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Die Schrecksekunde: Definition und Prävention

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Je höher die Geschwindigkeit, desto größer die Rolle der Schrecksekunde.
Je höher die Geschwindigkeit, desto größer die Rolle der Schrecksekunde.

Jeder hat sie schon einmal erlebt: Die Schrecksekunde. Im Straßenverkehr stellt sie eine besondere Gefahr dar, die nur durch Prävention minimiert werden kann.

Aber was genau ist eine Schrecksekunde? Wie können Kfz-Führer effektiv das Risiko mindern? Und was ist zu tun, wenn es aufgrund der Schrecksekunde doch zu einem Unfall gekommen ist?

Was ist eine Schrecksekunde?

Als Schrecksekunde wird umgangssprachlich der Zeitraum vor der Reaktionszeit bezeichnet, in der die eigentliche, zweckgerichtete Reaktion auf einen Reiz wie etwa ein plötzliches Ereignis erfolgen kann.

Die Dauer der Schrecksekunde ist höchst individuell. Während manche Menschen sehr schnell auf ein unvorhergesehenes Ereignis wie einen Wildwechsel reagieren, benötigen andere Verkehrsteilnehmer deutlich länger, ehe sie ihren Schreck überwunden haben.

Übermüdung verlängert die Schrecksekunde.
Übermüdung verlängert die Schrecksekunde.

Neben der Persönlichkeit eines Fahrzeugführers gibt es allerdings weitere Faktoren, die die Dauer der Schrecksekunde stark beeinflussen können:

  • Generelle Unaufmerksamkeit
  • Alkohol– und Drogenkonsum
  • Müdigkeit oder gar Übermüdung
  • Witterung/Sichtverhältnisse
  • Abwechslung wie laute Musik etc.

Auswirkungen der Schrecksekunde

Die Schrecksekunde verzögert die Reaktion des Fahrers auf ein Ereignis. Dadurch verlängert sich der Anhalteweg des Fahrzeugs mitunter beträchtlich. Je geringer die Schrecksekunde ausfällt, desto wahrscheinlicher kann also ein Zusammenstoß bzw. ein Unfall noch verhindert werden.Der Anhalteweg ergibt sich aus Reaktionsweg plus Bremsweg.

Der Reaktionsweg lässt sich durch (Geschwindigkeit ÷ 10) x 3 errechnen. Bei 30 km/h legt das Auto je Sekunde der Reaktionszeit also weitere neun Meter zurück.

Bei einer Gefahrenbremsung ergibt sich der Bremsweg aus der Formel [(Geschwindigkeit ÷ 10) x (Geschwindigkeit ÷ 10)] ÷ 2. Bei 30 km/h beträgt der reine Bremsweg dann bereits 4,5 Meter.Insgesamt würde der Anhalteweg also bei 30 km/h etwa 13,5 Meter betragen.

Allerdings gelten die Formeln nur, wenn ideale Bedingungen bestehen. Nasse Straßen, abgenutzte Bremsen, Glatteis – unter diesen Umständen verlängert sich der Anhalteweg bisweilen erheblich.

Dazu gehört auch die Schrecksekunde. Je länger diese andauert, desto später kann der Fahrer reagieren und desto später kommt das Fahrzeug zum Stehen.

Präventive Maßnahmen

Was können Verkehrsteilnehmer tun, um die Schrecksekunde möglichst gering zu halten und somit das Unfallrisiko zu senken?

Die Schrecksekunde kann auch durch ungünstige Witterung beeinflusst werden.
Die Schrecksekunde kann auch durch ungünstige Witterung beeinflusst werden.
  • Abstand halten: Fahren Sie niemals zu dicht auf das Auto vor Ihnen auf. Je nach Witterungsverhältnissen kann sich der Abstand erhöhen, sollte aber mindestens den halben Tacho betragen. Bei 100 km/h Geschwindigkeit sollte also ein Abstand von 50 Metern nicht unterschritten werden.
  • Höchstgeschwindigkeit einhalten: Die Geschwindigkeitsbeschränkungen haben normalerweise einen Grund und passen sich in der Regel den Gegebenheiten der Straße an. In Wohngebieten oder kurvenreichen Gebieten liegen diese niedriger als auf der geraden Landstraße.
  • Vorausschauendes Fahren: Wer aufmerksam und eher zurückhaltend fährt, kann oftmals schneller reagieren. Fragen Sie sich zudem, was passieren könnte – in der Dämmerung auf einer Landstraße ist kreuzendes Wild beispielsweise keine Seltenheit.

Verhalten nach einem Unfall: Was ist zu tun?

Kam es zu einem Unfall, so ist das richtige Verhalten für Verletzte oft entscheidend. Besonders wenn es im Unfallhergang zu Verletzten gekommen ist, kann auch dies zu einer Schrecksekunde führen. Agieren Sie nicht übereilt oder hastig, sondern bewahren Sie Ruhe!

  1. Unfallstelle sichern: Ziehen Sie die Warnweste an und stellen Sie das Warndreieck auf.
  2. Notruf wählen
  3. Erste Hilfe leisten
  4. Gemeinsam auf Rettungswagen/Polizei warten
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