Blitzer: Fehlerhafte Messung, fehlerhafter Bußgeldbescheid

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Eine Blitzer-Fehlmessung ist immer möglich

In ganz Deutschland kommen verschiedene Messgeräte zur Verkehrsüberwachung zum Einsatz. Je nach Technik und Erscheinungsjahr bedürfen die Geräte eines gut geschulten Personals und aufmerksamer Bedienung.

Überläuft dem Blitzer eine fehlerhafte Messung, ist der daraus resultierende Bußgeldbescheid anfechtbar.
Überläuft dem Blitzer eine fehlerhafte Messung, ist der daraus resultierende Bußgeldbescheid anfechtbar.

Es kann sein, dass ein mobiler Blitzer eher eine fehlerhafte Messung ausgibt, als das bei stationären Blitzern der Fall ist. Das liegt daran, dass die Geräte immer wieder neu aufgestellt und eingerichtet werden müssen. Einige Modelle müssen sogar während der Messung in der Hand gehalten werden.

Grundsätzlich können Messfehler bei keinem Blitzer ausgeschlossen werden. Zwar soll der Toleranzabzug mögliche Messungenauigkeiten ausbalancieren, gravierende Messfehler führen aber zwangsläufig zu einem fehlerhaften Bußgeldbescheid.

Welche Messfehler bei einem Blitzer auftreten, und wie bei einem Blitzer überhaupt eine fehlerhafte Messung entstehen kann, haben wir für Sie zusammengefasst.

Wie kommt es bei einem Blitzer zum Messfehler?

Besonders anfällig sind mobile Blitzer. Eine fehlerhafte Messung kann auf ein falsch ausgerichtetes Gerät zurückzuführen sein.
Besonders anfällig sind mobile Blitzer. Eine fehlerhafte Messung kann auf ein falsch ausgerichtetes Gerät zurückzuführen sein.

Wenn Blitzer Fehler machen, dann kann das einerseits an der Technik liegen, andererseits am Messverfahren, das heißt, der Bedienung des Geräts. Piezosensoren gelten allgemein als zuverlässig, weil sie fest unter der Fahrbahn verbaut sind.

Mobile Radar- oder Lasermessgeräte hingegen, die den Standort ständig wechseln, werden oft falsch platziert oder verfügen nicht über eine aktuelle Eichung.

Manchmal liegt es deshalb nicht am Blitzer, dass eine fehlerhafte Messung zustande kommt, sondern an der Anwendung oder Auswertung.

Je nach Gerät werden bei einer Geschwindigkeitsmessung mehrere Hundert Messdaten erfasst. Es entsteht ein Datenpaket, welches dann von einer Auswertungssoftware der Bußgeldstelle geöffnet wird.

Wenn nun Blitzer- und Auswertungssoftware nicht auf demselben Stand sind, etwa die des Blitzers älter ist, kann es passieren, dass die Auswertungssoftware die Messdaten interpretiert, anstatt sie einfach anzuzeigen.

Fachanwälte für Verkehrsrecht raten deshalb immer dazu, Akteneinsicht zu beantragen und sich das Messprotokoll genau anzusehen.

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Typische Fehler bei Blitzern

Blitzer-Fehlmessung: Nicht immer ist die Technik schuld.
Blitzer-Fehlmessung: Nicht immer ist die Technik schuld.

Dass einem Blitzer Fehler unterlaufen können, ist bekannt. Obwohl das nicht immer an der Technik liegt, gibt es doch einige technische Aspekte, die bei einem Blitzer eine fehlerhafte Messung zufolge haben können. Im Folgenden finden Sie einige typische Fehler, die im Zusammenhang mit Blitzern auftreten können:

  • Falsch aufgestellter Blitzer: Eine fehlerhafte Messung entsteht, wenn das Gerät nicht richtig montiert wurde. Anfällig sind hier natürlich mobile Radarfallen, die immer wieder neu ausgerichtet werden. Wenn dies nicht im korrekten Winkel und Abstand zur Fahrbahn geschieht, sind auch die Messdaten nicht akkurat.
  • Reflexion: Befinden sich große Flächen in der Nähe, beispielsweise eine Hauswand oder auch ein LKW, passiert es leicht, dass die vom Blitzer ausgehenden Impulse davon – und nicht vom vermeintlich gemessenen Fahrzeug – reflektiert werden. Anfällig dafür sind vor allem Radar- und Lasermessgeräte.
  • Falsche Zuordnung: Manchmal werden die gemessenen Werte dem falschen Fahrzeug zugeordnet. Dies passiert beispielsweise, wenn der Blitzer mehrere Fahrspuren oder eine längere Strecke anvisiert, auf der mehrere Fahrzeuge nebeneinander fahren. Ein Überholmanöver kann die Geschwindigkeitsmessung ebenso beeinträchtigen. Weiterhin gibt es ältere Blitzer, die noch nicht digital sind und bei denen die Auswertung erst später geschieht. So kommt es unter Umständen zu falschen Zuordnungen.
  • Abgelaufene Eichung: Jeder Blitzer muss geeicht sein, so schreibt es das Verkehrsrecht vor. Vernachlässigt die zuständige Behörde die Aktualisierung des Eichdatums, ist auch der Blitzer bzw. die fehlerhafte Messung anfechtbar.

Wie finden Sie heraus, ob es sich in Ihrem Fall um eine Blitzer-Fehlmessung handelt? Auf dem Bußgeldbescheid gibt es wenig Anhaltspunkte dafür.

Manche Autofahrer merken sofort, dass bei der Geschwindigkeitsmessung etwas schief gelaufen ist, weil sie z. B. mit Tempomat fahren. Auch hier hilft am Ende aber nur die Akteneinsicht, um festzustellen, wo genau der Blitzer einen Fehler gemacht hat. Dies nachzuweisen ist dann die Aufgabe des Blitzeranwalts.

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