Wie sieht ein Messprotokoll beim Blitzer aus?

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Wann ein Messprotokoll gültig ist

Ein Messprotokoll von einem Blitzer sollte genau auf Fehler untersucht werden.
Ein Messprotokoll von einem Blitzer sollte genau auf Fehler untersucht werden.

Geschwindigkeitsverstöße sind mitunter nicht nur in Deutschland ein häufiger Grund für Unfälle. Um diese Verstöße aufzudecken und weitestgehend zu unterbinden, werden deshalb Blitzer – unter anderem von der Polizei – aufgestellt.

Mit jedem Mal, bei dem ein Verkehrssünder bei seinem Verkehrsverstoß mit dem Auto durch einen Blitzer aufgezeichnet wird, löst dieser in der Regel nicht nur eine Fotoaufnahme aus.

Auch ein Messprotokoll muss bei den Messungen angefertigt werden, das die Geschwindigkeitsüberschreitung oder den Abstandsverstoß dokumentiert, damit dieser entsprechend mit einem Bußgeld, Punkten in Flensburg oder in gewissen Fällen sogar mit einem Fahrverbot laut Verkehrsrecht geahndet werden kann.

Dabei sind viele Informationen wichtig, die auch entsprechend im Protokoll aufgeführt werden. Aber welche Details sind das genau? Wann kann ein Messprotokoll beim Blitzer ungültig sein? Wer hat das Recht, dieses anzufertigen?

FAQ: Messprotokoll

Was ist das Messprotokoll von einem Blitzer?

Das Messprotokoll enthält viele verschiedene Informationen, die den Behörden helfen, den Täter etwa nach einer Geschwindigkeitsüberschreitung zur Verantwortung zu ziehen.

Welche Infos enthält ein Messprotokoll?

Das Messprotokoll von einem Blitzer enthält bspw. Ort und Datum der Geschwindigkeitsmessung, Art und Eichung des Blitzers sowie das gefahrene Tempo des Verkehrssünders.

Wann wird das Protokoll wichtig?

Wenn Sie Einspruch gegen einen Bußgeldbescheid einlegen wollen, bietet es sich an, eine Akteneinsicht zu beantragen. Ein Anwalt für Verkehrsrecht bekommt einen umfassenden Einblick in diese und kann mit Hilfe des Messprotokolls bspw. nachvollziehen, ob ein Blitzer ordnungsgemäß gewartet wurde.

Welche Informationen muss ein Messprotokoll enthalten?

Ein Messprotokoll führt einige Informationen auf, die bei der Messung der Geschwindigkeit wichtig sind. Dazu gehören unter anderem:

  • Art des Blitzers
  • Ort und Datum des Verkehrsverstoßes (Ort inklusive Angabe der Höhe des Messgeräts)
  • Zulässige Höchstgeschwindigkeit
  • Gefahrene Geschwindigkeit
  • Verkehrszeichen der Geschwindigkeitsvorgabe
  • Fahrbahnbreite (inklusive Angabe der Breite der einzelnen Fahrstreifen)
  • Messbeginn und –ende
  • Eichung des Geschwindigkeitsmessgeräts
  • Fahrtrichtung vom Auto
  • Abstand des Messgeräts zum Fahrbahnrand
  • Name und Unterschrift des Messbeamten

Zudem werden auf dem Protokoll, das zusätzlich zur Messung geführt wird, die Sanktionen der Polizei gelistet, die gegen den Verkehrssünder aufgrund der Geschwindigkeitsübertretung verhängt werden.

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Wieso ist das Messprotokoll vom Blitzer wichtig?

Ein Einspruch gegen das Messprotokoll vom Blitzer kann erfolgreich sein, wenn z. B. Übertragungsfehler vorliegen.
Ein Einspruch gegen das Messprotokoll vom Blitzer kann erfolgreich sein, wenn z. B. Übertragungsfehler vorliegen.

Besonders dann, wenn Sie Einspruch gegen die Messung erheben wollen, kann ein Protokoll wichtig sein. Denn oft werden Fehler bei der Übertragung gemacht, die Sie mit einem Einspruch anfechten können. Dafür können Sie auch einen Anwalt beauftragen, der Ihnen die Arbeit vor Gericht abnehmen und Sie und Ihre Interessen bestmöglich vertreten kann. Ein Anwalt kann außerdem Akteneinsicht erlangen, wenn Sie geblitzt wurden.

Das kann Ihnen besonders dann helfen, wenn Sie beruflich auf Ihren Führerschein angewiesen sind und deshalb ein BußgeldPunkte oder ein Fahrverbot mithilfe von Ihrem Anwalt abwenden wollen.

Durch die Einsicht in das Messprotokoll können Sie eine Fehlmessung aufdecken oder Übertragungsfehler aufklären, die eventuell dazu führen, dass Ihre Strafe laut Recht gemildert oder auch gänzlich verworfen wird.

Zum Beispiel dann, wenn keine gültige Eichung des Geschwindigkeitsmessgeräts vorlag, können Sie dies dem Messprotokoll entnehmen und den Bußgeldbescheid bzw. die Messung entsprechend anfechten.

Blitzermodelle und Fehlerquellen

Je nachdem, von welchem Blitzer Sie erwischt wurden, können auch verschiedene Fehler bei den Messungen auftreten. Beim Abgleich der Messung müssen Sie deshalb beachten, mit welchem Geschwindigkeitsmessgerät Sie es zu tun hatten, als Sie geblitzt wurden. Welches Gerät die Messung ausgelöst hat, ist im Messprotokoll verzeichnet. Da jedes Gerät andere Fehlerquellen aufweist, können unterschiedliche Informationen im Messprotokoll auf Fehler hinweisen.

