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Fahrzeug überladen? Bußgelder für Überladung

Rechnen Sie hier aus, was das kostet!

Bußgeldkatalog und Bußgeldrechner bei Überladung

Fahrzeug ist überladen

Fahrzeug ist überladen

Ist ein Fahrzeug überladen – egal, ob Pkw, Transporter oder Lkw –, führt das zu einer erheblichen Gefährdung des Straßenverkehrs. Denn neben deutlich veränderten Fahreigenschaften und einem weitaus längerem Bremsweg drohen Fahrzeugschäden, die ihrerseits ein großes Unfallrisiko bilden. Solche Schäden reichen von geplatzten Reifen bis zum Achsbruch. Das gilt ebenso für überladene Anhänger oder eine Überschreitung der Anhängelast bzw. Achslast. Speziell in der Urlaubszeit finden sich jedoch immer wieder überladene Autos, Wohnwagen und Wohnmobile. In all diesen Fällen drohen wegen Verstößen gegen das Verkehrsrecht Bußgelder in Form eines Bußgeldbescheids und 1 Punkt in Flensburg.

Wann ein Fahrzeug überladen ist

Eine Überladung liegt nach dem Verkehrsrecht vor, wenn dass zulässige Gesamtgewicht (Gesamtmasse) des Fahrzeugs überschritten ist. Dieses ergibt sich aus der Zulassungsbescheinigung Teil I (bzw. vor Oktober 2005 aus dem Fahrzeugschein). Damit einhergehend ist die zulässige Anhängelast diejenige, mit der ein Kraftfahrzeug einen Anhänger ziehen darf. Auch die erlaubte Anhängelast ergibt sich aus den Fahrzeugpapieren („Anhängelast ungebremst“ sowie „Anhängelast“ gebremst). Und schließlich spielt auch noch die Achslast eine Rolle, also die maximale Belastungsmöglichkeit der Fahrzeug- oder Anhängerachsen. Angaben hierzu finden sich meist in der Betriebsanleitung oder am Kraftfahrzeug selber.

Bußgelder bei Überladung – Pkw, Transporter, Wohnmobile und Anhänger

Bei der Überladung von Fahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 7,5 Tonnen oder des Anhängers mit einem zulässigen Gewicht von bis zu zwei Tonnen müssen Fahrzeugführer und/oder Fahrzeughalter mit einem Verwarnungsgeld oder einem Bußgeld zuzüglich 1 Punkt in Flensburg rechnen. Ein Verwarnungsgeld fällt an, wenn eine Überladung zwischen 5 und 20 Prozent vorliegt. Geht das gesamte Gewicht über 20 Prozent hinaus, ist – je nach prozentualer Höhe der Überladung – ein Bußgeld zwischen 95 und 230 Euro zuzüglich 1 Punkt in Flensburg fällig.

Für eine Überladung wird aber nicht nur der Fahrzeugführer zur Verantwortung gezogen. Vielmehr wird auch der Fahrzeughalter sanktioniert, wenn er den Verstoß angeordnet oder zugelassen hat. Wenn also aufgrund einer Überladung ein Wohnmobil von der Polizei gestoppt wird und der Halter sich im Zugfahrzeug auf dem Beifahrersitz befindet, wird er genau so bestraft wie der Fahrzeugführer. Das gilt auch für alle Fälle der Überladung bei Pkw und Transporter.

Diese Sanktionen nach dem Bußgeldkatalog drohen ebenfalls für eine Überschreitung der Anhänge- oder der Achslast.

Die StVO ist also unbedingt einzuhalten, damit nach der Bußgeldtabelle kein Verwarnungsgeld oder gar ein Bußgeldbescheid anfällt. Ein Fahrverbot wird jedoch nicht verhängt.

Bußgelder bei Überladung: Lkw und deren Anhänger

Anhänger eines LKW ist überladen

Anhänger eines LKW ist überladen

Handelt es sich bei dem überladenen Kraftfahrzeug um ein solches mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 7,5 Tonnen oder um Anhänger, deren zulässiges Gesamtgewicht 2 Tonnen übersteigt, erhöhen sich die Bußgelder deutlich. Hier betragen die Bußgelder bereits ab 5 Prozent Gewichtsüberschreitung 80 Euro für den Fahrzeugführer und 140 Euro für den Fahrzeughalter. Maximal sind bis zu 380 bzw. 425 Euro möglich. Dazu gibt es nach dem Bußgeldkatalog zwar kein Fahrverbot, aber 1 Punkt in Flensburg. Darüber hinaus kann speziell im gewerblichen Güterverkehr auch der Verlader für eine vorsätzliche Überladung (mit) verantwortlich gemacht werden.

