bussgeldrechner.org

Stau mithilfe regelmäßiger Staumeldungen vermeiden

Bußgeldkatalog: Stau

Ver­stoßBuß­geld (in €)Punk­teWei­te­re Kon­se­quen­zenLohnt ein Einspruch?
Ver­las­sen des Fahr­zeugs, ob­wohl keine Not­situ­a­tion vor­liegt10--eher nicht
Be­fah­ren des Sei­ten­strei­fens, um schnel­ler vor­an­zukom­men751-Hier prüfen
Vor­bei­schläng­eln von Mo­tor­rad­fah­rern1001-Hier prüfen
Rück­wärts­fah­ren, Wen­den oder ohne Auf­for­der­ung der Poli­zei die Fahrt­rich­tung än­dernva­ri­a­bel3Frei­heits­stra­fe bis zu 5 Jahr­en, Fahr­er­laub­nis­ent­zugHier prüfen

Bußgeldkatalog: Rettungsgasse

Ver­stoßBuß­geldPunk­teFahr­ver­botLohnt ein Einspruch?
Auto­bahn oder Au­ßer­orts­stra­ße keine freie Gas­se zur Durch­fahrt von Polizei- oder Hilfs­fahr­zeug­en, ob­wohl der Ver­kehr stockte.200 €2Hier prüfen
...mit Be­hin­der­ung240 €21 Mo­natHier prüfen
...mit Ge­fähr­dung280 €21 Mo­natHier prüfen
...mit Sach­be­schädi­gung320 €21 Mo­natHier prüfen
Sie un­terl­ießen es, ein­em Ein­satz­fahrzeug mit blau­em Blink­licht und Mar­tins­horn nicht so­fort freie Bahn zu schaf­fen.240 €21 Mo­natHier prüfen
...mit Ge­fähr­dung280 €21 Mo­natHier prüfen
...mit Sach­be­schä­di­gung320 €21 Mo­natHier prüfen

Staus auf deutschen Autobahnen nehmen zu

Stauwarnungen betreffen vor allem Verkehrsknotenpunkte.

Stauwarnungen betreffen vor allem Verkehrsknotenpunkte.

Durchschnittlich 4.000 Kilometer Stau rollten 2017 täglich über Deutschlands Autobahnen. Das jedenfalls zeigt die Staubilanz des ADAC. Dies sei eine Steigerung von vier Prozent.

Die großen Radiosender strahlen üblicherweise jede volle Stunde eine aktuelle Stauinformation aus. Zusätzlich werden Meldungen zum Verkehrsgeschehen durchgegeben. Aber wie kommen die Sender eigentlich an so eine Stauinfo? Welche Alternativen gibt es zum Verkehrsfunk?

Diesen Fragen soll der folgende Ratgeber auf den Grund gehen. Außerdem: Lohnt sich die Stauumfahrung wirklich und wie muss ich mich im Stau verhalten?

Staumeldungen und Stauwarner: Diese Technik steckt dahinter

Stau auf deutschen Autobahnen: In Deutschland ist ein Anstieg zu verzeichnen.

Stau auf deutschen Autobahnen: In Deutschland ist ein Anstieg zu verzeichnen.

„Wie lange noch?“ Das ist im Stau eine Information, die sich heutzutage, dank zunehmender Vernetzung, schneller und zuverlässiger beantworten lässt.

Stauinfos werden durch Stau-Erkennungs-Systeme generiert. Die Nachrichten, die letztendlich auf dem Handy landen oder über das Radio ausgestrahlt werden, stammen es aus verschiedenen Quellen:

  • Beobachtung: Verkehrsteilnehmer, Polizisten oder Verkehrshubschrauber beobachten den Verkehr und liefern einen (oft freiwilligen) Staubericht an Medien oder dafür vorgesehene Plattformen.
  • Stationär: Ganz unscheinbar schmücken sie rund alle vier Kilometer den Fahrbahnrand: kleine, festmontierte Sensoren. Sie messen den Verkehrsfluss der linken Spur. Abstand und Geschwindigkeit der Vorbeifahrenden werden registriert. So werden die Daten geliefert, die eine Stau-Entwicklung rechtzeitig erkennen.
  • Floating Car/Phone Data (FCD bzw. FPD): Wie bei den stationären Sensoren werden hier Abstand und Geschwindigkeit der Fahrzeuge gemessen. Allerdings werden nicht die Autos selbst registriert, sondern die sich darin befindlichen GPS-Signale (z. B. des eingebauten Navigationsgerätes oder mitgeführten Smartphones). Die Netzwerkbetreiber werten die Daten anonymisiert aus und können so Aussagen über die Stau-Entwicklung treffen.
  • Traffic Message Channel (TMC): Staumeldungen werden über ein nichthörbares Signal in digitaler Form ausgestrahlt.

„Ist das noch Stop-and-Go oder haben wir jetzt schon Stau?” Für alle, die es genau wissen wollen: Bei Stop-and-Go geht es abwechselnd mal langsam, mal gar nicht voran. Stau herrscht, wenn es gar nicht mehr oder über sehr lange Abschnitte nur noch langsam vorwärtsgeht.

