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Kfz-Steuer: Die Steuern für das Auto

Wie viel Steuern kostet mein Auto?

Wer muss die Kfz-Steuer zahlen?
Wer muss die Kfz-Steuer zahlen?

Auf einen Autofahrer in Deutschland kommt eine Reihe an Verpflichtungen zu, wenn er am Straßenverkehr teilnehmen möchte. Neben der Einhaltung der Verkehrsregeln gehört auch die Entrichtung der Kfz-Steuer dazu. Bei dieser Autosteuer handelt es sich seit 2009 um eine Steuer des Bundes und nicht mehr der Länder.

Doch wer muss überhaupt die Kfz-Steuer zahlen? Sind auch nichtzugelassene Autos steuerpflichtig? Ist der Zoll für die Kfz-Steuer zuständig? Wer bekommt eine Ermäßigung für die Kraftfahrzeugsteuer?

Mit diesen und weiteren Fragen zum Thema Pkw-Steuer beschäftigt sich der vorliegende Ratgeber. Darin zeigen wir Ihnen, welche Kfz-Steuerklassen existieren und welche Bedeutung sie für die zu zahlende Fahrzeugsteuer haben.

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In Deutschland ist für das Auto die Steuer schon seit 1906 verpflichtend eingeführt. Schon damals wurde im Kfz-Steuergesetz zwischen verschiedenen Kfz-Steuerklassen unterschieden. Diese bemessen sich auch heute in der Regel nach der Leistung und dem Schadstoffausstoß, die mit dem Betrieb des Fahrzeugs einhergehen. Auf welchen Betrag sich bei Ihrem Auto die Steuer beläuft, können Sie in § 9 des Kraftfahrzeugsteuergesetzes (KraftStG) in der Kfz-Steuertabelle ablesen.

Für welches Fahrzeug muss die Steuer entrichtet werden?

Die Kfz-Steuer in Deutschland bezieht sich auf jedes Fahrzeug, das für den Straßenverkehr zugelassen ist. Aber auch das Halten ausländischer Fahrzeuge unterliegt der Kfz-Steuer. Nur wenige Ausnahmen gelten, bei denen von der Steuer abgesehen werden kann oder diese ermäßigt wird.

Auch widerrechtlich verwendete Fahrzeuge (Auto ohne Verkehrszulassung) unterliegen der Kfz-Steuer. Wird also ein solches Fahrzeug in Betrieb genommen, entsteht trotzdem eine Steuerpflicht.
Auch Oldtimer unterliegen der Kfz-Steuer.
Auch Oldtimer unterliegen der Kfz-Steuer.

Außerdem müssen Fahrzeuge, die mit Oldtimer-Kennzeichen zugelassen sind, den Kfz-Steuersatz zahlen, der entsprechend der Vorschriften fällig wird. Damit ist eine Kfz-Steuerbefreiung auch nur für wenige Fahrzeuge möglich. Allerdings kommt nicht immer eine Steuer für ein Kfz in Frage. Für bestimmte Fahrzeuge gelten Ausnahmen.

Wer ist von der Kfz-Steuer befreit oder zahlt nur ermäßigt?

Unter bestimmten Umständen kann der Gesetzgeber davon absehen, die Steuern für das Auto zu erheben. Doch um für eine solche Befreiung in Frage zu kommen, müssen Zweck und Aufgabenbereich des Fahrzeuges stimmen. Welche das sein können, bestimmt das KraftStG in § 3. So gibt es die Möglichkeit der Befreiung von der Kfz-Steuer beispielsweise für folgende Fahrzeuge:

  • Zulassungsfreie Fahrzeuge
  • Fahrzeuge der Behörden (Polizei, Zoll, Bundeswehr)
  • Fahrzeuge von Rettungsdienst, Feuerwehr und Katastrophenschutz
  • Fahrzeuge von gemeinnützigen Organisationen
  • Diplomaten-Fahrzeuge

Über dieser Auflistung hinaus gibt es noch andere Kfz, die für eine Befreiung von oder Ermäßigung bei der Kfz-Steuer in Frage kommen. Bei der Kfz-Steuer kommt eine Vergünstigung vor allem bei Behindertentransporten vor. Diese können eine Ermäßigung von der Steuerlast beantragen. Damit ist es zum Beispiel einfacher einen Pflegetransportdienst zu betreiben.

Wie hoch ist die Kfz-Steuer?

Es gibt bei der Kfz-Steuer die Schlüsselnummer, die das Finanzamt für den Steuerbescheid verwendet.
Es gibt bei der Kfz-Steuer die Schlüsselnummer, die das Finanzamt für den Steuerbescheid verwendet.

Wie hoch der letztendliche Betrag ist, den Sie beim Hauptzollamt als Kfz-Steuer zu entrichten haben, hängt von mehreren Faktoren ab. Es mag trivial erscheinen, aber die Anzahl der gemeldeten Fahrzeuge hat einen sehr großen Einfluss auf den Steuerbetrag. Besonders Firmen wie Speditionen haben eine hohe Steuerlast zu tragen.

