Wovon ist beim Schmerzensgeld die Höhe abhängig?

Schmerzensgeldberechnung: Wie viel Schmerzensgeld steht mir zu?

Schmerzensgeld: Die Höhe lässt sich nicht einfach berechnen.
Schmerzensgeld: Die Höhe lässt sich nicht einfach berechnen.

Nach deutschem Recht steht jedem, der durch die Handlung eines Dritten geschädigt worden ist, Schadensersatz zu. Dem Verursacher des Schadens obliegt die Pflicht, den Zustand wiederherzustellen, der vor dem schädigenden Ereignis vorlag.

Beim Sachschaden nach einem Verkehrsunfall, ist das mit einer Reparatur getan, aber wie sieht es beim Personenschaden aus? Schmerzen, Folgeschäden oder fortdauernde Einschränkungen müssen auch irgendwie entschädigt werden. Die Wiedergutmachung besteht in einem Schmerzensgeld.

Welche Höhe beim Schmerzensgeld angesetzt wird, ist aber vom Einzelfall abhängig. Dieser Ratgeber klärt Sie darüber auf, wie die Berechnung vom Schmerzensgeld abläuft, was es mit der Schmerzensgeldtabelle in Deutschland auf sich hat und welche rechtlichen Grundlagen gelten.

FAQ: Höhe des Schmerzensgeldes

Wie viel Schmerzensgeld steht mir zu?

Dies hängt immer vom konkreten Einzelfall ab. Können Sie sich mit dem Schädiger nicht auf eine Summe einigen, bleibt meist nur die Klage. In diesem Fall entscheidet das Gericht, welches Schmerzensgeld angebracht ist.

Welche Faktoren beeinflussen die Höhe des Schmerzensgeldes?

Unter anderem sind hier die Art und Schwere der Verletzung entscheidend sowie die Folgen für den Geschädigten und ob die Verletzung dauerhaft ist. Weitere wichtige Faktoren finden Sie hier.

Wozu dienen Schmerzensgeldtabellen?

Schmerzensgeldtabellen listen Einzelfälle auf, in denen Gerichte Schmerzensgelder verhängt haben, und nennen die jeweiligen Beträge. Andere Gerichte können sich anhand dieser Tabellen orientieren, wenn sie über einen ähnlichen Fall urteilen müssen. Sie sind jedoch nicht verpflichtet, sich an die Beträge in den Schmerzensgeldtabellen zu halten.

Anspruch auf Schmerzensgeld: Welche Höhe ist realistisch?

Im Gesetz steht zur Berechnung vom Schmerzensgeld bzw. seiner Höhe nichts geschrieben.
Im Gesetz steht zur Berechnung vom Schmerzensgeld bzw. seiner Höhe nichts geschrieben.

Bei Schadensersatz wird unterschieden zwischen materiellen und immateriellen Schäden.

Erstere sind Vermögensschäden – hier schmerzt in der Regel nur das Portemonnaie.

Immer dann, wenn jemand durch eine Handlung eines Dritten finanziell geschädigt worden ist, muss der Verursacher entweder die Reparatur bezahlen oder einen geldlichen Ausgleich leisten.

Dies ist beispielsweise nach einem Unfall mit Blechschaden oder bei einer Vertragsverletzung der Fall.

Anders verhält es sich beim immateriellen Schaden. Hier gibt es konkrete Schmerzen, körperliche bzw. psychische Leiden, welche wiedergutgemacht werden müssen. Mit einer Reparatur bzw. mit der medizinischen Versorgung ist dies in der Regel nicht getan.

Neben der reinen objektiven Ausgleichsfunktion, welche auch der Schadensersatz bei Sachgütern innehat, gibt es beim Schmerzensgeld auch eine Genugtuungs­funktion. Dadurch soll dem subjektiv erlebten Leid eines Geschädigten Rechnung getragen werden.

Doch wann besteht eigentlich juristisch ein Anspruch auf Schmerzensgeld? Die deutsche Rechtsordnung sieht dafür zwei Begründungen vor. Klassischerweise ergeben sich Schmerzensgeldansprüche, wenn jemand vorsätzlich bzw. fahrlässig das Leben bzw. die körperliche Unversehrtheit einer Person verletzt. Hierbei handelt es sich um die sogenannte Delikthandlung. Darüber hinaus gibt es aber auch noch die Gefährdungshaftung, welche beim Verkehrsunfall zum Tragen kommt.

