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Promillegrenze: Mit wie viel Promille darf man noch mit dem Auto fahren?

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Das kostet die Überschreitung der Promillegrenze!

Promillegrenzen verfolgen ein klares Ziel

Wie viel Promille darf ein Autofahrer haben, um straffrei davonzukommen?

Wie viel Promille darf ein Autofahrer haben, um straffrei davonzukommen?

Erhöhte Risikobereitschaft, verminderte Sehleistung, verlangsamte Reaktions­fähigkeit – dies sind nur einige Beispiele, wie sich der Alkoholkonsum auf den menschlichen Körper auswirkt.

Was bei einem ausgelassenen Abend mit Freunden oder einem Besuch in der Diskothek wohl dem ein oder anderen recht spaßig vorkommen mag, kann im Straßenverkehr allerdings schnell zu einem Unfall führen.

Da sich die Auswirkungen verschlimmern, je mehr Alkohol konsumiert wird, entschied der Gesetzgeber, eine sogenannte Promillegrenze einzuführen. Bis zu einem bestimmten Wert ist es Ihnen daher als Kraftfahrer in der Regel noch erlaubt, sich hinter das Steuer eines Kfz zu setzen, obwohl Sie im Vorfeld Alkohol getrunken haben.

Doch welche Promillegrenze ist beim Autofahren maßgeblich? Gibt es möglicherweise Ausnahmen für Fahranfänger? Welche Sanktionen aus dem Bußgeldkatalog werden fällig, wenn Sie sich über Alkoholgrenze am Steuer hinwegsetzen? Antworten auf diese Fragen sowie weitere Informationen zur Promillegrenze finden Sie im Ratgeber.

Bitte klicken Sie auf Ihr favorisiertes Thema, um zum spezifischen Ratgeber zu gelangen:

Geschichte der Promillegrenze: Wie alles begann

Alkohol am Steuer: Eine Grenze wurde erst 1953 eingeführt.

Alkohol am Steuer: Eine Grenze wurde erst 1953 eingeführt.

Erst im Jahr 1953 kam es zur Einführung der Promillegrenze fürs Auto. Damals lag sie bei 1,5 Promille. Im Gegensatz zur heutigen Zeit mussten Fahrer, die unter dem Einfluss von Alkohol noch ein Kfz steuerten und erwischt wurden, allerdings nicht mit Sanktionen rechnen.

Lediglich, wenn sie die damalige Alkoholgrenze beim Autofahren überschritten und aufgrund dessen einen Verkehrsunfall verursachten, war dies der Fall.

Obwohl bei einem derart hohen Promillewert bereits mit einer Beeinträchtigung des räumlichen Sehens zu rechnen ist, konnten sich Fahrer zu dieser Zeit problemlos mit einem Wert von 1,5 Promille im Straßenverkehr bewegen und hatten nichts zu befürchten, solange sie keinen Unfall herbeiführten.

Da die Zahl der bei Verkehrsunfällen verletzten Personen in den 1960er Jahren jedoch drastisch anstieg und dies auf vermehrte Trunkenheitsfahrten zurückzuführen war, sprachen sich immer mehr Menschen dafür aus, die Promillegrenze anzupassen. Im Jahr 1973 kam es schließlich dazu und 0,8 Promille wurden als Grenze festgesetzt.

Alkoholisierte Autofahrer mussten sich auf eine Geldbuße von maximal 3.000 Mark einstellen, wenn sie mit einem Promillewert zwischen 0,8 und 1,29 hinter dem Steuer eines Kfz aufgegriffen wurden. Zusätzlich drohte ein Fahrverbot von bis zu drei Monaten. Trotzdem wurde ein derartiger Verstoß immer noch als Ordnungswidrigkeit angesehen.

Um eine Straftat handelte es sich erst ab 1,3 Promille. Hier war eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr möglich. Der gewünschte Effekt – die Senkung der Zahl der Opfer bei Unfällen aufgrund von Alkohol am Steuer – blieb jedoch immer noch aus.

