Partikelfilter: Was tun, wenn er verstopft ist?

Von Sascha D.

Letzte Aktualisierung am: 1. Juni 2024

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

FAQ: Partikelfilter

Wie viel kostet ein Partikelfilter?

Ein Partikelfilter, auch Rußfilter genannt, kostet etwa 150 bis 250 Euro. Da sich Laien keinesfalls selbst am Ein- und Ausbau versuchen sollten, sind für ein solche Autoreparatur 1000 bis 2000 Euro in der Werkstatt einzuplanen.

Was passiert, wenn der Partikelfilter verstopft ist?

Eine Verstopfung wird durch die Kontrollleuchte für den Partikelfilter angezeigt. Wenn Ihr Diesel die Meldung „Partikelfilter – Bordbuch beachten“ anzeigt, sollten Sie den dort gegebenen Empfehlungen folgen. Ist der Partikelfilter verstopft, können Sie das Problem beheben, indem Sie den Dieselpartikelfilter freibrennen beziehungsweise freifahren. Falls der DPF weiter voll ist, sollten Sie eine Werkstatt beauftragen.

Wann reinigt sich der Partikelfilter?

Während der Fahrt können sich Partikelfilter selber reinigen. Insbesondere bei einer Fahrt auf der Autobahn mit etwa 120 km/h können Sie ohne zusätzlichen Aufwand einen Rußpartikelfilter reinigen und regenerieren. Eine Dieselpartikelfilter- bzw. DPF-Regeneration im Stand ist hingegen nicht möglich. Kosten entstehen erst, wenn dies Selbstregulierung des Filter nicht mehr funktioniert.

So regenerieren Sie den Partikelfilter

Durch den Dieselpartikelfilter stößt der Diesel weniger Schadstoffe aus.
Durch den Dieselpartikelfilter stößt der Diesel weniger Schadstoffe aus.

Ist der Dieselpartikelfilter voll, bleibt das nicht lange unbemerkt. Eine eigens dafür eingebaute Kontrollleuchte zeigt Ihnen durch ihr Aufleuchten an, dass der Partikelfilter verstopft ist. Denn ein voller Partikelfilter wird vom Sensor für die Abgasanlagenüberwachung registriert.

Bei der Filterung und Verbrennung des Rußes entstehen Rußpartikel, die im Filter aufgefangen. Wenn die Rußpartikelfilter-Lampe leuchtet, sind zu viele dieser Partikel hinterblieben.

Leuchtet das Partikelfilter-Symbol im Auto auf, wäre der direkte Weg in die Werkstatt überhastet. Mit etwas Geduld können Sie den Partikelfilter freibrennen oder freifahren.

So unterziehen Sie den Partikelfilter einer Regeneration:

  • Passive Regeneration bzw. Partikelfilter durch eine Regenerationsfahrt reinigen: Die Reinigung vollzieht sich automatisch bei voller Auslastung des Motors, etwa während einer Autobahnfahrt.
  • Aktive Regeneration: Normalerweise brennt sich der DPF selbst frei, indem er eine eine aktive Regeneration einleitet. Dies geschieht während der Fahrt, wenn sich etwa 45% Rußanteil ansammelt. Aktive Regeneration meint die zusätzliche Einspritzung von Kraftsoff in die Zylinder und eine damit verbundene Erhöhung der Abgastemperatur auf 600 Grad. Der Ruß verbrennt infolgedessen.

Den DPF einfach zu deaktivieren, ist keine gute Idee. Denn ein Diesel muss einen Rußpartikelfilter enthalten, um überhaupt eine Betriebserlaubnis zu bekommen. Fahrzeuge ohne Rußpartikelfilter müssen Sie nachrüsten.

Ähnlich dem Partikelfilter beim Diesel ist beim Benziner ein vergleichbares Gerät enthalten. Eine Regenerationsfahrt ist beim Partikelfilter im Benziner aber nicht nötig.

Den Partikelfilter nachrüsten oder austauschen

Ein neuer Dieselpartikelfilter verursacht Kosten im unteren vierstelligen Bereich.
Ein neuer Dieselpartikelfilter verursacht Kosten im unteren vierstelligen Bereich.

Wenn Sie den Rußpartikelfilter freifahren oder ausbrennen möchten, Ihre Versuche jedoch scheitern, sammelt sich im Laufe der Zeit immer mehr Ruß an.

Nun besteht noch die Möglichkeit, der Partikelfilter einer Zwangsregeneration zu unterziehen. Dies muss durch Profis in der Werkstatt durchgeführt werden. Scheitert auch dieses Vorhaben, muss der Filter im Fahrzeug durch einen neuen ersetzt werden, da sonst Folgeschäden drohen.

Bei neueren Autos ist ein Austausch des Partikelfilters meist nicht nötig. Gerade bei älteren Modellen wird ein Austausch aber empfohlen. Bis es soweit ist, dürfen aber (je nach Modell) 120.000 bis 180.000 Kilometer gefahren werden.

Den Rußpartikelfilter wechseln statt reinigen: Kosten

Die Arbeitszeit der Mechaniker mit eingerechnet, sind für einen neuen Partikelfilter zwischen 1000 und 2000 Euro zu bezahlen.

Die Fahrt in die Werkstatt hat den Vorteil, dass die Ursachen erkannt werden. Weiteren Schäden kann so vorgebeugt werden. Als Ursachen für die Verstopfung des Filters kommen Stadtfahrten mit niedriger Geschwindigkeit sowie Öl oder Kraftstoff von minderwertiger Qualität in Frage. Außerdem kann ein kaputter Differenzdrucksensor am Partikelfilter dessen Regeneration verhindern.

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Über den Autor

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Sascha D.

Sascha ist aufgrund seines rechtswissenschaftlichen Studiums an der Universität Greifswald ein Experte auf seinem Gebiet. Seit 2017 unterstützt er die Redaktion von bussgeldrechner.org mit seinem profundem Hintergrundwissen. Dabei stellt er sicher, dass seine Artikel inhaltlich fundiert und präzise sind.

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