Delikthaftung

Übt eine Person vorsätzlich oder fahrlässig Gewalt gegenüber einer anderen aus und kommt es dabei zu einer Verletzung wie bei z. B. einer Schlägerei, basiert der Anspruch auf Schmerzensgeld auf dem Deliktrecht bzw. dem Recht der unerlaubten Handlungen. Maßgebend sind die Paragraphen 823-852 im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB).

Geregelt wird darin der Schadensersatz in Situationen, in denen kein Vertragsverhältnis zwischen den gegnerischen Parteien besteht. Durch die Erfüllung eines Tatbestandes ergibt sich allerdings ein gesetzliches Schuldverhältnis, welches einen Schmerzensgeldanspruch begründet.

Im § 823 BGB heißt es:

(1) Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.

(2) Die gleiche Verpflichtung trifft denjenigen, welcher gegen ein den Schutz eines anderen bezweckendes Gesetz verstößt. Ist nach dem Inhalt des Gesetzes ein Verstoß gegen dieses auch ohne Verschulden möglich, so tritt die Ersatzpflicht nur im Falle des Verschuldens ein.

Bei der Delikthaftung steht und fällt der Anspruch auf Schmerzensgeld mit der Kausalität eines schädigenden Ereignisses. Das bedeutet, dass Schmerzensgeld nur dann gezahlt werden muss, wenn feststeht, dass eine bestimmte, vorsätzliche bzw. fahrlässige Handlung zur Verletzung des Geschädigten geführt hat. Besteht kein kausaler Zusammenhang, kann eine Forderung nicht durchgesetzt werden.

Beim Schmerzensgeld ist die Höhe nach einem Unfall vom Verschuldungsgrad abhängig.
Beim Schmerzensgeld ist die Höhe nach einem Unfall vom Verschuldungsgrad abhängig.

Gefährdungshaftung

Doch nicht nur ein schuldhaftes Verhalten kann Schmerzensgeld­ansprüche begründen. Im § 7 Straßenverkehrsgesetz (StVG) weicht der Gesetzgeber von der Verschuldungs­haftung ab.

Damit werden beispielsweise auch Verkehrsunfälle, bei denen kein Tatbestand erfüllt wird, schmerzensgeldfähig. Die Teilnahme am Straßenverkehr gilt im Grundsatz als risikoreich.

Demnach gehört eine Verletzung entsprechend zum allgemeinen Lebensrisiko. Bei einer Körperverletzung bzw. dem Tod einer Person durch einen Kfz-Unfall kann sich dennoch ein Anspruch auf Schmerzensgeld ergeben.

7 StVG Abs. 1 beschreibt die Halterhaftung:

Wird bei dem Betrieb eines Kraftfahrzeugs oder eines Anhängers, der dazu bestimmt ist, von einem Kraftfahrzeug mitgeführt zu werden, ein Mensch getötet, der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist der Halter verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen.

Der Halter ist somit für alle Schäden haftbar zu machen, die beim Betrieb seines Fahrzeuges entstehen. Der Paragraph ist selbst auf ruhende Kfz im öffentlichen Raum anwendbar. Bei höherer Gewalt existiert allerdings keine Ausgleichspflicht.

Kommt es beim Verkehrsunfall zu einer Körperverletzung (§ 11 StVG) oder einer Tötung (§ 10 StVG) müssen Heilungskosten sowie Mehrkosten infolge des Unfalls vom Schädiger getragen werden. Verstarb der Geschädigte, muss er die Beerdigung und ggf. Unterhaltszahlungen an die Hinterbliebenen übernehmen.

Gibt es feste Schmerzensgeldsätze? Deutschland lässt viel Spielraum

Die Schmerzensgeldberechnung hängt von den Rahmenbedingungen ab.
Die Schmerzensgeldberechnung hängt von den Rahmenbedingungen ab.

Wurde von einem Richter ein Anspruch festgestellt, geht es darum, die Höhe des Schmerzensgeldes festzusetzen. Dazu gibt es allerdings keine festen Regeln, denn anders als beim Sachschaden kommt nicht nur die Ausgleichsfunktion zum Tragen.

Auch die Genugtuungsfunktion spielt eine große Rolle, welche beim Schmerzensgeld die Höhe mitbestimmt. Es geht also immer um den jeweiligen Einzelfall.

