Blitzer beantragen: So wehren Sie sich gegen Raser

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Kann ich einen Blitzer beantragen?

Einen Blitzer zu beantragen, ist nicht möglich.
Einen Blitzer zu beantragen, ist nicht möglich.

Gerade in Wohngebieten können Raser eine echte Gefahr werden. Anwohner sind oftmals genervt und fürchten um die Sicherheit von Kindern und älteren Menschen. Es gibt jedoch Möglichkeiten, sich gegen die fortwährenden Verkehrsdelikte zu wehren. Allerdings ist es nicht möglich, eine Geschwindigkeitskontrolle direkt zu beantragen.

Einen Blitzer zu beantragen, ist jedoch kein leichtes Unterfangen und eine direkte Antragstellung ist so auch gar nicht möglich. Im Kampf gegen Raser geht es vor allem darum, auf die Situation im eigenen Wohngebiet oder der Straße aufmerksam zu machen.

Es gibt keine Möglichkeit, bei einer Behörde einen Blitzer offiziell zu beantragen!

Raser bei der Polizei anzeigen

Eine Geschwindigkeitsmessung zu beantragen kann zeitraubend sein.
Eine Geschwindigkeitsmessung zu beantragen kann zeitraubend sein.

Obwohl laut Verkehrsrecht Bußgelder, Punkte in Flensburg oder sogar ein Fahrverbot drohen, sind Geschwindigkeitsverstöße auf deutschen Straßen oft anzutreffen. Um gegen das Rasen vorzugehen, können Anwohner die Fahrer bei der Polizei anzeigen.

Ort und Zeit des Geschwindigkeitsverstoßes sind genauso anzugeben wie das Kennzeichen des Fahrzeugs. Hilfreich sind auch Marke, Modell und Farbe des Autos.

Im Idealfall kennen Sie sogar Aussehen und Name des Verkehrssünders. Je weniger Informationen Sie vorzuweisen haben, desto eher wird die Anzeige folgenlos bleiben. Kommt es dagegen zum Gerichtstermin, müssen Sie als Zeuge aussagen.

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Die städtische Verkehrswacht informieren

Die Deutsche Verkehrswacht hat sich der Sicherheit im Straßenverkehr verschrieben. Sie kann über die wiederholten Geschwindigkeitsüberschreitungen informiert werden und führt dann möglicherweise symbolische Geschwindigkeitskontrollen zusammen mit der Polizei durch. Häufen sich bei diesen Kontrollen die Verstöße, können die Beamten die Straße unter Umständen auch mit einer mobilen Geschwindigkeitsmessung zu überprüfen. Es gilt jedoch ähnlich wie beim Blitzer: Beantragen lässt sich auch hier nichts direkt – die Entscheidung liegt im Ermessen der Polizei.

Unterschriften sammeln

Dass es nicht möglich ist, einen Blitzer direkt zu beantragen, hat einen einfachen Grund: Es braucht eine akute Gefährdung durch Raser, ehe die Polizei handeln und eine feste Radaranlage installieren kann. Das kann zum Beispiel ein Unfall sein. Es ist jedoch möglich, Unterschriften zu sammeln und eine Bürgerinitiative zu gründen, durch die das Problem an die Öffentlichkeit gelangt.

Verkehrsberuhigter Bereich

Einen verkehrsberuhigten Bereich zu beantragen, ist aussichtsreicher, als einen Blitzer zu bestellen.
Einen verkehrsberuhigten Bereich zu beantragen, ist aussichtsreicher, als einen Blitzer zu bestellen.