Im Jahr 1998 wurde schließlich eine neue Promillegrenze von 0,5 eingeführt. Mit einem Fahrverbot mussten auffällig gewordene Kraftfahrer allerdings weiterhin erst ab 0,8 Promille rechnen. Endlich gingen die auf Alkoholfahrten zurückzuführenden Unfälle im Straßenverkehr zurück. Seit 2001 findet zudem das temporäre Fahrverbot bei einem Wert von 0,5 Promille Anwendung.

Wo liegt die aktuelle Promillegrenze in Deutschland?

Die im Jahr 1998 eingeführte neue Alkoholgrenze von 0,5 Promille gilt auch heute noch.

Die im Jahr 1998 eingeführte neue Alkoholgrenze von 0,5 Promille gilt auch heute noch.

Die Promillegrenze fürs Auto wurde in Deutschland im Jahr 1973 in das Straßenverkehrsgesetz (StVG) auf­genommen.

In § 24a Absatz 1 StVG heißt es seitdem:

Ordnungswidrig handelt, wer im Straßenverkehr ein Kraftfahrzeug führt, obwohl er 0,25 mg/l oder mehr Alkohol in der Atemluft oder 0,5 Promille oder mehr Alkohol im Blut oder eine Alkoholmenge im Körper hat, die zu einer solchen Atem- oder Blutalkohol­konzentration führt.“

Demzufolge liegt die Alkoholgrenze fürs Auto auch heute noch bei 0,5 Promille. Mittlerweile ist jedoch im Gegensatz zur Zeit der Einführung des Paragraphen eine Geldbuße von maximal 3.000 Euro möglich. Übrigens: Nicht nur beim Autofahren muss diese Promillegrenze eingehalten werden – sie gilt ebenfalls für Lkw- und Motorradfahrer.

Zu viel Alkohol am Steuer? Wenn die Promillegrenze überschritten wurde

Verstöße gegen die Promillegrenze können sowohl nach dem Verkehrsrecht als auch nach dem Strafrecht geahndet werden. Die Ahndungen aus dem Bußgeldkatalog richten sich danach, wie oft Sie als Kraftfahrer bereits bei einer Alkoholfahrt ertappt wurden. Eine Zusammenfassung der möglichen Sanktionen können Sie der folgenden Tabelle entnehmen:

VerstoßBuß­geldPunkteFahrverbotFVerbotLohnt ein Einspruch?
Promille­grenze von 0,0 über­schritten250 €1Hier prüfen
Promille­grenze von 0,5 über­schritten
... beim ersten Mal500 €21 Monat1 MHier prüfen
... beim zweiten Mal1.000 €23 Monate3 MHier prüfen
... beim dritten Mal1.500 €23 Monate3 MHier prüfen
Verkehr durch Alkohol am Steuer gefähr­det (ab 0,3 Promille)31)Hier prüfen
Promille­grenze von 1,09 über­schritten31)Hier prüfen
1) Entziehung der Fahrerlaubnis, Geldstrafe oder Freiheitsstrafe

Je mehr Verstöße gegen die Promillegrenze Sie sich leisten, desto höher fällt das Bußgeld aus.

Je mehr Verstöße gegen die Promillegrenze Sie sich leisten, desto höher fällt das Bußgeld aus.

Es wird deutlich, dass sich das Bußgeld erhöht, je nachdem, wie oft Sie beim Autofahren die Promillegrenze von 0,5 überschritten haben und erwischt wurden.

Beim ersten Mal sind es noch 500 Euro, beim zweiten bereits 1.000 Euro und beim dritten Mal müssen Sie sich sogar auf ein Bußgeld in Höhe von 1.500 Euro einstellen. Hinzu kommen zwei Punkte in Flensburg, wobei es unerheblich ist, um den wievielten Verstoß es sich handelt.

