E-Scooter in Deutschland: Zulassung, Regeln und Bußgeld

E-Scooter im Straßenverkehr erlaubt

E-Scooter: Das geltende Gesetz ist die Verordnung für Elektrokleinstfahrzeuge.
E-Scooter: Das geltende Gesetz ist die Verordnung für Elektrokleinstfahrzeuge.

Besonders im Stadtverkehr in deutschen Großstädten sind sie seit diesem Jahr zahlreich vertreten: E-Scooter. Für die Teilnahme mit einem E-Scooter am Straßenverkehr gelten besondere Regelungen, an die Sie sich halten sollten, um ein Bußgeld oder einen Unfall zu vermeiden.

Auch beim Erwerb eines E-Scooters sollten Sie die Vorschriften bezüglich der Zulassung, der Versicherung und der Fahrerlaubnis beachten. Nahezu an jeder Ecke der Stadt besteht nun die Möglichkeit, einen E-Scooter zu mieten. Machen Sie sich vor einer Fahrt mit der Handhabung des Geräts vertraut.

Wo darf mit den E-Scootern gefahren werden und wer darf überhaupt mit einem E-Scooter fahren? Welches Bußgeld droht bei Verstößen? Besteht für E-Scooter eine Helmpflicht? Was gilt bezüglich der Zulassung und Versicherung? Diese Fragen klären wir in unserem Ratgeber.

FAQ: E-Scooter

Dürfen E-Scooter ohne Führerschein gefahren werden?

Ja, für E-Scooter muss keine Fahrerlaubnis erworben werden. Für den E-Scooter muss allerdings eine Zulassung und eine Versicherung besitzen.

Wo darf ich mit dem E-Scooter fahren?

Mit dem E-Scooter dürfen Sie auf Radwegen, Radfahrstreifen und in Fahrradstraßen fahren. Sind diese nicht vorhanden, dürfen Sie die Fahrbahn nutzen. Der Gehweg und die Autobahn sind tabu.

Wer darf mit dem E-Scooter fahren?

Als Fahrer müssen Sie mindestens 14 Jahre alt sein. E-Scooter sind nur für eine Person zugelassen. Beifahrer sind daher nicht erlaubt.

E-Scooter auf der Straße: Diese Regeln gelten

Darf mit dem E-Scooter 45 km/h, 25 km/h oder nur 20 km/h gefahren werden?
Darf mit dem E-Scooter 45 km/h, 25 km/h oder nur 20 km/h gefahren werden?

Seit Juni 2019 sind sie fester Bestandteil des Stadtverkehrs. Die Verordnung für Elektrokleinstfahrzeuge stellt seither die gesetzliche Grundlage für die Verwendung von E-Scootern dar.

Es handelt sich dabei, um Tretroller mit Elektroantrieb, die mit einer maximalen Geschwindigkeit von 20 km/h unterwegs sein dürfen.

Doch schon in kurzer Zeit kam es zu ersten Verstößen und Unfällen. Auch mit einem E-Scooter muss die StVO eingehalten werden. Einen Überblick über wichtigsten Regelungen erhalten Sie im Folgenden.

  • Führerschein für den E-Scooter: Eine besondere Fahrerlaubnis müssen Sie für den E-Scooter nicht erwerben.
  • Mindestalter für den E-Scooter: Ab einem Alter von 14 Jahren ist es erlaubt, E-Scooter im Straßenverkehr zu führen.
  • Promillegrenze auf dem E-Scooter: Es gilt die 0,5-Promillegrenze wie für Autofahrer auch. Für Fahrer unter 21 Jahren und Fahranfänger in der Probezeit gilt eine 0-Promillegrenze. Ab 1.1 Promille liegt eine Straftat vor.
  • Helmpflicht auf dem E-Scooter: Ein Helm ist bei der Fahrt mit dem Elektro-Tretroller nicht vorgeschrieben, wird aber dringend empfohlen.
  • Beifahrer auf dem E-Scooter: Grundsätzlich sind E-Scooter nur für eine Person zugelassen, unabhängig vom Gewicht und Alter des Mitfahrenden. Auch Kinder dürfen nicht auf dem Elektroroller mitgenommen werden.

Wo darf ich mit dem E-Scooter fahren?

Mit einem E-Scooter dürfen Sie auf Radwegen, Radfahrstreifen und in Fahrradstraßen fahren. Sind diese nicht vorhanden, dürfen Sie auf die Fahrbahn ausweichen.

Wo darf ich mit dem E-Scooter nicht fahren? Gehwege und Fußgängerzonen sind für Fahrer von E-Scootern tabu. In Einbahnstraßen darf nicht entgegen der Fahrtrichtung gefahren werden. Das Befahren von bestimmten Zonen wird durch ein Zusatzzeichen erlaubt („E-Scooter frei“). Auch die Autobahn darf mit einem E-Scooter nicht befahren werden.

An welche Ampel müssen sich E-Scooter-Fahrer halten?

Als Fahrer eines E-Scooters gilt für Sie die Fahrradampel, sofern eine solche vorhanden ist. Andernfalls gilt wie für alle motorisierten Fahrzeuge die Ampel für den fließenden Verkehr.

Wo dürfen E-Scooter geparkt werden?

E-Scooter: Welche Strafe droht bei falscher Verwendung?
E-Scooter: Welche Strafe droht bei falscher Verwendung?

Sie dürfen E-Scooter am Straßenrand oder auf dem Gehweg abstellen. Sind Fußgängerzonen für E-Scooter freigegeben, ist das Abstellen auch hier möglich. Die Voraussetzung ist allerdings, dass weder Fußgänger noch Rollstuhlfahrer durch den E-Scooter behindert oder gefährdet werden.

Elektroroller: Ist eine Versicherung notwendig?

Wer einen E-Scooter kauft, muss diesen versichern lassen. Eine Haftpflichtversicherung ist in Deutschland auch für E-Scooter vorgeschrieben. Als Nachweis über die Versicherung wird eine Versicherungsplakette aufgeklebt. Bei einigen Versicherungen ist eine zusätzliche freiwillige Teilkaskoversicherung möglich.

Wer zahlt nach einem Unfall mit dem E-Scooter? Die Haftpflichtversicherung kommt für Schäden Dritter auf. Eigene Schäden müssen Sie aus eigener Tasche bezahlen.

E-Scooter mit Straßenzulassung

Die E-Scooter von Verleihern und eine kleine Auswahl an Elektro-Tretrollern im Handel besitzen derzeit eine Zulassung für den Straßenverkehr. Ein E-Scooter kann 400 bis 2.400 Euro kosten. Die Höhe des Preises richtet sich nach der Ausstattung. Günstigere Modelle haben meist ein geringeres zulässiges Gesamtgewicht und einen kleineren Akku.

Wie muss ein E-Scooter ausgestattet sein?

Ein E-Scooter muss Bremsen und Beleuchtungsanlagen besitzen. Wichtig ist, dass der E-Scooter der aktuellen Verordnung entspricht und dass der E-Scooter eine gültige Betriebserlaubnis besitzt.

E-Scooter: Bußgeld für Verstöße

VerstoßBußgeld
Nebeneinander fahren15 - 30 Euro
Bei Rot über die Ampel fahren60 - 180 Euro
Auf dem Gehweg fahren15 - 30 Euro
Auf der Autobahn fahren20 Euro
Ohne Versicherungskennzeichen fahren40 Euro
Ohne Betriebserlaubnis fahren70 Euro
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