Da jede Verletzung einzigartig ist und stets ihre Eigenheiten hat, kann es beim Schmerzensgeld keine schematische Berechnung geben. Maßgebend ist stets die Entscheidung eines Richters. Es kann zwar auch sein, dass die gegnerische Versicherung auf eine Schmerzensgeldforderung ohne Richterspruch eingeht, allerdings hat bei Streitigkeiten stets das Gericht das letzte Wort.

Doch was sagt das Gesetz zur Höhe des Schmerzensgeldes? Nicht viel – der Gesetzgeber ließ in seiner Ausgestaltung des Rechtsanspruches viel Spielraum. Im § 253 BGB wird der Schadensersatz bei immateriellen Schäden folgendermaßen geregelt:

(1) Wegen eines Schadens, der nicht Vermögensschaden ist, kann Entschädigung in Geld nur in den durch das Gesetz bestimmten Fällen gefordert werden.

(2) Ist wegen einer Verletzung des Körpers, der Gesundheit, der Freiheit oder der sexuellen Selbstbestimmung Schadensersatz zu leisten, kann auch wegen des Schadens, der nicht Vermögensschaden ist, eine billige Entschädigung in Geld gefordert werden.

In dem Paragraphen wird von einer „billigen Entschädigung in Geld“ gesprochen. Was das im Detail bedeutet, bleibt offen. Bei der Frage „Wie viel Schmerzensgeld bekomme ich?“ hilft er zumindest nicht weiter.

Ein Anwalt kann Ihnen helfen, ein mögliches Schmerzensgeld zu berechnen.
Ein Anwalt kann Ihnen helfen, ein mögliches Schmerzensgeld zu berechnen.

Mit dem Grundsatz der Billigkeit wird in der Rechtswissenschaft ein natürliches Gerechtigkeitsempfinden ausgedrückt. Durch die elastische Formulierung im Gesetzestext erhalten die Recht­sprechenden in Deutschland einen großen Spielraum, um die Schmerzensgeldhöhe festzulegen.

Das gibt die Möglichkeit, Härten abzumildern ohne in starren Regelsätzen gefangen zu sein. Es gibt also keine mathematische Formel, mit der die Entschädigungssumme berechnet werden kann.

In Deutschland gibt es keine festen Schmerzensgeldsätze wie beispielsweise in Österreich. Im Nachbarland existiert ein Schmerzensgeld pro Tag und Schmerzintensität. Diese Tagessätze sind nur ein grober Richtwert. Die letzte Entscheidung erfolgt stets durch einen Richter.

Damit gibt es einen klaren Unterschied zwischen Strafrecht und Zivilrecht. Während das Strafgesetzbuch mehr oder weniger feste Strafen für die Erfüllung eines Tatbestandes festlegt, variiert beim zivilrechtlich verhandelten Schmerzensgeld die Höhe enorm. So gibt es beispielsweise beim Schleudertrauma eine Spanne zwischen 250 (Urteil: LG München, 1994) und 13.000 Euro (OLG München, 2014).

Durch das Prinzip der Billigkeit sind die Gerichte dazu angehalten, nicht nur die einzelne Verletzung zu betrachten, sondern stets auch alle Umstände bei der Bemessung vom Schmerzensgeld zu berücksichtigen. Wie hoch die Entschädigung am Ende sein wird, ist daher von vielen Faktoren abhängig.

Höchstes Schmerzensgeld in Deutschland

150 Milliarden Dollar für ein Brandopfer? So entschied ein Gericht in Texas in einem Fall, bei dem Junge einen Achtjährigen an einen Baum gefesselt hat, ihn mit Benzin übergoss und anzündete. Das Opfer überlebte mit schwersten Verbrennungen.

Solche Rekordsummen wie in den USA können hierzulande nicht erwartet werden. Die Schmerzensgeldbeträge können aber dennoch sehr hoch werden. So sprach beispielsweise das Landgericht Aachen im Jahr 2011 einer Familie für einen Geburtsschaden (aufgrund von einem Behandlungsfehler) mit 700.000 Euro das bisher höchste Schmerzensgeld zu. Ein ähnliches Urteil führte 2012 zu einem Schmerzensgeld von 650.000 Euro (KG Berlin).

Wie wird Schmerzensgeld berechnet?