Anhänger überladen? Auch hier finden nach der Bußgeldtabelle dieselben Grundsätze bei einer Überschreitung der Anhänge- oder der Achslast Anwendung.

Besonders unangenehm: Weiterfahrt kann untersagt werden

Wer sein Auto überladen und von der Polizei angehalten wird, hat nach dem Verkehrsrecht gleich doppelt Pech: Neben dem Bußgeld und 1 Punkt in Flensburg darf nicht weitergefahren werden. Das ist erst dann möglich, wenn das überschüssige Gewicht abgeladen wurde.

Wer hier einen Anhänger wie etwa einen Wohnwagen hat, kann noch Glück haben und nach dem Umladen weiterfahren dürfen. In allen anderen Fällen besteht aber für den Fahrzeugführer das Problem, wie und wo er das Überschüssige zwischenlagert. Entsprechend unangenehm ist es ebenso, wenn der Lkw bzw. Anhänger überladen ist oder aber die Anhängelast bzw. Achslast überschritten wurde.

Worauf beim Beladen zu achten ist

Um böse Überraschungen nach der StVO wie Bußgelder, Punkte in Flensburg und das Abladen bis zum zulässigen Höchstgewicht zu vermeiden, müssen beim Beladen des Fahrzeugs bestimmte Dinge beachtet werden. Speziell bei Pkws hilft zuerst ein Blick in die Fahrzeugpapiere. Denn hier ist auch das Leergewicht (Leermasse) des Fahrzeugs angegeben. Dieses umfasst das Fahrzeuggewicht mit einem 75 kg schweren Fahrer, einem zu 90 Prozent gefüllten Kraftstofftank, die weiteren Betriebsflüssigkeiten zu 100 Prozent sowie Bordwerkzeug, Ersatzrad, Verbandskasten und Warndreieck. Manchmal ist auch ein zweites, höheres Leergewicht angegeben. Dieses ist zu berücksichtigen, wenn das Auto über umfangreiche Sonderausstattungen verfügt, die sein Gewicht erhöhen.

Die Differenz zum zulässigen Gesamtgewicht (Nutzlast) ist dann dasjenige, was an Gewicht geladen werden darf. In der Regel dürften dies bei Pkws um die 400 bis 500 Kilo sein. Wenn aber etwa drei Personen mitfahren, ist deren Körpergewicht bereits von der Nutzlast abzuziehen.

Wurde auf diese Weise die mögliche und dem Verkehrsrecht entsprechende Zuladung ermittelt, können die einzelnen Teile der Zuladung (etwa Gepäckstücke) gewogen und zusammen addiert werden. Wesentlich genauer wäre es zwar, das Auto zu wiegen. Allerdings sind öffentliche Fahrzeugwaagen eher selten und auch beim Fahren mit einem überladenen Kfz zur Waage droht nach dem Bußgeldkatalog Überladung bereits ein Verwarnungsgeld oder ein Bußgeldbescheid nebst einem Punkt in Flensburg.

Zu berücksichtigen sind bei der Beladung aber noch weitere wesentliche Gesichtspunkte, um Verstöße gegen das Verkehrsrecht zu vermeiden. Soll ein Dachgepäckträger montiert werden, spielt die Dachlast eine Rolle. Hier sollte beim Hersteller bzw. in der Vertragswerkstatt nachgefragt werden, wie belastbar das Dach ist. Entsprechendes gilt für Anhängerkupplungen. Darüber hinaus sollte die Ladung gegen Verrutschen gesichert werden und auf die richtige Weise gepackt werden (etwa Schweres nach unten und in Achsnähe). Auch mitgenommen Haustiere wie beispielsweise Hunde sind so zu befördern, dass sie bei plötzlichen Brems- oder Fahrmanövern keine Gefahr bilden.

Sonderfall Gespanne: Diese Regeln gelten hier

Bei einem Gespann (wie etwa einem Wohnwagen und auch einem Pferdetransporter) berechnet sich das zulässige Gesamtgewicht regelmäßig aus dem Gewicht des Pkws zuzüglich der gebremsten Anhängelast. Daneben gilt die 1:1-Regel. Danach darf die Gesamtmasse des Anhängers nicht das Leergewicht des leeren Zugwagens übersteigen. Im Übrigen ist auch hier auf die richtige Beladung zu achten, um insbesondere ein riskantes Aufschaukeln eines Wohnwagens zu vermeiden und sich konform im Sinne der StVO zu verhalten.