Dos and Don’ts im Stau auf der Autobahn

Auf Autobahnen muss im Stau (z. B. bei einem Unfall) eine Rettungsgasse gebildet werden.

Auf Autobahnen muss im Stau (z. B. bei einem Unfall) eine Rettungsgasse gebildet werden.

Trotz Stauwarnung und regelmäßiger Verkehrsmeldungen sind Sie in einen Stau geraten. Wenn Sie Pech haben, ist es sogar einer von der Sorte „absoluter Stillstand.“ Weiter vorne laufen schon Menschen auf der Fahrbahn und unterhalten sich darüber, wann es wohl weitergeht.

Sollten Sie auch mal aussteigen und nachfragen, was da los ist? Auf keinen Fall! Denn obwohl es hier und da vorkommt, ist es laut § 18 Abs. 9 Satz 1 der Straßenverkehrsordnung (StVO) verboten. Ein Verwarnungsgeld von 10 Euro wird bei einem Verstoß fällig. Außerdem sind folgende Punkte bei einem Stau zu beachten:

  • Motorradfahrer dürfen sich nicht zwischen den Autoschlangen am Stau vorbei bewegen. 100 Euro und ein Punkt in Flensburg werden bei einem Verstoß fällig.
  • Selbst bei totalem Stillstand ist das Telefonieren am Steuer ohne Freisprechanlage verboten.
  • Rückwärtsfahren oder gar Wenden und in die andere Richtung bis zur letzten Ausfahrt fahren, ist ebenso untersagt.
  • Der Standstreifen muss frei bleiben, auch wenn Autofahrer ihn „nur bis zur nächsten Ausfahrt“ nutzen wollen.
  • Dafür dürfen Sie im Stau rechts überholen, allerdings nur, wenn der Verkehr links von Ihnen steht oder langsamer ist als 60 km/h. Beachten Sie: Es darf nur mit einer Differenzgeschwindigkeit von 20 km/h überholt werden. Das heißt, rollt der Stau links von Ihnen mit 50 km/h, dürfen Sie mit maximal 70 km/h überholen.

Problematisch ist auch ein Stau an einer Ampel. Es häufen sich Fälle, in denen Autofahrer bei Grün auf eine noch verstopfte Kreuzung fahren. Wenn es dann beim Querverkehr auch wieder grün wird, sieht dieser sich durch eine Autoschlange blockiert. Manchmal müssen Sie eben auch bei Grün Geduld beweisen.

Das Betreten der Fahrbahn während eines Staus ist nur dann gestattet, wenn es geschieht, um den Unfallort abzusichern. Das Tragen der Warnweste ist dabei Pflicht.

Was tun, wenn im Stau ein Unfall passiert?

Stau: Die Info kommt manchmal zu spät.

Stau: Die Info kommt manchmal zu spät.

Natürlich kann es sein, dass ein Stau überhaupt erst durch einen Unfall entstanden ist. Das ist der Grund, weshalb auf der Autobahn bei jedem Stau unbedingt die Rettungsgasse gebildet werden muss.

Zwischen der linken und der mittleren Spur müssen die Fahrzeuge so weit ausweichen, dass Rettungsfahrzeuge problemlos durchkommen. Wer diese Pflicht missachtet, die Rettungsgasse blockiert oder sie nutzt, um selbst schneller voranzukommen, muss mit einem Bußgeld rechnen.

Abgesehen davon kann ein falsches Verhalten im Stau zu zusätzlichen, meist kleineren Auffahrunfällen, führen. Handelt es sich um einen marginalen Blechschaden, sollten die Beteiligten die üblichen Schritte (Warnweste, Warndreieck) befolgen und umgehend auf den Seitenstreifen ausweichen.

Stau-Umfahrung: Lohnt es sich?

Den anderen ein Schnippchen schlagen und den Stau einfach umfahren – schön wär’s. Leider kommen Vorder- und Hintermann meistens auf den gleichen Gedanken.

Ein Verkehrsstau lässt sich umfahren, allerdings bedeutet das nicht immer einen Zeitgewinn.

Ein Verkehrsstau lässt sich umfahren, allerdings bedeutet das nicht immer einen Zeitgewinn.

Kaum die Ausfahrt genommen, schon geht es weiter mit dem Stau. Nur eine Sperrung der Autobahn lässt keine Alternative zu. In diesem Fall kann auch das Stauradar nichts mehr ausrichten. Tatsächlich ist es manchmal hilfreich, den Stau auf der Autobahn auszusitzen und sich nicht der Kolonne vermeintlicher Stau-Umfahrer anzuschließen.

Den Stau „weiträumig umfahren“ heißt es dann im Radio. Gemeint ist damit: Der Stau in der Stau-Umfahrung muss auch noch gemieden werden – wohl kaum ein Zeitgewinn.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (47 Bewertungen, Durchschnitt: 4,60 von 5)
Loading...

Verfasse einen neuen Kommentar