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Gaffer – Welche Strafen drohen?

Was ist ein Gaffer?

Gaffer bei einem Unfall sind nicht nur behindernd, sondern verhalten sich auch respektlos gegenüber Verletzten.

Gaffer bei einem Unfall sind nicht nur behindernd, sondern auch respektlos gegenüber Verletzten.

Nicht selten kommt es auf deutschen Straßen zu Unfällen, die für die beteiligten Personen auch tödlich enden können. Obwohl diese Tatsache schon traurig genug ist, gibt es immer wieder Menschen, die sich an einer Unfallstelle versammeln, mit ihrem Auto langsam vorbeifahren und als Schaulustige sogar Fotos oder Videos des Unfalls machen.

Diese Gaffer machen sich dadurch nicht nur strafbar, sondern hindern zudem auch Einsatzkräfte an ihrer Arbeit. Welche Strafen drohen, wenn Sie als Schaulustiger bei einem Unfall auftreten, erfahren Sie im Folgenden.

Wenn Gaffer Einsatzkräfte behindern

Ist ein schwerer Unfall geschehen, gibt es oft Schaulustige, die sich um die verunfallten Personen versammeln und den Rettungskräften bei ihrer Arbeit zuschauen wollen. Dass dieses Verhalten nicht nur respektlos gegenüber den Unfallopfern ist, sondern zudem auch die schnelle Hilfe der Feuerwehr oder des Notdienstes behindern kann, ist vielen Menschen nicht klar.

Denn oft wissen sie nicht wohin und stellen sich – absichtlich oder unabsichtlich – in den Weg. Ist ein Schaulustiger mit dem Auto unterwegs und drosselt sein Tempo an der Unfallstelle, kann er zudem die Rettungsgasse für den Notdienst oder die Polizei versperren oder gar einen Auffahrunfall verursachen.

Welches Bußgeld erwartet Schaulustige?

Schaulustige können bei einem Unfall hohe Strafen erhalten.

Schaulustige können bei einem Unfall hohe Strafen erhalten.

Das Gaffen sowie das Fotografieren oder Filmen am Unfallort, das auch die Opfer erfasst, kann eine Strafe nach sich ziehen. Das Gaffen als Ordnungswidrigkeit kann eine Geldbuße von bis zu 1000 Euro nach sich ziehen.

Sollten Sie Rettungskräfte behindern, indem Sie den Seitenstreifen auf der Autobahn befahren oder dort sogar parken, ist ein Verwarngeld zwischen 20 und 25 Euro fällig.

Sollte ein Schaulustiger laut § 201a des Strafgesetzbuches (StGB)

eine Bildaufnahme, die die Hilflosigkeit einer anderen Person zur Schau stellt, unbefugt herstellt oder überträgt und dadurch den höchstpersönlichen Lebensbereich der abgebildeten Person verletzt, […]“

machen, so kann dem Gaffer eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe drohen. Zudem kann noch an der Unfallstelle das Smartphone oder der Fotoapparat von der Polizei eingezogen werden.

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2 Kommentare

  1. Rita sagt:

    Die Strafen für die Schaulustigen und die die fotografieren, sind zu gering
    Es sollten Bußgelder ab 2000€ , ein halbes Jahr den Führerschein eingezogen
    werden. Nur so kann man diese Menschen treffen. Wer keine Rettungsgasse bildet, sollte mit 500€ bestraft werden. Wer bei einem unfall odet stsu auf der autobahn wendet, sollte der Führerschein mit 1 Jahr entzogen werden, wie kanm das sein, dass die Autofahrer machen, wad die wollen.

  2. Dieter sagt:

    Ich wurde heute von der Polizei angehalten, weil ich ein 2 Sekündiges video von einem Unfall aufgenommen habe. Das tut mir auch leid. Ich bin 15 und ich kann nicht im Knast. Was für eine Geldstrafe kann ich kriegen, weil es hier nirgendwo steht.

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