bussgeldrechner.org

Beim Abbiegen Gefahr erzeugt?

Rechnen Sie hier aus, was das kostet!

Bußgeldkatalog und Bußgeldrechner für Abbiegen

Bußgelder für Abbiegevergehen mit dem Bußgeldrechner berechnen

Bußgelder für Abbiegevergehen mit dem Bußgeldrechner berechnen

Beim Abbiegen gilt für motorisierte Verkehrsteilnehmer eine gesteigerte Aufmerksamkeitspflicht, speziell auch zum Schutz von schwächeren Teilnehmern wie Fußgängern und Fahrradfahrern. Dabei sind mit „Abbiegen“ Sachverhalte gemeint, bei denen die Fahrspur anderer Fahrzeuge geschnitten oder auf sonstige Weise tangiert wird.

Das Abbiegen umfasst daher insbesondere Fahrrichtungsänderungen, Fahrstreifenwechsel, Grundstücksein- und ausfahrten, Rückwärtsfahren und Wenden. Das Abbiegen ohne Rücksicht, das Nichteinhalten des richtigen Blinkens und der doppelten Rückschaupflicht, aber auch das falsche Verhalten an Kreuzungen mit Grün-Pfeil-Regelung führen daher schnell zu Bußgeldern und Punkten in Flensburg.

So funktioniert das richtige Blinken und Einordnen

Wer abbiegen möchte, muss dies so anzeigen, dass andere Verkehrsteilnehmer das beabsichtigte Abbiegen eindeutig und rechtzeitig erkennen können. Dazu sind neben einer deutlichen Geschwindigkeitsverringerung das richtige Blinken sowie – je nach geplanter Fahrtrichtung – das beizeitige Einordnen möglichst rechts oder bis zur Fahrbahnmitte möglichst weit links. Schienenfahrzeuge dürfen durch das Einordnen nach links keinesfalls behindert werden. Ebenso ist die Vorfahrtsberechtigung des entgegenkommenden Verkehrs zu beachten. Soll nach rechts abgebogen werden, sind etwa Radfahrer vorfahrtberechtigt, die in gleicher Fahrtrichtung wie der abbiegende Fahrzeugführer unterwegs sind.

Beim Blinken ist auch darauf zu achten, dass der Fahrtrichtungsanzeiger nicht zu früh gesetzt wird. Umgekehrt darf sich der Fahrzeugführer aber auch nicht auf das richtige Blinken der anderen Verkehrsteilnehmer verlassen. Entsteht durch falsche Fahrtrichtungsanzeigen ein Verkehrsunfall, hat meist der falsch Blinkende die (Haupt-)Schuld.

Das gilt für die doppelte Rückschaupflicht oder „den Blick über die Schulter“

Derjenige, der abbiegen möchte, muss sich vor dem Einordnen und grundsätzlich vor dem Abbiegen nochmals darüber vergewissern, dass er den nachfolgenden Verkehr nicht gefährdet, § 9 Abs. 1 Satz 4, 1. Halbsatz, Straßenverkehrsordnung (StVO). Es gilt also eine doppelte Rückschaupflicht.

Der Schulterblick ist beim Abbiegen Pflicht

Der Schulterblick ist beim Abbiegen Pflicht

Hierzu gibt es jedoch eine Ausnahme: Ist eine Gefährdung des nachfolgenden Verkehrs ausgeschlossen, braucht der Abbiegende kein zweites Mal mehr auf den nachfolgen Verkehr zu achten. Hierzu hat der Bundesgerichtshof (BGH) – wenn auch in einer bereits älteren Entscheidung – ausgeführt, dass ein nach links abbiegender Kraftfahrer im Ortsverkehr zwar vor der Einordnung in die Straßenmitte einen Blick in den Rückspiegel werden und den Blinker setzen muss.

Wenn jedoch die Verkehrslage dann eindeutig und unmissverständlich so ist, dass er berechtigt darauf vertraut, dass die Abbiegeabsicht weder missachtet noch missverstanden werden könne, muss er nicht erneut den nachfolgenden Verkehr beobachten (BGH, Urteil vom 27.01.1970, Az.: VI ZR 106/68).

Trotzdem ist es sinnvoll, wenn stets jeweils zusätzlich über die Schulter und „doppelt“ zurückgeschaut wird, um in jedem Fall ein Übersehen der folgenden Verkehrsteilnehmer durch einen „toten Winkel“ im Außen- oder Rückspiegel zu vermeiden. Das gilt insbesondere für Radfahrer, die besonders häufig übersehen und bei Zusammenstößen oft schwer werden. Hinzu kommt, dass bei einem Verkehrsunfall der Abbiegende dafür beweispflichtig ist, dass er seiner doppelten Rückschaupflicht nachgekommen ist.

Abbiegen in ein Grundstück, beim Wenden und beim Rückwärtsfahren

Beim Abbiegen in ein Grundstück, beim Wenden und beim Rückwärtsfahren muss sich der Fahrzeugführer zusätzlich immer so verhalten, dass andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährdet werden. Ggf. muss er sich dazu einweisen lassen.

