossener Ortschaften. Diese sind mit gelben Ortseingangs- bzw. Ortsausgangsschildern markiert. Sobald Sie also solch ein Schild passieren, wissen Sie, ob Sie sich innerorts oder außerorts befinden.

Gut zu wissen: Innerorts sind die Sanktionen wegen der höheren Gefährdung schärfer als außerorts. Allerdings wird dort allgemein schneller gefahren, weshalb die Überschreitungen auch höher sind.

Bußgeldkatalog: Außerorts geblitzt

Auch die Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts hat einen Bußgeldbescheid zur Folge.
Auch die Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts hat einen Bußgeldbescheid zur Folge.

Wenn Sie außerorts zu schnell unterwegs waren und geblitzt wurden, erreicht Sie in der Regel nach einiger Zeit ein Bußgeldbescheid. Dieser enthält die genaue Sanktion, die Sie bekommen. Dies ist meist ein Bußgeld und gegebenenfalls Punkte in Flensburg oder gar ein Fahrverbot.

Wurden Sie außerorts geblitzt, sieht der Bußgeldkatalog in jedem Fall eine Geldzahlung vor. Bis zu einer Überschreitung um 20 km/h handelt es sich um ein Bußgeld bis zu 60 Euro. Ab 21 km/h gibt es ein Bußgeld von 100 Euro sowie einen Punkt in Flensburg.

Ab einer Geschwindigkeitsübertretung außerorts von 41 km/h müssen Sie neben einem Bußgeld von 320 Euro und zwei Punkten außerdem mit einem Fahrverbot von einem Monat rechnen. Wenn Sie mit über 70 km/h zu schnell außerorts geblitzt werden, drohen Ihnen 700 Euro Bußgeld, zwei Punkte sowie drei Monate Fahrverbot.

In der Probezeit außerorts geblitzt

Wer sich noch in der Probezeit befindet, muss grundsätzlich mit härteren Sanktionen rechnen. Die Konsequenzen aus einem Verkehrsverstoß sollen dann nämlich noch in besonderem Maße disziplinierend wirken.

Während bis 20 km/h nur das reguläre Bußgeld zu zahlen ist, muss der Fahranfänger, wenn er mit über 21 km/h zu schnell außerorts geblitzt wird, nicht nur das übliche Bußgeld entrichten, sondern zudem mit Probezeitmaßnahmen rechnen.

Eine solche Geschwindigkeitsüberschreitung gilt als A-Verstoß. Das bedeutet, dass er nach dem ersten Mal ein Aufbauseminar machen muss und sich die Probezeit um zwei Jahre verlängert. Beim dritten Verstoß dieser Kategorie ist dann der Führerschein weg.

Wiederholungstätern drohen härtere Folgen

Außerorts zu schnell: Wiederholungstäter müssen mit Fahrverboten rechnen.
Außerorts zu schnell: Wiederholungstäter müssen mit Fahrverboten rechnen.

Wer mehrmals außerorts geblitzt wird, sollte bedenken, dass er nicht nur die regulären Sanktionen laut Bußgeldkatalog, also Bußgeld, Punkte und Fahrverbot verhängt bekommt, sondern noch dazu wegen Beharrlichkeit belangt werden kann.

Dies ist dann der Fall, wenn der Fahrer innerhalb eines Jahres zweimal mit mehr als 26 km/h geblitzt wird. Tritt dies ein, kann ein Fahrverbot von einem Monat verhängt werden. Dies gilt selbst dann, wenn der jeweilige Tempoverstoß laut Bußgeldkatalog kein Fahrverbot nach sich zieht.

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