Das kann zum Beispiel ein falscher Winkel zur Fahrbahn sein oder auch eine ungültige Eichung des Geräts zur Messung der Geschwindigkeit. Unabhängig vom Gerät kann beispielsweise auch der unterschrittene Abstand zum Geschwindigkeitsbegrenzungsschild entscheidend für eine anzufechtende Messung sein.

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10 Kommentare

  1. E. Liedl sagt:

    Welche rechtlichen Folgen ergeben sich, wenn das Messprotokoll nicht alle der genannten erforderlichen Informationen enthält?
    z. B. : Es fehlt die Angabe der Höhe des Messgerätes, ebenso die Angabe des Abstandes des Messgerätes zum Fahrbahnrand, auch sonst keine Angaben zur Aufstellung des Gerätes (z. B. Messwinkel) die Angabe der Fahrbahnbreite (wofür erforderlich?)
    Das Protokoll enthält keine Angabe des Namens des Messbeamten (-angestellten?) Das „Messpersonal“ ist nur mit einer Nr. bezeichnet, es gibt nur ein Namenszeichen und keine Unterschrift.
    Es gibt nur eine „Bestätigung, dass Aufstellung und Anwendung des Gerätes, nach der zum Gerät gehörenden Bedienungsanleitung des Herstellers, durch qualifiziertes Personal erfolgt ist“. Der Schulungsnachweis ist 4 Jahre oder älter.

    • bußgeldrechner.org sagt:

      Hallo Herr Liedl,
      Sie können innerhalb von 14 Tagen nach Zustellung Einspruch gegen einen Bußgeldbescheid einlegen. Hierdurch leiten Sie das Zwischenverfahren ein. Ob sich das verordnete Bußgeld hierdurch abwenden lässt, ist jedoch nicht gewiss. Je nach Höhe des Betrages kann es sich daher lohnen, einen Anwalt einzuschalten.
      Das Team von bussgeldrechner.org

  2. Reiner sagt:

    Muss schon beim „Tatvorwurf“ mit Angabe der Geschwindigkeiten, vorgegeben und gemessen, das betreffende verwendete Messgerät mit angegeben sein oder ist es ausreichen wenn in dem Schreiben lapidar geschrieben steht: Lasermessung, und mehr nicht dazu ? Ist, so gesehen die ganze Sache schon anfechtbar geworden oder nicht ?

    • bußgeldrechner.org sagt:

      Hallo,
      die konkreten Angaben zum Verkehrsverstoß erhalten Sie in der Regel erst mit dem Bußgeldbescheid. Ein Einspruch ist zudem auch erst nach Erhalt dieses möglich.

      Ihr Team von Bußgeldrechner.org

  3. Ha-Me sagt:

    Auf dem „Verwarnungs-Bescheid“ ist lediglich ein Photoausschnitt des Fahrers ausgedruckt (das Photo kann theoretisch vor Jahren an anderer Stelle aufgenommen sein) mit allgemeinen Angaben zu zu schnellem Fahren. Das Fahrzeug ist nicht abgebildet, auch kein KFZ-Kenzeichen. Ein Bezug zum Fahrzeug mit eingespiegelten Daten kann nicht hergestellt werden. Auch ist nicht ausgeschlossen, daß andere Fahrzeuge auf der Parallelspur (2 Kolonnen nebeneinander mit ähnlicher Geschwindigkeit) mit auf dem Photo vorhanden sind und somit die Messung nicht zuordnen lassen. Die Behauptung der Bußgeldstelle „Die Messung wurde von Ihrem PKW ausgelöst“ ist zu vage.
    Die Akteneinsicht in 250 km Entfernung ist mit 12 € kostenpflichtig!
    Das heißt: es wird eine Behauptung aufgestellt, und will man einen Nachweis erhalten, muß man dafür bezahlen.

  4. Friedrich sagt:

    Was ist wenn der Fahrer nicht genau zu erkennen ist weil der linke Außenspiegel ein Teil vom Gesicht verdeckt. Es wurde von der Fahrer Seite aus geblitzt. Das Fahrzeug ist ein Vereins Fahrzeug. Es droht ein Führerschein Entzug.

    • bussgeldrechner.org sagt:

      Hallo Friedrich,

      in solch einem Fall sind Sie dazu angehalten, die Identität des Fahrers im Anhörungsbogen anzugeben. Tun Sie das nicht bzw. helfen Sie der Behörde nicht, den verantwortlichen Fahrer zu finden, droht mitunter eine Fahrtenbuchauflage bzw. die Sanktion geht an den Halter des Fahrzeuges über. Nur weil das Bild nicht eindeutig ist, kann die Strafe nicht einfach ausgesessen werden.

      Die Redaktion von bussgeldrechner.org

  5. Sebastian sagt:

    Ist in einem Messprotokoll der exakte Standort zu vorangegangenener Verkehrsschilder ersichtlich?
    Um z.B. die Nichteinhaltung des Mindestabstandes zwischen einer mobilen Blitzanlage und einem Tempobegrenzungsschild zu beweisen?

  6. Max sagt:

    Im Zeugenanhörungsschreiben wurde für Höchsttempo 30 auf einer Strecke im Ort nicht der genaue Mess-Standort angegeben (z.B. „bei Hausnummer XYZ“). Wenn im Bescheid ebenfalls kein genauer Mess-Standort angegeben wird, ist dann die Messung anfechtbar?

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