Schmerzensgeld bei einer Sprunggelenksfraktur: Finanzieller Ausgleich möglich?

Wenn das Auftreten schwerfällt, kann eine Entschädigung erfolgen

Schmerzensgeld für Ihr Sprunggelenk? Wurden Sie beim Unfall verletzt, ist das möglich.
Schmerzensgeld für Ihr Sprunggelenk? Wurden Sie beim Unfall verletzt, ist das möglich.

Eine Sprunggelenksfraktur ist eine der häufigsten Knochenbrüche im Bereich der Beine. Hierbei kommt es zu einem Bruch des Außen- oder Innenknöchels, des unteren Schienbeinendes oder des Sprungbeins, was zu Schmerzen und großen Schwierigkeiten beim Auftreten und Laufen führen kann.

Eine Sprunggelenksfraktur kann Geschädigte im Alltag demnach stark einschränken. In den meisten Fällen wird der Bruch durch eine Unfallsituation ausgelöst, sodass Sie einen Anspruch auf Schmerzensgeld haben können.

Sind Sie gar nicht oder teilverschuldet an diesem Unfall, ist die Zahlung von Schmerzensgeld nach einer Sprunggelenksfraktur durch den Unfallgegner möglich. Aber wie viel Geld können Sie zum Ausgleich für die Verletzung erhalten? Wie kann Schmerzensgeld für das Sprunggelenk eingefordert werden?

Sprunggelenksfraktur: Wann wird Schmerzensgeld gezahlt?

Für eine Sprunggelenksfraktur kann Schmerzensgeld gefordert werden, wenn Sie un- oder teilschuldig sind.
Für eine Sprunggelenksfraktur kann Schmerzensgeld gefordert werden, wenn Sie un- oder teilschuldig sind.

Grundsätzlich können Sie Schmerzensgeld bei einer Sprunggelenksfraktur vom Unfallgegner einfordern, wenn Sie keine Schuld am Unfall tragen oder lediglich teilschuldig sind.

Je nachdem, wie Ihr Mitverschulden in der Unfallsituation bewertet wird, kann der Anspruch höher oder niedriger ausfallen.

In jedem Fall lohnt es sich, Schmerzensgeld beim Schädiger zu beantragen. Dies können Sie ganz einfach formlos beim Unfallverursacher oder dessen Versicherung tun. Letztere ist dann dafür verantwortlich, die Höhe des Schmerzensgeldes zu bestimmen und den Betrag an Sie auszuzahlen.

Beachten Sie: Oft verlangen Versicherungen von Unfallgeschädigten das Unterschreiben einer Abfindungsvereinbarung. Sie sollten allerdings beachten, dass Sie mit Ihrer Unterschrift jegliche Ansprüche auf eine weitere Entschädigung – auch in Zukunft – abtreten. Solch eine Erklärung sollten Sie nicht unterschreiben, besonders dann nicht, wenn Sie vorher nicht mit einem Anwalt darüber gesprochen haben.

Dieser kann Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen und für Sie den bestmöglichen Ertrag aus der unglücklichen Situation herausholen. Das ist auch dann sinnvoll, wenn sich die gegnerische Versicherung bzw. der Unfallgegner an sich gegen die Schmerzensgeldforderung weigert.

Wie hoch ist das Schmerzensgeld bei einer Sprunggelenksfraktur?

Schmerzensgeld bei einer Sprunggelenksfraktur: Ein Auftreten nach dem Bruch ist aschwierig.
Schmerzensgeld bei einer Sprunggelenksfraktur: Ein Auftreten nach dem Bruch ist aschwierig.

Feste Beträge, wie hoch das Schmerzensgeld bei einer Sprunggelenksfraktur ausfallen kann, gibt es nicht.

Vielmehr orientieren sich sowohl Gerichte als auch Versicherungen an sogenannten Schmerzensgeldtabellen, die beispielsweise vom ADAC oder dem Oberlandesgericht Celle erstellt werden.

Diese Schmerzensgeldtabellen beinhalten Gerichtsurteile zum Thema Schmerzensgeld und geben Erfahrungs­werte bei dieser Verletzung vor, welche die Einstufung der Höhe der Entschädigung vereinfachen soll. Der folgende Auszug aus einer Schmerzensgeldtabelle soll Ihnen einige Beispiele dafür zeigen, wie hoch das Schmerzensgeld nach einer Sprunggelenksfraktur ausfallen kann:

VerletzungSchmer­zensgeld­summeGericht, Jahr (Akten­zeichen)
Schwere Sprung­gelenks­fraktur8.000 EuroOLG Hamm, 04.02.2014 (AZ: 9 U 149/13)
Fußfraktur / Sprung­gelenks­fraktur, Knie­verletzung, HWS-Syndrom6.666 EuroOLG Köln, 04.06.2012 (AZ: 5 U 1/12)
Sprung­gelenks­fraktur (Sprung­gelenks­stauchungs­fraktur), Schürf­wunden5.250 EuroOLG Celle, 03.07.2014 (AZ: 5 U 6/14)
Sprung­gelenks­fraktur4.000 EuroAG Koblenz, 28.06.2013 (AZ: 411 C 2278/12)

Wieso wird Schmerzensgeld eigentlich gezahlt? Grundsätzlich kommt dem Geld eine doppelte Funktion zu: die Ausgleichs- und die Genugtuungsfunktion. Ein Unfall, der mit erheblichen körperlichen Schmerzen einhergeht, bedeutet je nach Schwere auch immer eine gewisse Einschränkung für den Betroffenen. Schmerzensgeld soll dabei einen Ausgleich für diese Beeinträchtigungen bieten.

Gleichzeitig soll durch die Genugtuungsfunktion eine Befriedigung des Erlittenen insgesamt erreicht werden. Nicht nur die körperliche Beeinträchtigung soll demnach durch das Schmerzensgeld bei einer Sprunggelenksfraktur ausgeglichen werden, sondern alle Unannehmlichkeiten, die der Unfall für das Opfer bedeutete.

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1 Kommentar

  1. Annemarie A. sagt:

    Habe bei meiner Freundin im Hof etwas zur Mülltonne gebracht. Hatte tagelang geregnet,war besonders vorsichtig. Der Hof war mit Moos bedeckt. Trotzdem bin ich am Rand aus gerutscht und habe mir eine Weber& Knövchelfraktion zugezogen. Die Konzeqwenzen sind für mich persönlich schlimm. Bin 70.Jsahre.

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