Was auf einen zukommt – der Bußgeldrechner hilft!

Im Bußgeldkatalog Überladung ist eine Vielzahl von möglichen Verstößen aufgrund des Überschreitens des Gesamtgewichts, der Anhängerlast und der Achslast gelistet. Dabei gilt der Grundsatz: Je höher die jeweilige Überschreitung, desto saftiger das zu zahlende Verwarnungsgeld bzw. der Bußgeldbescheid. Beim Bußgeld kommt 1 Punkt in Flensburg obendrauf. Was genau im konkreten Einzelfall auf einem zukommt, lässt sich schnell und sicher unserem Bußgeldrechner entnehmen. Beruhigend ist zumindest, dass bei diesen Verstößen gegen das Verkehrsrecht kein Fahrverbot erteilt wird.

Der Bußgeldrechner unterscheidet auch zwischen den Sanktionen für Fahrer und Halter, bei den Vergehen Pkw bzw. Lkw überladen.

8 Kommentare

  1. Eugen sagt:

    Hallo,
    ich bin schon länger auf der suche wie es sich verhält wenn ich z.b mit einem B klasse Führerschein was max. 3,5t Gespann zulässt. Einen 4t oder 4,5t Gespann fahre (Zugmaschine 2t GG + Anhänger 2,5t GG)

    Gilt hier die Überladung-Regel von X Prozent, ausgehend von max. 3,5t ???

    danke im Vorraus
    und grüße Eugen

    • bußgeldrechner.org sagt:

      Hallo Eugen,
      da 3,5 Tonnen die zulässige Gesamtmasse einer mit B-Führerschein zu transportierenden Ladung darstellt, ist dieses auch als Referenzwert heranzuziehen.
      Das Team von bussgeldrechner.org

  2. Sascha sagt:

    Hallo Eugen,

    Da dich FS Klasse B nur für Fahrzeuge/Gespanne bis 3,5t gültig ist, würde Dir vermutlich fahren ohne gültige Fahrerlaubnis vorgeworfen. Es spielt ja keine wirkliche Rolle, ob du eine oder dreißig Tonnen mehr als dir erlaubt ist bewegst. Schlussendlich hast du hierfür keinen gültigen Führerschein.

  3. Chris sagt:

    Hallo!
    mit wieviel Prozent darf ich meinen Pferdehänger überladen, ohne dass ein Bußgeld fällig wird? Mir wurde gesagt, dass man 10 % überladen darf. Hier lese ich davon aber nichts. Wie sieht es aus, wenn ich mit einem geringen Prozentsatz überladen einen Unfall baue? Bin ich dann mit schuldig / zahlt die Versicherung nicht…?
    Danke schommal und viele Grüße, Chris

    • bussgeldrechner.org sagt:

      Hallo Chris,
      ab einer Überladung von über 5 % droht bereits ein Verwarngeld. Sollten Sie mit einem Überladung einen Unfall bauen, kann es durchaus sein, dass Ihre Versicherung die Zahlung verweigert.
      Das Team von bussgeldrechner.org

  4. Bernd sagt:

    Hallo,

    ich habe eine Frage zur Anhängelast am PKW!
    Wenn mein Hänger ein zulässiges Gesamtgewicht von 2700kg hat und ich an das Auto nur 1800kg dranhängen darf ich aber mit z.B. 2200kg erwischt werde!
    Was für ein Bußgeldkatalog gilt dann?
    Der mit Hänger über 2t oder der unter 2t da der PKW ja unter 3,5t hat!?

    Besten Gruß
    Bernd

    • bußgeldrechner.org sagt:

      Hallo Bernd,
      in der Regel sollte der Bußgeldkatalog für Anhänger von mehr als 2 Tonnen greifen.

      Ihr Team von Bußgeldrechner.org

  5. Stefan sagt:

    Wie sieht es bei folgendem Szenario aus?

    Zugfahrzeug (Pick-Up) Leergewicht ca. 3200kg, Zulassung bis 3,5t ZGG, reales Gewicht 3,7t Anhänger Zulassung bis 3,5t ZGG, Reales Gewicht 3,7-3,8t
    FS-Klasse B/BE/C1/C1E/CE vorhanden

    Vielen Dank
    Stefan

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