Wurden Operationen durchgeführt, hat das Einfluss auf die Höhe des Schmerzensgeldes.
Wurden Operationen durchgeführt, hat das Einfluss auf die Höhe des Schmerzensgeldes.

Wie berechnet man Schmerzensgeld? Diese Frage ist ohne feste Regelsätze nicht ganz einfach zu beantworten, denn neben der objektiven Ausgleichsfunktion beeinflusst auch ein moralisches Gerechtigkeitsempfinden beim Schmerzensgeld die Höhe.

Die Entschädigung bei einem immateriellen Schaden ist allerdings nicht ganz aus der Luft gegriffen. Gerichte müssen bei der Bemessung eine Vielzahl von Rahmenbedingungen berücksichtigen.

Einflussfaktoren: Verletzungen, Ausmaß und Folgen

Entscheidend sind bestimmte Berechnungsfaktoren beim Geschädigten. Der Fokus liegt dabei auf dem Ausmaß sowie der Intensität einer physischen bzw. psychischen Beeinträchtigung durch ein schädigendes Ereignis. Es spielt außerdem eine Rolle, wie stark und wie lange ein Geschädigter unter den Schmerzen gelitten hat. Einfluss hat auch die Dauer der Beeinträchtigung. Je länger jemand mit den Folgen zu kämpfen hat, desto höher wird das Schmerzensgeld.

Gibt es Folgeschäden? Waren häufig schwere Operationen, eine stationäre Behandlung sowie eine medizinische Rehabilitation notwendig oder reichte eine ambulante Behandlung? Auch diese Frage schlägt sich beim Schmerzensgeld auf die Höhe nieder. Berücksichtigt wird auch das Alter des Verletzten. Eine altersbedingte Verletzungsanfälligkeit (z. B. Osteoporose) könnte beispielsweise die Entschädigungssumme senken.

Die Summe vom Schmerzensgeld kann dagegen erhöht werden, wenn sich die Lebensumstände dramatisch verändern. Ist der Geschädigte pflegebedürftig? Kam es zur Zerrüttung der Partnerschaft oder Familie? Können Hobbys nicht mehr ausgeführt werden? Auch eine zeitlich begrenzte oder nachhaltige Arbeits­unfähigkeit hat Einfluss auf die Höhe des Schmerzensgeldes.

Wenn Richter das Schmerzensgeld berechnen, berücksichtigen sie auch, ob es zu Folgeschäden bzw. fortwährenden Behinderungen über Jahre gekommen ist. Auch bleibende Narben können beim Schmerzensgeld die Höhe beeinflussen.

Schmerzensgeld – die Höhe ist abhängig von folgenden Fragen:

  • Welches Ausmaß, welche Intensität und Dauer hatte die Beeinträchtigung?
  • Welche Stärke und Dauer hatten die Schmerzen?
  • Waren schwere medizinische Eingriffe notwendig?
  • Erfolgte eine stationäre Behandlung?
  • Wie alt ist der Geschädigte?
  • Wie ist das Ausmaß der Lebensbeeinträchtigung?
  • Welche Dauer hatte die Arbeitsunfähigkeit?
  • Gibt es bleibende Behinderungen oder Schäden?
  • Gab es ein Mitverschulden?

Schadensersatz und Mitverschulden

Kann einem Geschädigten ein Mitverschulden nachgewiesen werden, kann dies beim Schmerzensgeld die Höhe senken. Anders als bei einer Alleinschuld des Schädigers, muss der Verursacher oder seine Versicherung dann nicht die Gesamtlast tragen. Grundlage bildet der § 254 BGB. Dieser legt fest, dass der Umfang vom Schmerzensgeld auch vom Ausmaß eines Mitverschuldens abhängig ist. Zu betrachten sind dabei nicht nur Handlungen, sondern auch Unterlassungen.

Meist bestimmt ein Richter die Schmerzensgeldhöhe.
Meist bestimmt ein Richter die Schmerzensgeldhöhe.

Einflussfaktoren beim Schädiger

In die Berechnung vom Schmerzensgeld müssen aber auch noch weitere Faktoren einfließen.

Wie ist es zur Körperverletzung gekommen? Insbesondere der Grad der Verschuldung spielt eine große Rolle.

Handelte der Schädiger vorsätzlich bzw. grob fahrlässig oder lag lediglich eine Gefährdungshaftung vor?

