Innerorts geblitzt – welche Kosten kommen auf Sie zu?

Von bussgeldrechner.org, letzte Aktualisierung am: 25. August 2020

Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten.
Hier klicken →

Bußgeldrechner: Geschwindigkeitsüberschreitung

Bitte beachten Sie: Der Bußgeldrechner basiert aktuell auf dem neuen Bußgeldkatalog, der mit der StVO-Novelle am 28. April in Kraft trat. Für Infos zum alten Bußgeldkatalog nutzen Sie bitte unsere Tabellen.

Bußgeldtabelle: Geschwindigkeitsverstöße innerorts

Tat­be­standBuß­geldPunk­teFahrverbotFVerbotLohnt ein Einspruch?
... bis 10 km/h30 €eher nicht
... 11 - 15 km/h50 €Hier prüfen
... 16 - 20 km/h70 €Hier prüfen
... 21 - 25 km/h80 €11 Monat*Hier prüfen
... 26 - 30 km/h100 €11 Monat*Hier prüfen
... 31 - 40 km/h160 €21 MonatHier prüfen
... 41 - 50 km/h200 €21 MonatHier prüfen
... 51 - 60 km/h280 €22 MonateHier prüfen
... 61 - 70 km/h480 €23 MonateHier prüfen
... über 70 km/h680 €23 MonateHier prüfen
* neues Fahrverbot wegen eines Formfehlers in der StVO-Novelle offensichtlich nichtig
Hier finden Sie den alten Bußgeldkatalog zur Geschwindigkeitsüberschreitung (innerorts).

Achtung: Diese Bußgelder gelten seit dem 28. April 2020. Informationen zu den alten Bußgeldern, die bei Tempoverstößen innerorts Anwendung fanden, bevor die StVO-Novelle eingeführt wurde, erhalten Sie hier.

Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten.
Hier klicken →

Geschwindigkeitsüberschreitung in der Ortschaft

Geblitzt: Innerorts liegen die Bußgelder zwischen 30 und 680 Euro.
Geblitzt: Innerorts liegen die Bußgelder zwischen 30 und 680 Euro.

In Deutschland spielt es eine Rolle, ob die Geschwindigkeitsüberschreitung innerhalb einer Ortschaft gemessen wurde oder außerhalb.

Wenn Sie innerorts zu schnell gefahren sind, ist das normalerweise etwas teurer im Vergleich zu derselben Geschwindigkeitsübertretung außerorts.

Was passiert, wenn Sie zu schnell fahren und innerorts geblitzt werden? Welche Strafe droht? Wie teuer ist es, innerorts geblitzt zu werden? Die Antworten dazu finden Sie in diesem Ratgeber.

Außerdem: Ziehen Sie den obigen Bußgeldrechner für Geschwindigkeitsüberschreitungen sowie den Bußgeldkatalog für Geschwindigkeitsverstöße innerhalb geschlossener Ortschaften zurate.

FAQ: Innerorts geblitzt worden

Welche Strafe droht, wenn ich innerorts geblitzt wurde?

Die Sanktionen sind hier etwas schärfer als außerorts. Alle Konsequenzen können Sie dieser Tabelle entnehmen.

Ab wann droht ein Fahrverbot?

Ein Fahrverbot droht seit der Einführung der StVO-Novelle am 28. April 2020 bereits, wenn Sie die erlaubte Höchstgeschwindigkeit um 21 km/h innerorts überschritten haben.

Darf der Blitzer direkt hinter dem Ortseingangsschild stehen?

Das ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Im Saarland kann das aber durchaus vorkommen. Die einzelnen Bestimmungen dazu finden Sie hier.

Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten.
Hier klicken →

Zu schnell gefahren: Innerorts kosten Verstöße mehr

Warum macht es eigentlich einen Unterschied, ob Verkehrssünder außerorts oder innerorts geblitzt werden? Kosten für Verkehrsverstöße innerorts sind in der Regel höher, weil hier von einer höheren Sicherheitsgefährdung ausgegangen wird.

Innerorts geblitzt: Bei besonders hoher Geschwindigkeitsübertretung droht auch ein Fahrverbot.
Innerorts geblitzt: Bei besonders hoher Geschwindigkeitsübertretung droht auch ein Fahrverbot.

Grundsätzlich herrscht innerhalb geschlossener Ortschaften ein niedrigeres Tempolimit als beispielsweise auf der Autobahn oder Landstraßen. Das hängt damit zusammen, dass gemeinsam mit Fußgängern, Radfahrern und dem allgemeinen Straßenverkehr ein dichteres Verkehrsaufkommen und damit auch Unfallrisiko herrscht.