Ein Fahrverbot wird ebenfalls in jedem Fall verhängt; beim ersten Mal zwar „nur“ für einen Monat, Verstoß zwei und drei ziehen allerdings gleich ein dreimonatiges Fahrverbot nach sich. Möglich sind allerdings auch Ahndungen nach dem Strafrecht, wenn Sie die Promillegrenze missachtet haben. Wie sich diese zusammensetzen, erläutern wir im Folgenden.

Promillegrenzen: Auch im Strafrecht spielen sie eine Rolle

Wie Sie der obigen Tabelle entnehmen können, sind auch Sanktionen aus dem Strafrecht möglich, wenn Sie bei der Fahrt mit dem Auto die Alkoholgrenze überschritten haben. Es handelt sich in diesen Fällen entsprechend nicht mehr um eine Ordnungswidrigkeit, sondern um eine Straftat. Was interessant ist: Dazu bedarf es teilweise nicht einmal eines Promillewertes von 0,5.

Bereits bei einer Überschreitung der Promillegrenze von 0,3 kann eine relative Fahruntüchtigkeit vorliegen. Sind Sie der Polizei beispielsweise durch Fahrfehler oder Ausfallerscheinungen aufgefallen, die auf den Konsum von Alkohol zurückzuführen sind, ist dies der Fall. Das Gleiche gilt, wenn Sie aufgrund eines Verstoßes gegen diese Promillegrenze einen Unfall herbeiführen.

Schließlich liegt in beiden Situationen eine Gefährdung des Straßenverkehrs vor. Wie eine solche bestraft wird, definiert § 315c des Strafgesetzbuchs (StGB):

Wer im Straßenverkehr ein Fahrzeug führt, obwohl er infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel […] nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen […] und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

Verstoß gegen die Promillegrenze: Bei einem Unfall greift in der Regel das Strafrecht.

Verstoß gegen die Promillegrenze: Bei einem Unfall greift in der Regel das Strafrecht.

Neben der gerade genannten Strafe kommt aufgrund des Verstoßes gegen die Promillegrenze ebenfalls der Führerscheinentzug auf den betroffenen Kraftfahrer zu. Doch dies ist noch nicht alles:

Als absolut fahruntüchtig gilt ein Autofahrer ab einem Wert von 1,1 Promille. Bei einem Alkoholgehalt dieser Höhe braucht es weder eine Gefährdung noch einen Unfall im Straßenverkehr, um nach dem Strafrecht sanktioniert zu werden.

Eine solche Trunkenheitsfahrt wird gemäß § 316 StGB geahndet. Dort heißt es:

Wer im Verkehr […] ein Fahrzeug führt, obwohl er infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in § 315a oder § 315c mit Strafe bedroht ist.“

Mit der Entziehung seiner Fahrerlaubnis muss der auffällig gewordene Kraftfahrer auch hier aufgrund der Überschreitung der Promillegrenze am Steuer rechnen. Diese geht normalerweise mit einer sogenannten Sperrfrist einher, die mindestens sechs Monate und maximal fünf Jahre andauert. Was außerdem auf Sie zukommt, klären wir im nächsten Abschnitt.

Anordnung einer MPU: Welche Promillegrenze ist maßgeblich?

Ab einem Wert von 1,6 Promille müssen sich Verkehrssünder zusätzlich auf die Anordnung einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) einstellen. In manchen Bundesländern kann eine MPU bereits ab einer Promillegrenze von 1,1 angeordnet werden. Wurde die Fahrerlaubnis aufgrund von Alkohol am Steuer entzogen, zweifelt die zuständige Führerscheinbehörde logischerweise an Ihrer Fahreignung.

