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Rechtsfahrgebot – Wann gilt es?

TatbestandBußgeldPunkte
Als Radfahrer das Rechtsfahrgebot missachtet15 €
... mit Behinderung20 €
... mit Gefährdung25 €
... mit Unfall30 €
Als Fahrzeugführer das Rechtsfahrgebot missachtet und Andere gefährdet80 €1
... mit Unfall100 €1

Was ist das Rechtsfahrgebot?

Sind Sie auf der Straße unterwegs, sollten Sie sich an das Rechtsfahrgebot laut StVO halten.

Sind Sie auf der Straße unterwegs, sollten Sie sich an das Rechtsfahrgebot laut StVO halten.

Auf allen öffentlichen Kraftfahrstraßen, Autobahnen sowie außerhalb geschlossener Ortschaften gilt das Rechtsfahrgebot in Deutschland. Das heißt: Wenn Sie mit einem Fahrzeug auf der Straße unterwegs sind, müssen Sie sich möglichst weit rechts halten. Auch in § 2 der Straßenverkehrsordnung (StVO) ist das Rechtsfahrgebot festgehalten.

Demnach gilt diese Regel „nicht nur bei Gegenverkehr, beim Überholtwerden, an Kuppen, in Kurven oder bei Unübersichtlichkeit“, sondern immer dann, wenn Sie eine Straße benutzen.

Doch gibt es auch Ausnahmen von dieser Regel? Und welches Bußgeld droht bei einem Verstoß gegen das Rechtsfahrgebot nach StVO?

Ausnahmen vom Rechtsfahrgebot

Es gibt im Verkehrsrecht auch Ausnahmen, die das Rechtsfahrgebot auf Straßen oder Autobahnen einschränken. Besonders beim Rechtsfahrgebot innerorts gelten dabei besondere Regeln. Als Ausnahmen zählen dabei folgende:

  • Wenn Fahrbahnen mehrere Fahrstreifen für eine Richtung aufweisen, dürfen Kraftfahrzeuge auch vom Gebot, möglichst weit rechts zu fahren, abweichen. Das ist dann der Fall, wenn die Verkehrsdichte es zulässt, zum Beispiel wenn der Verkehr auf einer Autobahn ins Stocken gerät.
  • Das Rechtsfahrgebot innerorts gilt für alle Fahrzeuge bis 3,5 t Gesamtgewicht laut § 7 der StVO nicht. Sie können den Fahrstreifen frei wählen und rechts auch durchaus schneller fahren, als auf der linken Spur. Das Rechtsfahrgebot in der Stadt und somit innerhalb geschlossener Ortschaften gibt es also nicht.
  • Das Rechtsfahrgebot auf der Autobahn gilt in Deutschland laut § 7 der StVO ebenfalls nicht immer zwingend. Sind Sie auf der Autobahn oder auf anderen Straßen mit mindestens drei Fahrstreifen für eine Richtung unterwegs, können Sie ebenfalls den Mittelstreifen durchgängig befahren, wenn hin und wieder rechts ein Auto fährt. Sind mehr als drei Fahrstreifen vorhanden, gilt dieses Gebot entsprechend für den zweiten Fahrstreifen von rechts. Sie dürfen allerdings niemals auf der mittleren bzw. zweiten Spur von rechts fahren, wenn Sie dabei andere Verkehrsteilnehmer behindern oder wenn die rechte Fahrspur komplett frei ist.

Das Rechtsfahrgebot beim Überholen

Auch wenn Sie auf Fahrbahnen unterwegs sind und von einem anderen Fahrzeug überholt werden, gilt das Rechtsfahrgebot entsprechend.

Besonders beim Überholen sollten Sie auf das Rechtsfahrgebot achten.

Besonders beim Überholen sollten Sie auf das Rechtsfahrgebot achten.

Setzt ein Auto hinter Ihnen zum Überholvorgang an, sollten Sie sich bemühen, möglichst weit rechts zu fahren, um den Überholenden nicht beim Überholvorgang zu behindern.

Außerdem helfen Sie somit dabei, dass das Überholen schnell und sicher abgeschlossen werden kann.

Das ist besonders im Hinblick darauf sinnvoll, dass ein Überholvorgang eines LKW höchstens 45 Sekunden dauern sollte.

Das Rechtsfahrgebot missachtet?

Wenn Sie sich im Straßenverkehr nicht an das Rechtsfahrgebot halten, können ein Bußgeld und Punkte in Flensburg auf Sie zukommen. Verstoßen Sie gegen das Gebot und gefährden dadurch den Gegenverkehr, sind ein Bußgeld beim Rechtsfahrgebot von 80 Euro und ein Punkt in Flensburg fällig.

Kommt es dabei zu einem Unfall, sind es bereits 100 Euro. Gleiches gilt, wenn Sie sich beim Überholtwerden nicht daran halten, möglichst weit rechts zu fahren.

Sind Sie als Fahrradfahrer unterwegs und halten sich nicht an das entsprechende Rechtsfahrgebot, kann auch eine Geldbuße die Folge sein. Denn: Fahren Sie nicht rechts, obwohl ein markierter Schutzstreifen diesen Abschnitt der Straßen für Fahrradfahrer definiert, kommt ein Verwarngeld von 15 Euro auf Sie zu. Je nachdem, ob Sie dabei weitere Verkehrsteilnehmer behindern, gefährden oder es gar zu einem Unfall kommt, steigert sich das Bußgeld entsprechend.

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2 Kommentare

  1. Thomas F. sagt:

    Muss man in der Probezeit dann ein Aufbauseminar absolvieren wenn ich die 100€ strafe + ein Punkt bekommen habe?

    • bussgeldrechner.org sagt:

      Hallo Thomas,
      es wird sich dabei um einen sogenannten A-Verstoß handeln und dann ist mit derlei Konsequenzen zu rechnen.
      Ihr Team von Bußgeldrechner.org

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