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Einen Motorradunfall verursacht?

Unfall mit dem Motorrad

Ein Motorradunfall ist besonders im Frühjahr und Sommer häufig.

Ein Motorradunfall ist besonders im Frühjahr und Sommer häufig.

Besonders im Frühjahr, wenn das Wetter besser wird und die Tage länger werden, zieht es viele Motorradliebhaber wieder auf die Straße. Denn bei schönem Wetter und schneefreien Straßen ist das Motorradfahren gleich viel angenehmer und macht deutlich mehr Spaß.

Doch so schön die Fahrt mit dem Motorrad auch ist, gerade im Frühling und im Sommer geschehen auch schnell schwere Motorradunfälle, die – besonders für den Motorradfahrer – oft tödlich enden können. Aber was ist zu tun, wenn Sie selbst in einen Motorradunfall geraten bzw. als Ersthelfer am Unfallort agieren müssen?

Was Sie bei einem Motorradunfall tun müssen

Wenn Sie selbst in einen Verkehrsunfall mit Ihrem Motorrad geraten, kann das für Sie schwere Verletzungen nach sich ziehen. Denn trotz Helm und Kluft sind Motorradfahrer natürlich nicht zu 100 % vor Verletzungen geschützt.

Gerade der Fahrer des Motorrads erleidet oft nicht nur leichte Verletzungen, wenn dieser in einen Unfall verwickelt wird bzw. selbst einen verursacht, da er das schützende Gehäuse wie beispielsweise bei einem Auto nicht vorweisen kann.

Wenn ein Motorrad an einem Unfall beteiligt ist, kann es für den Fahrer übel ausgehen.

Wenn ein Motorrad an einem Unfall beteiligt ist, kann es für den Fahrer übel ausgehen.

Besonders Kopfverletzungen, aber auch Knochenbrüche oder Frakturen sind da keine Seltenheit. Gerade durch die vermehrten Aufpralle eines Motorradfahrers können die Brüche und Frakturen in der Regel auch ergänzend auftreten.

Das liegt bei einer Kollision mit einem Auto beispielsweise daran, dass der Motorradfahrer meist nicht nur die Motorhaube des Autos touchiert, sondern danach außerdem auf den Asphalt aufprallt und sich umso schwerer verletzt.

Diese mehrfachen Kollisionen bei einem Motorradunfall sind es, die diese Unfälle so gefährlich machen – besonders für den Fahrer des Motorrads selbst. Noch schlimmer wird es dann, wenn ein Motorradfahrer nicht mit einem PKW, sondern mit einem Transporter oder einem LKW zusammenstößt.

In diesen Fällen ist ein tödlicher Ausgang des Motorradunfalls oft nicht zu vermeiden. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, dass Motorradfahrer immer eine Kluft und einen Helm tragen, um sich bei einem Motorradunfall vor schwereren Verletzungen zu schützen.

Sollten Sie als Unbeteiligter auf einen Unfall mit einem Motorradfahrer treffen oder als Unfallbeteiligter nicht verletzt sein, sollten Sie folgende Schritte beachten, um den Unfallopfern zu helfen:

  1. Sichern Sie die Unfallstelle ab, indem Sie das Warndreieck aufstellen, die Warnblinkanlage anschalten und Ihre Warnweste anziehen. So schützen Sie die Unfallstelle und die –opfer vor Folgeunfällen.
  2. Setzen Sie einen Notruf ab. Wählen Sie dazu die 112. Auch die Polizei sollte benachrichtigt werden.
  3. Leisten Sie – wenn nötig – Erste Hilfe und kümmern Sie sich um die Unfallbeteiligten.

Muss ich den Motorradhelm abnehmen?

Schwere Motorradunfälle müssen unbedingt bei der Polizei gemeldet werden.

Schwere Motorradunfälle müssen unbedingt bei der Polizei gemeldet werden.

Eine wichtige Frage, die sich Ersthelfern bei einem Motorradfahrer oft stellt, ist die nach der Abnahme des Helms. Denn im Laufe der Zeit hat sich die Einschätzung bezüglich der Helme geändert.

Soll der Motorradhelm abgenommen werden oder ist es sicherer, ihn auf dem Kopf des Verunglückten zu belassen, bis der Rettungsdienst eintrifft?

Sie sollten sich merken: Der Motorradhelm sollte durch den Ersthelfer immer abgenommen werden, da sonst keine lebensrettenden Sofortmaßnahmen an dem Unfallopfer vorgenommen werden können!

