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Rechts überholen: Ist das innerorts erlaubt?

Welche Folgen ein verbotener Überholvorgang in der Stadt haben kann

Ist das Rechtsüberholen innerorts in jedem Fall verboten?

Ist das Rechtsüberholen innerorts in jedem Fall verboten?

Einigen Autofahrern geht es im Straßenverkehr einfach nicht schnell genug, weshalb sie sich gerne mal über geltendes Überholverbot hinwegsetzen oder schlichtweg falsch überholen. Dass sie allerdings nicht nur andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr bringen, sondern auch sich selbst, bedenken dabei wohl die wenigsten.

Welche Vorschriften beim Überholen beachtet werden müssen, definiert § 5 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO). Die wohl wichtigste Regel befindet sich bereits im ersten Absatz: „Es ist links zu überholen.“ Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass Autofahrer rechts überholen, wenn sie innerorts unterwegs sind.

In diesem Ratgeber informieren wir Sie darüber, wie das Rechtsüberholen innerorts gemäß Bußgeldkatalog geahndet wird und ob es möglicherweise Situationen gibt, in denen es erlaubt ist, innerhalb geschlossener Ortschaften rechts zu überholen.

Welche Sanktionen drohen, wenn Sie innerorts rechts überholen?

Rechts überholen: Innerorts droht ein Verwarngeld, wenn dies nicht gestattet war.

Rechts überholen: Innerorts droht ein Verwarngeld, wenn dies nicht gestattet war.

Setzen Sie innerhalb geschlossener Ortschaften zu einem Überholvorgang an, treiben Sie dadurch das Unfallrisiko unweigerlich in die Höhe. Aus diesem Grund müssen Sie mit Ahndungen aus dem Bußgeldkatalog rechnen, wenn Sie bei einem solchen Fehlverhalten erwischt werden.

Wenn Sie rechts überholen, obwohl dies innerorts verboten ist, müssen Sie in der Regel mit einem Verwarngeld in Höhe von 30 Euro rechnen. Dieser Betrag kann auf 35 Euro steigen, wenn damit außerdem eine Gefährdung oder eine Sachbeschädigung einherging.

Wichtig: Sie sollten sich im Vorfeld darüber informieren, wann es verboten ist, rechts zu überholen, wenn Sie innerorts mit dem Auto unterwegs sind. Es gibt nämlich diverse Situationen, in denen Sie für das Rechtsüberholen nicht mit Sanktionen rechnen müssen. Welche das sind, klären wir im Folgenden.

Wann darf man innerorts gegebenenfalls doch rechts überholen?

In gewissen Situationen ist es dem Verkehrsrecht zufolge erlaubt, rechts zu überholen, wenn Sie innerorts mit dem Auto unterwegs sind. Die jeweiligen Umstände sind ebenfalls in der StVO festgehalten. Demzufolge bedarf es folgender Voraussetzungen:

Rechts überholen: In der Stadt ist dies unter gewissen Voraussetzungen erlaubt.

Rechts überholen: In der Stadt ist dies unter gewissen Voraussetzungen erlaubt.

  • Hat ein Autofahrer links geblinkt, sich dort eingeordnet und wartet nun darauf, seinen Abbiegevorgang durchführen zu können, ist es erlaubt, ihn rechts zu überholen – auch innerorts (§ 5 Absatz 7 StVO). Das Gleiche gilt in Bereichen, in denen der Verkehr durch Ampeln geregelt ist.
  • Besitzen mehrere Fahrstreifen innerhalb geschlossener Ortschaften Markierungen für eine Richtung, dürfen Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 3,5 Tonnen rechts schneller fahren als links (§ 7 Absatz 3 StVO).
  • Des Weiteren dürfen Schienenfahrzeuge wie Straßenbahn, Tram oder ähnliches nur rechts überholt werden. Befinden sich die Schienen zu weit an der rechten Seite und das Überholen ist daher von rechts nicht möglich, ist es auch erlaubt, links zu überholen. Das Gleiche gilt, wenn die Fahrbahn nur in eine Richtung verläuft.

Eine weitere Ausnahme, die es erlaubt, rechts zu überholen, wenn Sie innerorts unterwegs sind, befindet sich in § 5 Absatz 8 StVO und richtet sich ausschließlich an Mofa- und Fahrradfahrer. Wenn genug Platz ist und die genannten Fahrer langsam und vorsichtig fahren, dürfen sie wartende Kfz auf dem rechten Fahrstreifen ebenfalls rechts überholen. Innerorts droht demzufolge nicht immer direkt ein Verwarngeld, wenn von der rechten Seite aus überholt wird.

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