Mit einem Anwalt das Schmerzensgeld durchsetzen: So kommen Sie zu Ihrem Recht

Weshalb rechtlicher Beistand von Vorteil sein kann

Wie können Geschädigte von einem Anwalt in puncto Schmerzensgeld profitieren?
Wie können Geschädigte von einem Anwalt in puncto Schmerzensgeld profitieren?

Wurden Sie unverschuldet in einen Verkehrsunfall mit Personenschaden verwickelt, haben Sie im Regelfall Anspruch auf Schadensersatz. Neben den Reparaturkosten für Ihr Fahrzeug, den Kosten für einen Gutachter oder ein Ersatzfahrzeug können Sie meist auch eine Entschädigung für eine erlittene Verletzung geltend machen.

Diese wird in Form von Schmerzensgeld von der Versicherung des Unfallver­ursachers gezahlt.

Diese versucht jedoch oft, die Höhe so gering wie möglich zu halten oder weigert sich teilweise gänzlich, für entstandene körperliche Schäden aufzukommen. Einen Anwalt in puncto Schmerzensgeld hinzuzuziehen, kann in einem solchen Fall durchaus empfehlenswert sein.

Weshalb es durchaus empfehlenswert sein kann, den Anspruch auf Schmerzensgeld mit einem Anwalt durchzusetzen, wer die Kosten dafür übernimmt und warum das Ganze nicht immer in einer Gerichtsverhandlung münden muss, klärt der folgende Ratgeber.

Mit oder ohne Anwalt Schmerzensgeld einfordern?

Ein Anwalt, der für Schmerzensgeld kämpft, ist mit der Vorgehensweise der Versicherungen bestens vertraut.
Ein Anwalt, der für Schmerzensgeld kämpft, ist mit der Vorgehensweise der Versicherungen bestens vertraut.

Viele Unfallopfer scheuen davor zurück, einen Anwalt, der für Schadensersatz und Schmerzensgeld kämpft, zu konsultieren. Erst wenn es scheinbar keine andere Möglichkeit mehr gibt – die Versicherung beispielsweise partout nicht zahlen will – suchen sie sich rechtlichen Beistand. Einige gehen schlichtweg davon aus, dass die Angelegenheit nur komplizierter werden oder enorme Kosten entstehen würden, wenn sich ein Anwalt dem Schmerzensgeld annimmt.

Oft ist jedoch genau das Gegenteil der Fall: Wenden Sie sich nach einem Unfall an einen Rechtsanwalt, befinden Sie sich normalerweise direkt in guten Händen.

Denn nicht nur beim Schmerzensgeld kann ein Rechtsanwalt ratsam sein. Er weiß genau um die Vorgehensweise der Versicherungen, die teilweise syste­matisch die Ansprüche nach einem Unfall kürzen und das Ganze unnötig in die Länge ziehen, während Betroffene sich immer mehr verunsichern lassen.

Entscheiden Sie sich, mit der Hilfe von einem Anwalt Schmerzensgeld zu beantragen, können Sie sich bereits von Anfang an viel Ärger sparen, wenn Sie sich rechtlich beraten lassen und genau Bescheid wissen, was Ihnen an Geld zusteht. Übrigens: Die Kosten, die ein Rechtsanwalt verursacht, der für Schmerzensgeld kämpft, müssen ebenfalls von der Versicherung des Unfallverursachers getragen werden! Aus diesem Grund sollten Sie sich dieses für Sie kostenlose Angebot nicht entgehen lassen.

Schmerzensgeld einfordern: Kommt es in jedem Fall zu einer Gerichtsverhandlung?

Einige verbinden den Anspruch auf Schmerzensgeld automatisch mit einem Prozess vor Gericht. Dem ist jedoch nicht so:

  • Ein Anwalt kann das Schmerzensgeld genauso mit der gegnerischen Versicherung aushandeln und das Ganze über einen außergerichtlichen Weg regeln.
  • Erst wenn diese sich weigert, zu kooperieren und Sie daraufhin das Schmerzensgeld einklagen müssen, bleibt eine Gerichtsverhandlung nicht aus.
Auch außergerichtlich kann ein Anwalt in puncto Schmerzensgeld viel erreichen.
Auch außergerichtlich kann ein Anwalt in puncto Schmerzensgeld viel erreichen.
  • Wird der Fall vor dem Amtsgericht verhandelt, so besteht kein Anwaltszwang. Kommt er jedoch vor das Landgericht, muss laut § 78 der Zivilprozessordnung (ZPO) ein Anwalt in puncto Schmerzensgeld hinzugezogen werden.
  • Auch wenn Sie rechtlich gesehen keinen Rechtsanwalt benötigen, empfiehlt es sich dennoch, einen zu kontak­tieren und sich beraten zu lassen. Oft ist Betroffenen gar nicht klar, welche Ansprüche Sie genau haben und wie sie diese durchsetzen können.
Ob der Schmerzensgeldprozess mit oder ohne Anwalt bzw. vor dem Amts- oder dem Landgericht verhandelt wird, ist abhängig von der Höhe des Streitwerts. Bis 5.000 Euro ist das Amtsgericht zuständig, bei höheren Beträgen wird der Fall dem Landgericht übertragen.
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1 Kommentar

  1. Gerardo sagt:

    Das ist nicht ganz richtig.
    Ich habe einen Anwalt dazu telefonisch angesprochen zu einem Sportunfall und er meinte, ich müsste mindestens die 1.Beratung (190€ zzgl. MwSt.) selbst tragen, unabhängig vom Ausgang des Gespräches.
    Ich habe keine Ahnung ob das normal ist oder nicht.
    Ich habe ihn auch darauf angesprochen, ob die gegnerische Versicherung diese Kosten übernehmen müsste. Er meint NEIN.
    Das ist sicherlich der Grund, warum viele von uns abgeschreckt werden und für (wahrscheinlich falsch gedachte) „Bagatellen“ nicht diesen Weg gehen.
    Da werde ich mich dann privat mit meinem Fitness Center einigen müssen.

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