Aus diesem Grund knüpft sie gewisse Anforderungen an eine mögliche Neuerteilung der Fahrerlaubnis. Schließlich möchte sie sich zunächst einmal vergewissern, dass Sie keine Gefahr mehr für sich selbst oder für andere Teilnehmer am Straßenverkehr darstellen. Die MPU besteht insgesamt aus drei Teilen:

  1. Medizinische Untersuchung
  2. Leistungs- und Reaktionstest
  3. Verkehrspsychologisches Gespräch
Erst wenn alle drei Teile mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen wurden, gilt die MPU als bestanden und einer Neuerteilung der Fahrerlaubnis kann zugestimmt werden. Daher gilt: Hängen Sie an Ihrem Führerschein, sollte die Promillegrenze beim Autofahren nicht überschritten werden.

Existiert eine spezielle Promillegrenze für Autofahrer in der Probezeit?

Promillegrenze: Beim Führerschein auf Probe beträgt sie 0,0 Promille.

Promillegrenze: Beim Führerschein auf Probe beträgt sie 0,0 Promille.

Seit 1986 müssen sich Fahranfänger nach der bestandenen Führerschein­prüfung zunächst einer zweijährigen Probezeit stellen. Da junge Autofahrer sich oft leichtsinnig verhalten und aufgrund der fehlenden Erfahrung im Straßenverkehr nicht selten Unfälle verursachen, sollen die Straßen durch die Probezeit sicherer werden.

Verstöße gegen geltendes Verkehrsrecht werden in dieser Zeit strenger geahndet. Es ist daher nicht gerade verwunderlich, dass die Alkoholgrenze in Deutschland für Fahranfänger bei 0,0 Promille liegt. Haben sie im Vorfeld Alkohol konsumiert, ist das Autofahren entsprechend tabu. Die Promillegrenze von 0,0 richtet sich zudem nicht nur an Führerscheinneulinge in der Probezeit, was § 24c StVG beweist. Dort heißt es:

Ordnungswidrig handelt, wer in der Probezeit nach § 2a oder vor Vollendung des 21. Lebensjahres als Führer eines Kraftfahrzeugs im Straßenverkehr alkoholische Getränke zu sich nimmt oder die Fahrt antritt, obwohl er unter der Wirkung eines solchen Getränks steht.“

Demzufolge erstreckt sich die Promillegrenze von 0,0 nicht nur auf die Probezeit, sondern schließt ebenfalls Autofahrer ein, die das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet haben – unabhängig davon, ob sie sich noch in der Probezeit befinden oder nicht. So geht es Anfängern auch in anderen Ländern Europas. Doch was erwartet Führerscheinneulinge, die sich nicht an das vorgeschriebene Alkohollimit in Deutschland halten?

In der Probezeit wird zwischen A-Verstößen (schwerwiegenden Regelmissachtungen) und B-Verstößen (weniger schwerwiegenden Regelmissachtungen) unterschieden. Verstöße gegen die Alkoholpromillegrenze von 0,0 zählen zur Kategorie A und werden mit einem Bußgeld in Höhe von 250 Euro sowie einem Punkt in Flensburg sanktioniert.

Zusätzlich kommt es zu einer Probezeitverlängerung von zwei auf insgesamt vier Jahre und der Anordnung, an einem Aufbauseminar teilzunehmen. Die Kosten dafür muss der Fahranfänger, der sich nicht an die Promillegrenze gehalten hat, selbst tragen. Sie liegen in der Regel zwischen 100 und 400 Euro.

Gilt die Promillegrenze im Straßenverkehr auch für Radfahrer?

Alkoholgrenze: Radfahrer ohne Führerschein müssen ebenfalls mit Konsequenzen rechnen.

Alkoholgrenze: Radfahrer ohne Führerschein müssen ebenfalls mit Konsequenzen rechnen.

Müssen sich auch Fahrradfahrer an die 0,5-Promille-Grenze halten? Nein, denn es existieren mehrere Promillegrenzen in Deutschland. Natürlich ist es auch Radlern nicht gestattet, sich stark alkoholisiert im Straßenverkehr fortzubewegen.

Es gilt jedoch bei Motorrad, Lkw und Auto eine andere Promillegrenze als beim Fahrrad. Erst ab einem Wert von 1,6 Promille müssen Radfahrer mit Konsequenzen rechnen.