Zudem kann der Helm die Atemwege des Motorradfahrers blockieren und somit zum Erstickungstod führen. Das kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn Sie den Motorradfahrer aufgrund seines Helms nicht in die stabile Seitenlage bringen können und er stark blutet oder sich übergeben muss. Deshalb ist es extrem wichtig, den Helm abzunehmen. Besonders hilfreich ist es dabei, wenn Sie nicht alleine am Unfallort sind, um diese Helmabnahme vorzunehmen.

Wie der Motorradhelm abgenommen werden muss

Eine große Erleichterung für den Ersthelfer – besonders was die Abnahme des Helms angeht – ist die Anwesenheit eines zweiten Helfers an der Unfallstelle. Zu zweit sollten Sie dann folgendes beachten:

  1. Ein Helfer kniet über dem Kopf und stabilisiert den Hals des Verunglückten mit beiden Händen, der andere Helfer kniet seitlich neben dem Motorradfahrer und klappt das Visier hoch; anschließend löst er den Kinnriemen und weitere störende Elemente wie einen Mundschutz, eine Brille o. ä.
  2. Nun übernimmt der zweite Helfer die Stabilisierung des Halses und des Kopfes. Dabei schiebt er beide Hände so weit es geht unter den Helm und stützt den Kopf und die Halswirbelsäule des Verletzten.
  3. Der erste Helfer zieht daraufhin vorsichtig den Helm vom Kopf des Verunglückten nach oben, dabei kippt er die Helmkante über die Nase.
  4. Der erste Helfer kann nun den Kopf des Betroffenen übernehmen und weiterhin stabilisieren, bis der Notarzt eintrifft. Die Atemwege sollten frei sein und von eventuell vorhandenen Fremdkörpern befreit werden.

Sollten Sie alleine als Ersthelfer an der Unfallstelle sein, müssen Sie alle Schritte allein durchführen. Dabei wechseln Sie von der Rolle des ersten Helfers abwechselnd in die Rolle des zweiten, um die Helmabnahme so sicher wie möglich zu gestalten.

Ein Unfall mit einem Motorrad hat häufig schwerwiegende Folgen.

Ein Unfall mit einem Motorrad hat häufig schwerwiegende Folgen.

Achten Sie darauf, dass Sie immer vorsichtig und langsam handeln, um weitere Verletzungen des Motorradfahrers zu vermeiden.

Wenn Sie den Motorradhelm vom Kopf des Betroffenen ziehen, sollten Sie darauf achten, dass Sie ihn erst einmal nur so weit entfernen, dass Sie mit einer Hand den Hinterkopf des Verunglückten stabilisieren können. Danach sollten Sie den Helm ganz entfernen und den Kopf weiterhin stabilisieren.

Statistik der Motorradunfälle in Deutschland

Im Jahr 2014 gab es 45.500 Moped- und Motorradunfälle mit Personenschaden in Deutschland. Dass solch ein Motorradunfall auch tödlich enden kann, zeigt die Statistik aus dem Jahr 2014 ebenfalls: 675 der Unfälle endeten tödlich, so das Statistische Bundesamt.

Ein tödlicher Motorradunfall ist also nicht selten. Biker gehen oft mindestens schwer verletzt aus einem Unfall hervor. Umso schlimmer ist es deshalb, wenn ein Motorradfahrer in einen Unfall verwickelt wird. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit, mit einem Motorrad einen Unfall zu verursachen, viermal höher als mit einem PKW, so der ADAC.

Bei einem Unfall mit einem Motorradfahrer erleidet dieser oftmals schwere Brücke und Frakturen.

Bei einem Unfall mit einem Motorradfahrer erleidet dieser oftmals schwere Brücke und Frakturen.

Ein häufiger Grund für den Motorradunfall ist die Selbstüberschätzung des Fahrers. Das ist besonders häufig bei Fahranfängern – auch in der Probezeit – oder Wiedereinsteigern der Fall, die noch keine Fahrpraxis besitzen bzw. erst wieder in diese hineinfinden müssen.

Außerdem ist die hohe PS-Zahl der Motorräder für Fahrer oft ein Anreiz, diese völlig auszukosten. Verliert ein Motorradfahrer dann zum Beispiel in einer Kurve die Kontrolle über sein Fahrzeug, kann das schlimme Folgen haben und der Biker kann schwer verletzt werden.

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