Das Bußgeld innerorts für zu schnell fahrende Kfz liegt seit der Einführung der StVO-Novelle am 28. April 2020 zwischen 30 und 680 Euro, je nachdem, wie weit die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten wurde.

Für Lkw über 3,5 Tonnen gelten unter Umständen andere Bußgelder, besonders dann, wenn es sich um Gefahrenguttransporte oder Busse mit Fahrgästen handelt. Im Vergleich: Ein Lkw, der innerorts 26 km/h zu schnell gefahren ist, muss mit einem Bußgeld von 140 Euro rechnen sowie zwei Punkten in Flensburg und einem Monat Fahrverbot.

Ein Pkw mit derselben Geschwindigkeitsübertretung dagegen handelt sich „nur“ 100 Euro Bußgeld, einen Punkt und seit dem 28. April 2020 einen Monat Fahrverbot ein.

Der Toleranzabzug ist innerorts und außerorts gleich. Er bezweckt den Ausgleich möglicher Messfehler, weshalb hier kein Unterschied gemacht wird. Bei einer Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h werden 3 km/h vom gemessenen Wert abgezogen, bei einer Geschwindigkeit von über 100 km/h beträgt der Toleranzabzug 3 Prozent.

Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten.
Hier klicken →

Wo darf der Blitzer stehen?

Ist das Blitzen innerorts eigentlich überall erlaubt? Diese Frage stellt sich deshalb, weil viele Autofahrer einen Blitzer unmittelbar in der Nähe des Ortsschildes als ungerecht empfinden. Tatsächlich darf der Blitzer nicht willkürlich aufgestellt werden.

Innerorts darf geblitzt werden, wenn das Messgerät einen ausreichenden Abstand zum Ortsschild bzw. dem Schild, das die Geschwindigkeit vorgibt, aufgestellt wird. Wo genau innerorts geblitzt werden darf, bestimmen die Bundesländer jeweils selbst:

BundeslandMindestabstand zum Orts-/Geschwindig­keitsschild
Baden-Württembergkeine Begrenzung
Bayern
200 m
BerlinGeschwindigkeits­begrenzungsschild: 75 m

Ortsschild: 150 m
Brandenburg150 m
Bremen
150 m
Hamburgkeine Begrenzung
Hessen100 m
Mecklenburg-Vorpommernauf Kraftfahrstraßen: 100 m

auf Autobahnen: 250 m
Niedersachsen150 m
Nordrhein-Westfalenkeine Begrenzung
Rheinland-Pfalz100 m
Saarland100 m
Sachsen150 m
Sachsen-Anhalt100 m
Schleswig-Holstein100 m
Thüringen
200 m

Innerorts geblitzt: Ab wann droht ein Fahrverbot?

Das Blitzen ist innerorts nur mit ausreichendem Abstand zum Ortsschild erlaubt.
Das Blitzen ist innerorts nur mit ausreichendem Abstand zum Ortsschild erlaubt.

Nicht immer ist es nur mit einem Bußgeld getan, wenn Sie geblitzt wurden. Innerorts können Verkehrsverstöße auch Punkte in Flensburg oder ein Fahrverbot nach sich ziehen.

Sind Sie zu schnell gefahren, und das innerorts, müssen Sie seit der Einführung der StVO-Novelle ab einer Geschwindigkeitsübertretung von 21 km/h mit einem Fahrverbot von einem Monat rechnen.

Zwei Monate Fahrverbot gibt es, wenn Sie innerorts mit 51 km/h zu schnell geblitzt wurden. Bei 61 km/h über dem Tempolimit werden es drei Monate Fahrverbot.

Wer innerorts geblitzt wird, die Probezeit aber noch nicht hinter sich hat, muss mit einer Probezeitverlängerung rechnen. Ist der Fahranfänger mit mehr als 20 km/h zu schnell innerorts geblitzt worden, kann die Probezeit um zwei Jahre verlängert werden.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (32 Bewertungen, Durchschnitt: 4,69 von 5)
Innerorts geblitzt – welche Kosten kommen auf Sie zu?
Loading...
Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten.
Hier klicken →

Verfasse einen neuen Kommentar

[x] Schließen
Bußgeldkatalog als PDF
Der aktualisierte Newsletter 2020 vom VFR Verlag zum Download und Ausdrucken.
Jetzt kostenlos per E-Mail anfordern:
Mit dem Absenden akzeptieren Sie unsere Datenschutzerklärung.