Je mehr Unterschriften zusammengekommen sind, desto höher sind Ihre Chancen im nächsten Schritt – dem Antrag auf einen verkehrsberuhigten Bereich. Dieser wird beim zuständigen Straßenverkehrsamt eingereicht und sollte unbedingt folgende Punkte beinhalten:

  • Wer stellt den Antrag?
  • Welche Straße bzw. welches Gebiet soll verkehrsberuhigt sein? (Straßen inkl. Hausnummern, eventuell mit einer Karte)
  • Welche Gründe sprechen dafür? (Kindergärten, Schulen, fehlende Gehwege, zunehmender Durchgangsverkehr, häufige Geschwindigkeitsverstöße, Lärm, Gefährdungssituation etc.)
  • Wer spricht sich für die Verkehrsberuhigung noch aus? (Unterschriftenliste)

Zudem können auch Lösungsvorschläge angegeben werden: zum Beispiel den Bau von Fahrbahnschwellen oder Plateaupflastern. Sie können aber auch einen stationären Blitzer beantragen. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass dies nur Vorschläge sind – einen Blitzer direkt zu beantragen, ist auch für einen verkehrsberuhigten Bereich nicht möglich.

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Blitzer anfordern beim Blitzmarathon

Die Polizei führt in vielen Bundesländern regelmäßig einen Blitzmarathon durch. An diesem Tag werden verstärkt Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. In diesem Kontext ist es auch möglich, der Polizei stark frequentierte Stellen zu melden. Je mehr Bürger einen Brennpunkt benennen, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass dort auch geblitzt wird.

Polizei und Behörden reagieren nicht: Was nun?

Eine Attrappe ist legal - einen echten stationären Blitzer zu beantragen ist dagegen unmöglich.
Eine Attrappe ist legal – einen echten stationären Blitzer zu beantragen ist dagegen unmöglich.

Obwohl die Situation für die Anwohner vielleicht unerträglich oder sogar gefährlich ist, können die verantwortlichen Stellen nicht immer etwas dagegen tun – oftmals ist hier Personalmangel der Grund. Ist es möglich, einen privaten Blitzer zu bestellen?

Ein eigener Blitzer zur Geschwindigkeitskontrolle durch Privatpersonen ist allerdings nicht legal.

Nur öffentlichen Stellen wie die Kommune oder die Polizei ist es gestattet, Geschwindigkeitsmessgeräte aufzustellen. Auf dem eigenen Grundstück können Anwohner höchstens eine Blitzerattrappe verwenden, die jedoch keinen Blitz abgeben darf.

Verändert sich auf lange Sicht nichts an der Verkehrssituation, ist es auch möglich, Klage einzureichen.

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2 Kommentare

  1. Uwe sagt:

    Wir wohnen in Oldenburg/Oldenburg und in einer 30er Zone. Leider, obwohl ich mittlerweile schon im 8 Jahr dabei bin und versuche die Verkehrslengung/ Polizei und Ordnungsamt dazu zu bewegen das hier mehr Kontrollen oder andere Massnahmen stattfinden müssten, passiert hier rein gar nichts. Man wird damit abgespeist, wenn die Verkehrslengung behauptet „Wir haben Messungengen durchgeführt und die haben keine Auffälligkeiten gezeigt. Dabei wird zu 80-90% zu schnell gefahren. Meistens ab 40 km aufwärts. Wir gesagt: wir wohnen in Oldenburg in der Gmeisemaustr. und den ganzen Nebenstrassen wo auch überall 30 gefahren werden sollte was aber leider wohl keinen interessiert. Anrufe, Unterschriftensammlung sogar persönliche Vorsprache beim zuständigen Amt hat nichts bewirkt. Es wäre zu schön, sollte es mal wieder etwas ruhiger werden. Es nervt doch schon mit den Jahren, wenn man bei weit über 3000 Autos/ LKWs gegen Windmühlen kämpft.
    MfG

  2. Norman sagt:

    Hallo Uwe,
    erst einmal fühle ich mit Dir ! Wir wohnen ebenfalls in einem verkehrsberuhigten Straße , Behrens Ring in Oldenburg wo 7km/h erlaubt ist. Wir haben einen ganz besonderen Raser der mit 50 / 60 hier durchfährt. Wenn man ihn ein anspricht und ihn unter Druck setzt dann zeigt er einen sogar an. Die Stadt oder Polizei macht rein gar nichts !! Es muss erst was passieren .

    Ich dokumentiere jede email , jedes Gespräch und wenn mal was passiert, bin ich der erste der die Hand hebt.

    Man fühlt sich den Rasen hilflos ausgesetzt und sie haben keinerlei Rechtsbewusstsein.

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