Hatte die Versicherung des Schädigers die Zahlung eines rechtmäßigen Schmerzensgeldes bewusst hinausgezögert, kann die Schadenssumme im Ergebnis erhöht sein. Auch die Vermögensverhältnisse beider Parteien müssen Berücksichtigung finden. Hierbei geht es insbesondere um die Genugtuungs­funktion, welche ein gewisses Maß an Gerechtigkeit verlangt.

Es ist nicht unumstritten, ob die wirtschaftliche Situation der Konfliktparteien Einfluss auf das Schmerzensgeld haben sollte. Eine Seite ist der Auffassung, dass das Recht auf körperliche Unversehrtheit universell sei. Daher dürfe niemand aufgrund der Vermögensverhältnisse bevorzugt bzw. benachteiligt werden.

Die Gegenseite vertritt die Position, dass der Genugtuungsfunktion nur dann Rechnung getragen werden kann, wenn sich auch ein gewisses Maß an Buße und Gerechtigkeitsempfinden bewirken lässt. Beim Schmerzensgeld spielt die Höhe somit eine große Bedeutung.

Gibt es für Schmerzensgeld einen Online-Rechner?

In Anbetracht der vielen Einflussfaktoren, ist es nicht wirklich möglich, das Schmerzensgeld genau zu berechnen. Es gibt schlicht keine Formel, welche die vielen Variablen berücksichtigen kann. In Deutschland wird jeweils per Einzelfall entschieden, wie beim Schmerzensgeld die Höhe ausfällt.

Dennoch gibt es Orientierung. Oftmals kann die Höhe vom Schmerzensgeld in einer Tabelle abgelesen werden, welche sämtliche Urteile zum Schmerzensgeld auflistet.

Schmerzensgeldtabellen sind kein Schmerzensgeldkatalog

Schadensersatz nach einem Unfall: Nicht jede Schmerzensgeldtabelle ist kostenlos.
Schadensersatz nach einem Unfall: Nicht jede Schmerzensgeldtabelle ist kostenlos.

Zunächst muss festgehalten werden, dass es keine Liste für Schmerzensgeld gibt, in der Betroffene einfach ablesen können, wie hoch die Entschädigung ausfallen wird.

Entscheidend ist bei dieser Art von Schadensersatz stets der Einzelfall.

Die Schmerzensgeldtabelle ist kein Katalog, in dem einer Verletzung ein bestimmter Betrag gegenübersteht. Stattdessen handelt es sich um eine Sammlung von Urteilen.

Bei der Bemessung vom Schadensersatz bzw. Schmerzensgeld kann die Tabelle lediglich eine Orientierung bieten. Finden sich ähnlich geartete Fälle zu Forderungen von Schmerzensgeld in der Auflistung, ergibt dies einen gewissen Rahmen, in welcher Höhe die Entschädigung sein wird.

Aber: Ein Richter ist nicht bei der Berechnung von Schmerzensgeld an die Liste gebunden. Ihm obliegt die Aufgabe, ein gerechtes Urteil je nach Einzelfall zu treffen. Die Schmerzensgeldtabelle ist also nicht ausschlaggebend.
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Wovon ist beim Schmerzensgeld die Höhe abhängig?
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17 Kommentare

  1. Lisa sagt:

    Es geht um sexueler missbrauch durch meine tochter ihr trainer
    Hat sie recht auf smerzengeld da sie geistig sehr leidet

    • bußgeldrechner.org sagt:

      Hallo Lisa,
      bei sexuellem Missbrauch kann ein Anspruch auf Schmerzensgeld bestehen. Wenden Sie ggf. an einen Anwalt.

      Ihr Team von Bußgeldrechner.org

  2. Naim sagt:

    Hallo, mir ist in mein Auto eine in Stadt rein gefahren, ich stand und dann knaltte! Nach zwei Tage haben Nacken und Schulterschmerzen angefangen!
    Was soll ich machen, soll ich ein Arzt besuchen?

  3. ozlem sagt:

    ein pkw Ist uber denn fuss zeh gefahren

  4. Gashi sagt:

    Hallo , ich habe eine Unfall mit Fahrrad jetzt ich habe schmerzen und 4 Tage krank geschrieben was soll tun??