Diese Bußgelder und Punkte in Flensburg drohen

In leichteren Fällen, etwa beim Abbiegen ohne ordnungsgemäßes Einordnen oder Behinderungen beim Abbiegen, müssen Fahrzeugführer mit Verwarnungsgeldern zwischen 10 und 35 Euro rechnen. Beim Abbiegen, Wenden oder Rückwärtsfahren mit Gefährdungen, also etwa von Fußgängern oder dem Gegenverkehr, drohen zwischen 30 und 70 Euro Bußgeld sowie ein Punkt in Flensburg. Beim Abbiegen ohne Rücksicht, also ohne besondere Rücksicht auf Fußgänger oder konkreter Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer, betragen die Bußgelder zwischen 70 und 85 Euro, wobei auch hier regelmäßig in Flensburg ein Punkt dazu kommt.

Der Sonderfall: Grün-Pfeil-Regelung an Kreuzungen

An einer roten Ampel mit Grünpfeil gibt es fürs Abbiegen eine Sonderregelung

An einer roten Ampel mit Grünpfeil gibt es fürs Abbiegen eine Sonderregelung

Seit dem 01.03.1994 gibt es die Grün-Pfeil-Regelung an Kreuzungen. Diese besagt, dass trotz roter Ampel unter bestimmten Voraussetzungen nach rechts abgebogen werden darf. Wird also an der Haltelinie angehalten, darf auch bei Rot nach rechts abgebogen werden, wenn rechts neben der Ampel ein Zusatzschild mit grünem Pfeil auf schwarzem Grund vorhanden ist.

Das gilt aber nur, wenn der Fahrzeugführer bei mehrspurigen Straßen auch auf der rechten Fahrspur ist. Er muss dann beim Abbiegen besonders darauf achten, dass keine Fußgänger oder andere Verkehrsteilnehmer behindert oder gefährdet werden, wenn er in die durch den Grünpfeil freigegebene rechte Straße einbiegt. Zum Abbiegen ist der Fahrzeugführer aber nicht verpflichtet, so dass andere Autofahrer nicht hupen dürfen, wenn der Fahrzeugführer trotz Grünpfeil stehen bleibt.

Generell empfiehlt sich bei einer Kreuzung mit Grün-Pfeil-Regelung folgendes Vorgehen, um nicht nur deren besonderen Gefahren vorzubeugen, sondern um auch Bußgelder bzw. Punkte in Flensburg zu vermeiden:

  • Rechts einordnen
  • Stets an der Haltelinie der rot zeigenden Ampel anhalten
  • Auf Fußgänger bzw. Radfahrer achten, die immer Vorrang haben und daher weder behindert noch gefährdet werden dürfen
  • Bis zur Sichtlinie vorfahren und den Verkehr auf der Querstraße passieren lassen
  • Beim Abbiegen nochmals besonders auf mögliche Fußgänger bzw. Radfahrer achten

Verstöße gegen die Grün-Pfeil-Regelung werden besonders scharf geahndet

Hält ein Autofahrer bei einer Kreuzung mit Grünpfeilregelung an der Haltelinie nicht an, kann ein Bußgeld von 70 Euro zuzüglich einem Punkt in Flensburg auf ihn zukommen. Werden Fußgänger bzw. Fahrradfahrer behindert oder der Fahrzeugverkehr in der freigegebenen Richtung gefährdet, erhöht sich das Bußgeld auf 100 Euro bei gleicher Punktezahl im Verkehrszentralregister.

Was auf einen zukommt – der Bußgeldrechner hilft!

Die im Bußgeldkatalog enthaltenen Fälle der Verkehrsverstöße, die mit falschem Einordnen oder Abbiegen zusammenhängen, sind zahlreich. Je nach Art des Verstoßes und der davon ausgegangenen Behinderung oder Gefährdung erhöht sich das Bußgeld. Um das Bußgeld zu berechnen und auch die Anzahl der Punkte in Flensburg zu ermitteln, helfen unsere Bußgeldrechner Abbiegen und Bußgeldrechner Wenden.

Der Bußgeldkatalog Rechner enthält auch die unterschiedlichen Verstöße gegen die Grün-Pfeil-Regelung an Kreuzungen und ermittelt zuverlässig die Höhe des Bußgeldes sowie die Anzahl der Punkte, die in Flensburg eingetragen werden.

2 Kommentare

  1. frank sagt:

    Hallo, Frage:
    Vofahrtsberechtigter Verkehrsteilnehmer blinkt rechts zum Einfahren auf untergeordnete Straße, Fährt aber gerade aus, Zusammenstoß mit einfahrendem Fahrzeug

  2. Casu sagt:

    Ich bin bei eine rote Ampel und ca 70m vor der rote Ampel Rems um die grüne Pfeil ohne Behinderung umgefahren.ist darf man das tuen.

Verfasse einen neuen Kommentar

[x] Schließen
Bußgeldkatalog als PDF
Der aktualisierte Bußgeldkatalog des VFBV e.V. zum Download und Ausdrucken.
Jetzt kostenlos per E-Mail anfordern:
Mit dem Absenden akzeptieren Sie unsere Datenschutzerklärung.