Dafür haben diese es in sich: Eine Geldstrafe, drei Punkte in Flensburg sowie die Anordnung, an einer MPU teilzunehmen, drohen in diesem Fall. Schließlich handelt es sich bei einem Promillewert von 1,6 beim Fahrrad um eine absolute Fahruntüchtigkeit. Daher wird dieser Verstoß auch nach dem Strafrecht geahndet.

Übrigens: Selbst wenn Sie nicht einmal über eine Fahrerlaubnis verfügen, können Ihnen Punkte in Flensburg erteilt werden, sollten Sie die Promillegrenze beim Fahrrad überschreiten! Entscheiden Sie sich eines Tages dazu, doch einen Führerschein zu erwerben, kann Ihnen dies zum Verhängnis werden, weil sich für die zuständige Behörde daraus möglicherweise Zweifel an Ihrer Fahreignung ergeben.

Wie kann ich berechnen, wie viel Promille ich habe?

Es gibt durchaus Situationen, in denen Verstöße gegen die Promillegrenzen im Straßenverkehr nicht einmal beabsichtigt waren. Wer beispielsweise bis in die Puppen gefeiert, jede Menge Alkohol konsumiert hat und sich trotzdem am nächsten Morgen mit dem Auto auf den Weg zur Arbeit macht, muss damit rechnen, dass der sogenannte Restalkohol ihm in einer Polizeikontrolle zum Verhängnis werden kann.

Schließlich benötigt der menschliche Körper eine gewisse Zeit, um den Alkohol abzubauen. Der Begriff „Promille“ beschreibt den Alkoholgehalt im Blut, es handelt sich dabei also um das Verhältnis des Alkohols zur Körperflüssigkeit. Ist beispielsweise von einem Wert von einer Promille die Rede, bedeutet dies, dass in einem Liter Blut ein Milliliter purer Alkohol vorhanden ist.

Promillegrenze überschritten? Auch der Restalkohol kann eine Rolle spielen.

Promillegrenze überschritten? Auch der Restalkohol kann eine Rolle spielen.

Um die Promillegrenze nicht unwissentlich zu überschreiten, bietet es sich nach einer durchzechten Partynacht also an, den Restalkohol zu berechnen. Doch auch, wenn Sie etwas getrunken haben und danach noch mit dem Auto fahren möchten, empfiehlt es sich, im Vorfeld auszurechnen, wie viel Promille Sie haben.

Folgendermaßen berechnen Sie den Gehalt von Alkohol in Promille, um die Grenze von 0,5 nicht zu überschreiten:

Promillewert = Alkoholmenge in Gramm
(Körpergewicht in Kilogramm x Anteil Körperflüssigkeit)

Diese Art der Berechnung trägt den Namen „Widmark-Formel“, welchen sie ihrem Entwickler verdankt: dem schwedischen Chemiker Erik M. P. Widmark. Haben Sie die jeweilige Blutalkoholkonzentration damit errechnet, müssen Sie danach lediglich 0,1 Promille pro vergangener Stunde abziehen, um zu erfahren, ob Sie die Promillegrenze überschreiten würden, wenn Sie sich in diesem Moment hinters Steuer setzen würden.

Bedenken Sie jedoch: Bei Frauen und Männern unterscheidet sich der Anteil der Körperflüssigkeit, weshalb Sie von 68 Prozent als Mann und von 55 Prozent als Frau ausgehen müssen. Die Widmark-Formel stellt jedoch lediglich eine Orientierung dar, weil weitere Faktoren (wie z. B. die Trinkgeschwindigkeit) ebenfalls von Bedeutung sind.

Promillegrenze überschritten? Nutzen Sie unseren Promillerechner!

Um zu vermeiden, dass Sie aufgrund von zu viel Alkohol im Straßenverkehr die Promillegrenze überschreiten, können Sie alternativ zur gerade genannten Formel auch unseren kostenlosen Promillerechner verwenden. Nachdem Sie Geschlecht, Alter, Gewicht, Größe sowie das konsumierte Getränk angegeben haben, rechnet er für Sie aus, wie viel Promille Sie ungefähr haben.

