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Unfall: Fahrer mit Alkohol im Blut müssen mit Konsequenzen rechnen

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Schadensregulierung nach einem Unfall. Bei Alkohol versteht die Versicherung keinen Spaß!
Schadensregulierung nach einem Unfall. Bei Alkohol versteht die Versicherung keinen Spaß!

Kaum ein Verstoß gegen das Verkehrsrecht wird so streng geahndet wie Alkohol am Steuer. Das Rauschmittel verändert die Wahrnehmung der Autofahrer – beachten diese die geltende Promillegrenze nicht, stellen sie eine Gefahr für alle anderen Verkehrsteilnehmer dar.

2015 entstanden 12.660 Unfälle mit Personenschaden allein durch alkoholisierte Verkehrsteilnehmer: In Sachen Unfallprävention stehen alkoholische Genussmittel stark im Fokus der Behörden. Wenn Fahrer einen Unfall mit Alkohol im Blut auslösen, sind die Folgen daher oftmals schwerwiegend.

Doch welche Strafen drohen genau, wenn Sie einen Unfall verursachen – mit Alkohol im Blut? Und was zahlt die Versicherung bei einem Unfall mit Alkohol als Unfallursache?

Teurer Unfall: Wer mit Alkohol am Steuer verunfallt, riskiert hohe Strafen

Bereits die Bußgelder sind für das Delikt „Alkohol am Steuer“ hoch angesetzt – sie liegen zwischen 500 und 1500 Euro. Verursachen betrunkene Fahrer einen Unfall, begehen sie allerdings keine Ordnungswidrigkeit, sondern eine handfeste Straftat gemäß § 315 c des Strafgesetzbuches (StGB).

Haben Sie betrunken einen Unfall gebaut? Die Strafe ist hoch!
Haben Sie betrunken einen Unfall gebaut? Die Strafe ist hoch!

Das bedeutet: Lösen sie einen Unfall unter Alkohol- oder Drogeneinfluss aus, müssen sie mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder einer entsprechend hohen Geldstrafe rechnen!

Der relevante Promillewert liegt hier unter der gesetzlichen Promillegrenze von 0,5. Bereits ab 0,3 Promille im Blut können Unfallverursacher gemäß StGB zur Rechenschaft gezogen werden.

Ab diesem Wert beginnt nämlich die sogenannte „relative Fahruntüchtigkeit. Fahrer müssen realistisch einschätzen können, ob sie noch in der Lage sind, ein Auto gefahrlos zu führen. Treffen sie die falsche Entscheidung, drohen Bußgelder, Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot. Kommt es bei der Fahrt unter Alkoholeinfluss sogar zum Unfall, greifen die Strafen gemäß StGB.

Nur, weil ein Fahrer unter dem Einfluss von Alkohol in einen Unfall geriet, ist er nicht zwingend schuld. Hätte auch ein nüchterner Autofahrer den Zusammenstoß nicht verhindern können – etwa weil ein Hintermann einen Auffahrunfall verursacht –, trifft dem betrunkenen Vordermann keine Schuld. Es kommt somit stets auf den Unfallhergang an. Dennoch muss er mit einem Bußgeld oder einem Strafverfahren rechnen.

Trunkenheit am Steuer mit einem Unfall als Folge: Ist der Führerschein weg?

Zahlt die Versicherung bei einem Unfall mit Alkohol?
Zahlt die Versicherung bei einem Unfall mit Alkohol?

Verursachten Sie einen Unfall mit Alkohol im Blut, folgt in der Regel ein Entzug der Fahrerlaubnis für mindestens sechs Monate. Die Sperrfrist kann von den Behörden jedoch auch für einen längeren Zeitraum angesetzt werden.

In vielen Fällen müssen Betroffene zudem eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPUabsolvieren, bevor der Führerscheinentzug beendet wird. Ob eine MPU anfällt, wird stets im Einzelfall entschieden.Allerdings ist eine Anordnung ab einem Promillewert von 1,1 seitens des Unfallverursachers sehr wahrscheinlich.

Unfall mit Alkohol: Was zahlt die Versicherung?

Alkoholfahrten gelten im Recht als grob fahrlässige oder gar vorsätzliche Handlungsweisen. Versicherungen können die Haftung in diesen Fällen teilweise oder ganz verweigern. Je nachdem, wie viel der Unfallverursacher intus hatte, reduziert sich der Zahlungsumfang der Versicherer.

Verursachen Sie einen Autounfall mit Alkohol, kann die Versicherung die Zahlung verweigern.
Verursachen Sie einen Autounfall mit Alkohol, kann die Versicherung die Zahlung verweigern.

Bauen Sie unter dem Einfluss von Alkohol einen Unfall, kann Ihre Versicherung folgende Kürzungen vornehmen:

  • Weniger als 0,3 Promille: In der Regel zahlt die Versicherung 100 % des Schadens des Unfallopfers.
  • Zwischen 0,3 und 1,1 Promille: Bis zu 50 % Kürzungen können vorgenommen werden.
  • Über 1,1 Promille: Ihre Versicherung kann die Zahlung komplett verweigern.

Auch, wenn Ihr Versicherer den Schaden am Auto des Unfallopfers zunächst übernimmt, kann er anschließend eine Summe von bis zu 5000 Euro von Ihnen zurückverlangen. Übrigens: Obig aufgeführte mögliche Abzüge gelten auch für andere Versicherungen – etwa einer Vollkasko – wenn Alkohol zum Unfall führt.

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