  5. Shawa sagt:

    Zuvor hatte ich ein Auto angefahren, als ich ein Fahrrad fuhr, bei dem eine gebrochene Gehirnerschütterung in einer 7-tägigen Augenklinik durch einen Lederstoß gebrochen war Posttraumatische Störung habe ich
    Wie viel Entschädigung

    • bußgeldrechner.org sagt:

      Hallo Shawa,
      eine pauschale Aussage zur Schmerzensgeldhöhe ist grundsätzlich nicht möglich. Denn hierbei gilt es verschiedenste Umstände und Faktoren zu berücksichtigen. Wenden Sie sich daher ggf. an einen fachkundigen Anwalt.

      Ihr Team von Bußgeldrechner.org

  6. Sabrina sagt:

    Ich weiss es jetzt nicht genau, ob das schon verjährt ist, aber vor 4 Jahren bin ich in Ägypten gewesen und habe mich schwer verletzt, indem ich ausgerutscht und mit meinem kiefer auf einen Metallstab geknallt bin. Ich hatte eine grosse Platzwunde, die operativ mit 14 Stichen genäht worden ist. Doch schon der Weg ins Krankenhaus war seriös. Erst wollten sie mich mit dem Taxi fahren, doch dann kam der Krankenwagen. Allerdings war er sehr rappelig und die Gurte zum anschnallen waren kaputt. Nach der Operation hatte ich dann eine sehr hässlich genähte Narbe, die jetzt immernoch unschön aussieht. Da ich eine starke Schwellung hatte bekam ich abends immer drei Spritzen und einmal wurden die Medikamente geklaut. Beim Fäden ziehen war der Arzt nicht so vorsichtig und hatte sogar 4 Fäden vergessen die mir anschliessend im Hotel von einer Bekannten und wieder in Deutschland von einem Chirurgen entfernt worden sind. Ich war damals 2 Wochen dort im Urlaub und hatte jeden Tag Schmerzen. Auch die Psyche hat bei mir keine ruhe gegeben, denn ich hatte lange noch Alpträume davon und ständige gedanken. Da ich des öfteren stationär in einer psychiatrischen Behandlung war hatte das alles seinen Zusammenhang.
    Damals war ich 11.
    Jetzt bin ich 16 und frage, ob man da noch was machen kann.

    • bußgeldrechner.org sagt:

      Hallo Sabrina,
      wir dürfen keine kostenlose Rechtsberatung geben. Wenden Sie sich daher ggf. an einen Anwalt.

      Ihr Team von Bußgeldrechner.org

  7. Kevin sagt:

    Hallo mir wurde 1 mal mit der flachen hand auf die stirn und 1 mal auf den hinter kopf geschlagen und mit einem barhocker auf den rücken. Habe keine verletzungen am kopf aber habe eine prellung am oberarm, Hws syndrom, prellung hemithorax und ein hämatom auf der linken rücken seite. Wollte mal wissen wie viel schmerzensgeld mir zu steht.

    • bußgeldrechner.org sagt:

      Hallo Kevin,
      pauschale Angaben zur Höhe des Schmerzensgeldes sind in der Regel nicht möglich, da es hierbei die individuellen Umstände zu berücksichtigen gilt.

      Ihr Team von Bußgeldrechner.org

  8. Jens sagt:

    Habe durch einen Sturz linkes Knie Innenbandriss und rechtes Knie innenbandriss….. von ergo Versicherung 450 Euro bekommen…..ok oder hat die Versicherung versucht zu sparen…

  9. DETLEF sagt:

    Guten Tag.Meine Frau wurde von einem Taxi angefahren und das in der Fußgängerzone.Der Taxifahrer hat sein Fehler eingesehen und es geht hauptsächlich um das Schmerzensgeld.Sie hat eine Mittelgesichtsfraktur,Prellungen am Bein und Wade.Desweiteren hat sie sich den Mittelhand gebrochen,sowie alle 5 Finger.Die Kinder haben es im Auto mit ansehen müssen,wie Sie angefahren wurde.Wir sind froh das es bei Knochenbrüche geblieben ist und es hätte schlimmer enden können.Trotzdem möchten ich wissen in welcher Höhe ihr ein Schmerzensgeld zusteht?

    • bußgeldrechner.org sagt:

      Hallo Detlef,
      die Höhe des Schmerzensgeld lässt sich nicht pauschal bestimmen, da hier verschiedenste Faktoren zu berücksichtigen sind. Wenden Sie sich ggf. für eine Einschätzung an einen fachkundigen Anwalt.

      Ihr Team von Bußgeldrechner.org

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