Hier geht es zum Promillerechner!

Die Promillegrenzen beim Auto im europäischen Vergleich

Inwiefern unterscheiden sich die Promillegrenzen in Europa?

Inwiefern unterscheiden sich die Promillegrenzen in Europa?

Nur weil die Promillegrenze beim Pkw in Deutschland bei 0,5 liegt, bedeutet das nicht automatisch, dass dies für ganz Europa gilt. Durchschnittlich ist es zwar der Fall, allerdings sind einige Länder strenger oder nachsichtiger, wenn es um die Grenze bei Alkohol am Steuer geht.

Um Ihnen einen Überblick über die jeweils geltende Promillegrenze sowie die mögliche Strafe bei Missachtung selbiger zu verschaffen, haben wir Ihnen in der folgenden Tabelle einige Länder in Europa zusammengefasst:

LandPromille­grenzeStrafe (wechsel­kursab­hängig)
Belgien0,5ab 150 €
Dänemark0,5bis zu einem Monats­gehalt
Deutschland0,5ab 500 €
Finnland0,5ab 15 Tages­sätzen
Frankreich0,5ab 135 €
Griechen­land0,5ab 80 €
Groß­britannien0,8 (Ausnahme: Schottland 0,5)6.414 €
Italien0,5ab 530 €
Kroatien0,5ab 90 €
Niederlande0,5ab 325 €
Österreich0,5ab 300 €
Polen0,2ab 145 €
Portugal0,5ab 250 €
Schweden0,2ab 40 Tages­sätzen
Schweiz0,5545 €
Spanien0,5ab 500 €
Tschechien0,0ab 100 €
Türkei0,5ab 230 €
Ungarn0,0bis 970 €

Quelle: ADAC (Stand: Februar 2016)

Durchschnittlich liegt die Promillegrenze in Europa bei 0,5.

Durchschnittlich liegt die Promillegrenze in Europa bei 0,5.

Vor allem in Tschechien und Ungarn zeigt der Gesetzgeber keine Gnade: Die Promillegrenze bei Alkohol am Steuer liegt bei 0,0 Promille. Es darf entsprechend nicht ein Tropfen Alkohol konsumiert werden, wenn Sie danach noch Autofahren möchten.

Auch Schweden und Polen greifen hart durch: Hier sind max. 0,2 Promille am Steuer erlaubt. Großbritannien stellt die höchste Promillegrenze mit 0,8 dar.

Spanien, Frankreich, Kroatien oder Griechenland hingegen liegen mit Deutschland gleichauf. Auch dort bewegen sich in Bezug auf Alkohol am Steuer die Grenzwerte bei 0,5 Promille. Und wie schlagen sich die Deutschen, was die Strafen für Verstöße gegen die Promillegrenze angeht? Den Griechen mag es ziemlich streng vorkommen, dass die Ahndungen bei einem Betrag von 500 Euro starten.

Denn obwohl in beiden Ländern eine Promillegrenze von 0,5 gilt, werden Missachtungen in Griechenland viel milder geahndet: Hier geht es bei 80 Euro los. Auch in Tschechien oder Polen fallen die drohenden Sanktionen vergleichsweise gering aus: 100 bzw. 145 Euro sind hier möglich. Besonders hart trifft es Fahrer, die in Großbritannien oder Dänemark gegen die Promillegrenze verstoßen. 6.414 Euro oder ein Monatsgehalt ist dort jeweils zu erwarten.

Die Regelungen sind dementsprechend in ganz Europa sehr unterschiedlich. Es empfiehlt sich daher, grundsätzlich auf Alkohol zu verzichten, wenn Sie im Anschluss noch mit einem Kfz fahren möchten – unabhängig davon, in welchem Land Sie sich befinden.
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