Aber nicht nur die Menge der Fahrzeuge, sondern auch die Emissionswerte und der Hubraum (bei PKW mit Hubkolbenmotor) sind für den Betrag der Kfz-Steuer erheblich. Diese Regelung wurde 2009 erlassen, weswegen noch leicht andere Bedingungen für die Fahrzeuge gelten, die davor zugelassen wurden.


Wie viel Kfz-Steuer bei einem Wohnmobil gezahlt werden muss, ergibt sich bei diesem aus dem Gesamtgewicht und den Emissionen. Je schwerer ein Wohnwagen ist und je mehr Schadstoffe er emittiert, desto teurer wird die Kfz-Steuer für den Halter des Fahrzeugs.

Für die Kfz-Steuer sind der CO2-Ausstoß und andere Umweltbelastungen ebenfalls maßgeblich.

Die Kfz-Steuer für das Hauptzollamt, die für dreirädrige und leichte vierrädrige Fahrzeuge zu entrichten ist, bemisst sich ebenfalls am Hubraum und den Schadstoffemissionen. Je mehr Hubraum ein Fahrzeug hat und umso schlechter die Emissionswerte sind, desto höher fallen die Steuer für das Kfz aus.

Die Steuer für ein Auto, das nicht in die oben genannten Kategorien fällt, ergeben sich aus den Werten für die Schadstoff- und Geräuschemissionen. Ein solches Fahrzeug, dessen Steuer sich nach diesen Maßstäben ergibt, kann zum Beispiel ein Kranken- oder Leichenwagen sein.

Der exakte Betrag der Steuer für Ihren Pkw kann also nicht pauschal angegeben werden. Es handelt sich in der Regel um das Ergebnis der Werte für Hubraum und Schadstoffklasse.

Wozu werden die Gelder eingesetzt?

Eine Kfz-Steuer auf Benzin gibt es nicht. Treibstoffe werden anders besteuert.
Eine Kfz-Steuer auf Benzin gibt es nicht. Treibstoffe werden anders besteuert.

Wenn das Finanzamt die Kfz-Steuer, die Sie bezahlen, abgerechnet hat, fragen sich viele Autofahrer, wo das Geld landet.

Einige erwarten eine Zweckbindung der Kfz-Steuer. Aber eine solche Bindung der Fahrzeugsteuer zum Beispiel an die Infrastruktur existiert nicht.

Die Gelder fließen dem Bundeshaushalt zu und werden von dort aus verteilt.

Allerdings wird die Instandhaltung vieler Straßen aus dem Bundeshaushalt bezahlt, in den auch die Kfz-Steuer einfließt.

Kfz-Steuertabelle

Wie viel Kfz-Steuer Sie zu zahlen haben, können Sie mittels der Steuertabelle für Kfz für Ihr Fahrzeug errechnen. Dabei handelt es sich um eine vereinfachte Darstellung. Die Werte müssen Sie für Ihr Fahrzeug hochrechnen.

Euro-Schad­stoff­klasseSteu­ern pro 100 ccm Hub­raum bei Erst­zulass­ung vor 30.­06.­2009Steu­ern pro 100 ccm Hub­raum und pro 120g/km CO2 bei Erst­zulass­ung bis 31.­12.­2011Steu­ern pro 100 ccm Hub­raum und pro 110g/km CO2 bei Erst­zulass­ung ab 01.­01.­2012
AndereBenziner: 25,36 €
Diesel: 37,58 €
nicht schad­stoff­arm (unter­sagt bei Ozon­alarm)Benziner: 25,36 €
Diesel: 37,58 €
nicht schad­stoff­arm (erlaubt bei Ozon­alarm)Benziner: 21.07 €
Diesel: 33,29 €
Euro 1Benziner: 15,13 €
Diesel: 27,35 €
Euro 2Benziner: 7,36 €
Diesel: 16,05 €
Euro 3 bis 6Benziner: 6,75 €
Diesel: 15,44 €
Benziner: 2,00 € und 2,00 €
Diesel: 9,50 € und 2,00 €
Benziner: 2,00 € und 2,00 €
Diesel: 9,50 € und 2,00 €
Die Kfz-Steuer kann im Vergleich gering ausfallen, wenn Sie sich für ein sauberes und leichtes Auto entscheiden.
Die Kfz-Steuer kann im Vergleich gering ausfallen, wenn Sie sich für ein sauberes und leichtes Auto entscheiden.

Die Steuerklassen, die ein Auto erreichen kann, unterscheiden sich nach zwei grundlegenden Kriterien. Einerseits ist der Termin der Erstzulassung relevant. Fahrzeuge, die vor dem 30.06.2009 zugelassen wurden, können trotz einer schlechten Schadstoffklasse zugelassen und besteuert werden.

Die neue Kfz-Steuer (seit 2012) wird für solche Fahrzeuge nicht erhoben, da sie keine Betriebszulassung erhalten.
Wie viel Kfz-Steuer Sie zahlen, hängt also vom Fahrzeugtyp ab, für den Sie sich beim Autokauf entschieden haben. Beim Auto sind die Steuerklassen nur für zugelassene Fahrzeuge bzw. Fahrzeuge, die in Betrieb genommen werden, relevant. Für Fahrzeuge einer Ausstellung, die nicht gefahren werden, müssen also auch keine Kfz-Steuern abgeführt werden.

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