Private Blitzer: Bußgeld zu erwarten?

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Sind private Blitzer erlaubt?

Ist private Geschwindigkeitsmessung in Deutschland erlaubt?
Ist private Geschwindigkeitsmessung in Deutschland erlaubt?

Ein Blitzer am Straßenrand hat erfüllt gleich zweierlei Funktionen: Zum einen hat dieser eine abschreckende Wirkung, was unmittelbar zu einer Reduzierung der Geschwindigkeit führt. Besonders an Gefahrenstellen kann das nützlich sein.

Zum anderen ist die Geschwindigkeitsüberwachung auch ein wichtiges Mittel der Verkehrserziehung. Denn nur so können Raser enttarnt und zur Rechenschaft gezogen werden. Alles in allem sorgen Blitzer im Straßenverkehr also für eine erhöhte Verkehrssicherheit.

Trotz aller Bemühungen der Polizei und der Behörden stehen Geschwindigkeitsüberschreitungen aber immer noch auf der Tagesordnung. Besonders in Wohn- oder Stadtgebieten herrscht viel Fußgängerverkehr, weshalb Blitzer hier auch zum Schutz anderer Verkehrsteilnehmer vorhanden sind. Aber kann eine Aufstellung nur von staatlicher Seite oder auch privat veranlasst werden?

FAQ: Private Blitzer

Sind private Blitzer erlaubt?

Ja, allerdings haben die Daten aus der Geschwindigkeitsmessung keinerlei rechtliche Beweiskraft.

Darf ich einen privaten Blitzer auf öffentlichem Grund aufstellen?

Nein, Sie dürfen keinen eigenen Blitzer in der Öffentlichkeit aufstellen.

Kann ich einen privaten Blitzer durch ein Unternehmen aufstellen lassen?

Ja. Was Sie dabei beachten müssen, erfahren Sie hier.

Private Geschwindigkeitsmessung: Wie funktioniert das?

Können private Radarkontrollen im Auftrag durchgeführt werden?
Können private Radarkontrollen im Auftrag durchgeführt werden?

Die Verkehrsüberwachung zählt normalerweise zu den Aufgaben der Polizei. Mit dafür zugelassenen Messgeräten dürfen Beamte die Geschwindigkeit im Straßenverkehr messen. Die Genehmigung, Durchführung und Auswertung einer Messung wird von einer Straßenverkehrsbehörde vorgenommen. Wird ein Geschwindigkeitsverstoß festgestellt, kann entweder eine Verwarnung durch die Polizei ausgesprochen oder ein Bußgeldverfahren durch die Bußgeldbehörde eingeleitet werden.

Auf eine behördlich veranlasste Geschwindigkeitsmessung haben Sie als Privatperson also keinen Einfluss. Aber können Sie private Blitzer auf öffentlichem oder privatem Grund aufstellen?

  • Auf privatem Grund: Sie können einen Blitzer auf dem eigenen Grundstück aufstellen, oder eine Blitzer-Attrappe verwenden, um Raser abzuschrecken. Führen Sie tatsächlich eine private Geschwindigkeitsmessung durch, haben die Messergebnisse keinerlei rechtliche Beweiskraft und können damit nicht zu einem Bußgeldverfahren führen.
  • Auf öffentlichem Grund: Auf der Straße, dem Gehweg oder anderen öffentlichen Plätzen dürfen private Blitzer nicht aufgestellt werden. Es kann sich dabei um einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr handeln.
Sie können auch eine offizielle Geschwindigkeitsmessung beantragen, welche von der Polizei durchgeführt wird. Die Häufung von Geschwindigkeitsüberschreitungen kann eine dauerhafte Geschwindigkeitsüberwachung zur Folge haben.
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Private Blitzer durch Unternehmen aufstellen lassen

Normalerweise darf nur an bestimmten Stellen geblitzt werden, nämlich an solchen, an denen die Gefahr eines Unfalls oder einer Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer besonders hoch ist. Doch dies ist nicht überall so. Seit 2013 dürfen beispielsweise in Nordrhein-Westfalen Blitzer überall aufgestellt werden, wo zu schnell gefahren wird.

Diese Regelung erlaubt es Kommunen überall Blitzer einzusetzen, was im Normalfall zu hohen Anschaffungskosten führen würde. Daher werden immer häufiger private Blitzer-Unternehmen mit der Geschwindigkeitsüberwachung beauftragt. Die Kommunen mieten dann die Blitzgeräte bei der Firma an und beauftragen bei dieser gleichzeitig geschultes Personal mit der Installation und der Durchführung der Geschwindigkeitsmessung.

Der Vorteil ist hierbei, dass durch diese Methode die Anschaffungskosten für teure Blitzer-Anlagen entfallen. Wo genau die Messung durch private Blitzer durchgeführt wird, entscheidet allerdings die auftragende Behörde und nicht die Blitzer-Firma. Die Behörde spart so Geld und muss trotzdem nicht auf die Bußgeldeinnahmen verzichten.

Hierbei gilt wie bei jeder Geschwindigkeitsmessung mittels Blitzer, dass eine vorschriftsmäßige Installation und Einstellung des Blitzgeräts erfolgen muss, damit ein Bußgeldbescheid später auch rechtsgültig ist. Kommt es hierbei zu Fehlern, kann der Geblitzte nämlich auch bei einem privaten Blitzer Einspruch gegen den Bußgeldbescheid einlegen.
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