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Die Straßenverkehrsordnung (StVO) – Was beinhaltet sie?

Die Straßenverkehrsordnung (StVO) der Bundesrepublik Deutschland

Durch die Straßenverkehrsordnung soll ein Verkehrschaos auf deutschen Straßen vermieden werden.

Durch die Straßenverkehrsordnung soll ein Verkehrschaos auf deutschen Straßen vermieden werden.

Damit der Verkehr auf deutschen Straßen optimal dirigiert werden kann, gibt es einen Regelkatalog, der sämtliche Verkehrsvorschriften bündelt. An diese Vorschriften und Zeichen sollte sich jeder Fahrzeugführer halten, damit Unfälle, Behinderungen oder Gefährdungen im Verkehr weitgehend ausgeschlossen werden können.

Einige der wichtigsten Regeln werden kleinen Kindern bereits in der Grundschule beigebracht und im Zuge der Verkehrserziehung verdeutlicht, welches Verhalten im Straßenverkehr angebracht ist. Aber was beinhaltet die Ordnung eigentlich genau? Und gibt es auch eine StVO für das Fahrrad und andere Fahrzeuge?

Ein wichtiger Teil des Straßenverkehrsrechts

Die StVO bildet zusammen mit der Fahrerlaubnisverordnung (FeV), der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) und der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) die Grundlagen des Straßenverkehrsrechts in Deutschland. Zudem gehört die VWV ebenfalls zur StVO. Die VWV – die Allgemeine Verwaltungsvorschrift – regelt die Umsetzung der Vorschriften aus der StVO. Letztere besteht aus drei thematisch getrennten Teilen. Dazu gehören:

  • Allgemeine Verkehrsregeln, die für alle Autofahrer wichtig sind (§1 – 35)
  • Verkehrszeichen und –einrichtungen (§ 36 – 43)
  • Bußgeld- und Schlussvorschriften (§ 44 – 53)

Teil 1: Die allgemeinen Verkehrsregeln

Den größten und wichtigsten Teil der Ordnung nimmt der erste ein. Denn die allgemeinen Verkehrsregeln sind für jeden Führer von Fahrzeugen auf deutschen Straßen wichtig. In § 1 der StVO wird zunächst Grundsätzliches zum Verhalten im Straßenverkehr gesagt. Hier heißt es:

(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.

(2) Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, daß kein anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.“

Paragraph 1 der StVO legt fest: Gegenseitige Rücksichtnahme im Verkehr ist wichtig.

Paragraph 1 der StVO legt fest: Gegenseitige Rücksichtnahme im Verkehr ist wichtig.

Entsprechend ist gegenseitige Rücksichtnahme – auch auf Fußgänger und Radfahrer – die erste Regel im Verkehr. Trotzdem gibt es viele andere Vorschriften, die diese Rücksichtnahme weiter differenzieren.

So bestimmt die StVO auch die Geschwindigkeit, die auf deutschen Straßen gefahren werden darf und auch das Überholen laut StVO ist reglementiert.

Des Weiteren beinhaltet der erste Teil der StVO unter anderem folgende wichtige Paragraphen:

  • 2 StVO: das Rechtsfahrgebot (u.a.) bzw. die Straßenbenutzung für Fahrzeuge
  • 7 StVO: Benutzung von Fahrstreifen durch Kraftfahrzeuge (Straßenbenutzung auf mehrspurigen Fahrbahnen)
  • 12 StVO: das Parken und Halten
  • 18 StVO: Regelungen zu Autobahn und Kraftfahrstraßen
  • 34 StVO: Verhalten bei einem Unfall
  • 35 StVO: Sonderrechte (beispielsweise für den Rettungsdienst)

Zudem sind auch diverse andere Vorschriften wie die Nutzung laut StVO vom Kindersitz in der Gesetzesschrift verankert. Auch zu den Themen Abbiegen, Abstand, zum Überholen und diversen anderen Vorschriften, sind Regelungen in der Ordnung des Straßenverkehrs zu finden.

Teil 2: Die StVO und Verkehrszeichen

Beginnend mit § 36 werden auch Verkehrszeichen durch die StVO geregelt. Dazu gehören nicht nur Schilder, sondern auch Lichtzeichen und Weisungen von Polizeibeamten, denen Sie als Verkehrsteilnehmer Folge leisten müssen. In § 37 der StVO wird deshalb besonders auf die Ampelanlagen und Lichtzeichen eingegangen.

Diese Zeichen sind vor allem wichtig im Straßenverkehr, da Sie die Vorfahrt des Verkehrs regeln und somit für Ordnung auf deutschen Straßen sorgen sollen. Dabei wird in der StVO zudem zwischen Gefahrzeichen (z. B. Baustelle), Vorschriftzeichen (z. B. Geschwindigkeitsbeschränkung), Richtzeichen (z. B. verkehrsberuhigter Bereich laut StVO) und Verkehrseinrichtungen (z. B. Leitpfosten) unterschieden.

Teil 3: Bußgeld- und Durchführungsvorschriften

Die StVO beim Fahrrad gilt ebenso wie bei allen anderen Verkehrsteilnehmern.

Die StVO beim Fahrrad gilt ebenso wie bei allen anderen Verkehrsteilnehmern.

Im letzten Teil der StVO werden Ausnahmegenehmigungen sowie Schemata für Ordnungswidrigkeiten und Straftaten durch die jeweiligen Kraftfahrzeuge gelistet.

So können Sie laut StVO die Promillegrenze schnell überschreiten oder das Rechtsfahrgebot der StVO übersehen und dafür zügig ein Bußgeld erhalten. Auch Verkehrsordnungswidrigkeiten mit dem Fahrrad werden laut StVO geahndet.

Bei Neuerungen bezüglich der StVO gibt das RIS – also das Rechtsinformationssystem des Bundes – diese auf dessen Internetseite bekannt. So können Sie immer auf dem neusten Stand bleiben, wenn sich zum Beispiel etwas zum Parken in der StVO oder zum Kreisverkehr-Verhalten ändern sollte. Auch bei Änderung der Verkehrszeichen oder Verkehrseinrichtungen sind Sie dadurch informiert.

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