Verjährung in der Schweiz

Von bussgeldrechner.org, letzte Aktualisierung am: 15. Oktober 2020

Wie lange bleiben offene Bußgeldforderungen in der Schweiz bestehen?

Wann tritt beim Strafzettel aus der Schweiz die Verjährung ein?
Wann tritt beim Strafzettel aus der Schweiz die Verjährung ein?

Auch in der Schweiz kann bei Verstößen im Straßenverkehr ein Bußgeld drohen. Geschwindigkeitsüberschreitungen, Falschparken oder Rotlichtverstöße stellen auch bei unseren Nachbarn im Süden eine Verkehrsordnungswidrigkeit dar.

Ein Bußgeld aus der Schweiz kann allerdings in Deutschland nicht vollstreckt werden. Doch welche Konsequenzen hat ein Strafzettel aus der Schweiz eigentlich für deutsche Autofahrer?

Wie lange bleibt der Verstoß durch die Schweizer Behörden gespeichert? Wann verjährt eine Ordnungswidrigkeit im Straßenverkehr in der Schweiz? Die Antworten erhalten Sie im Folgenden.

FAQ: Verjährung in der Schweiz

Wann verjährt eine Ordnungswidrigkeit in der Schweiz?

Eine Verkehrsordnungswidrigkeit verjährt in der Schweiz nach drei Jahren. Nach Ablauf der Verjährungsfrist kann diese nicht mehr verfolgt werden.

Was droht bei einer offenen Bußgeldforderung in der Schweiz?

Reisen Sie vor Ende der Verjährungsfrist wieder in die Schweiz, kann das Bußgeld nachträglich eingefordert werden.

Kann ein Bußgeld aus der Schweiz in Deutschland eingetrieben werden?

Nein, ein Bußgeld aus der Schweiz kann in Deutschland nicht vollstreckt werden, da zwischen den beiden Staaten kein Vollstreckungsabkommen existiert.

Strafzettel: Verjährung in der Schweiz

Verjährung: Verkehrsdelikte in der Schweiz werden für drei Jahre gespeichert.
Verjährung: Verkehrsdelikte in der Schweiz werden für drei Jahre gespeichert.

Wird in der Schweiz ein Bußgeld verhängt, hat dies für Sie in Deutschland keine Konsequenzen. Ein Bußgeldbescheid aus der Schweiz kann nämlich hierzulande nicht vollstreckt werden.

Zwischen vielen europäischen Ländern besteht ein Abkommen für die grenzüberschreitende Vollstreckung von Bußgeldern. Allerdings gilt dies nur für EU-Mitgliedstaaten. Da die Schweiz nicht zur Europäischen Union gehört, greift dieses Abkommen hier aber nicht.

Zwischen Deutschland und der Schweiz wurde zwar der Deutsch-Schweizerische Polizeivertrag geschlossen, der regelt, dass beide Länder Vollstreckungshilfe bei verhängten Sanktionen im jeweils anderen Land leisten müssen. Dieser ist allerdings nie vollständig in Kraft getreten. Eine Zusammenarbeit zwischen beiden Staaten bei der Ahnung von Verkehrsordnungswidrigkeiten existiert daher nicht. Zahlen Sie das Bußgeld aus der Schweiz nicht, hat das also keine Folgen für Sie.

Wann tritt die Verjährung bei einem Bußgeld aus der Schweiz ein? Die offene Bußgeldforderung bleibt nicht ewig bestehen. Eine Ordnungswidrigkeit verjährt in der Schweiz grundsätzlich erst nach drei Jahren.

Welche Bedeutung hat die Verjährung für deutsche Autofahrer?

Im Heimatland hat ein Bußgeld aus der Schweiz für Sie also keine Konsequenzen. Aber gilt das auch für das Tatland? Die offene Bußgeldforderung wird durch die Schweizer Behörden für drei Jahre gespeichert. Bei einer erneuten Einreise kann das zu Problemen führen.

  • Bei einer Verkehrskontrolle in der Schweiz kann das Bußgeld nachträglich eingefordert werden.
  • Bei einer Grenzkontrolle kann Ihnen die Einreise nur gegen Zahlung des Bußgeldes gewährt werden.

Wollen Sie das Bußgeld umgehen und haben nicht vor, in nächster Zeit wieder in die Schweiz zu reisen, hat die Verjährungsfrist von Verkehrsordnungswidrigkeiten keine Bedeutung für Sie. Sind Sie allerdings öfter in der Schweiz, beispielsweise auf Dienstreisen, und daher darauf angewiesen, in der Schweiz Auto fahren zu können, sollten Sie das Bußgeld gleich bezahlen.

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