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Fahrverbot antreten – Wann muss das geschehen?

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Wann müssen Sie ein Fahrverbot antreten?

Ein Fahrverbot können Sie hinauszögern, wenn Sie Einspruch einlegen. Sprechen Sie dazu mit einem Anwalt.

Ein Fahrverbot können Sie hinauszögern, wenn Sie Einspruch einlegen. Sprechen Sie dazu mit einem Anwalt.

Grundsätzlich ist die Angabe auf dem Bußgeldbescheid hilfreich, wenn Sie nicht genau wissen, ab wann das Fahrverbot angetreten werden muss. Denn auf diesem Bescheid ist alles verzeichnet, was mit Ihrem Verstoß beim Fahren im Straßenverkehr zu tun hat.

Sowohl ein fälliges Bußgeld als auch Punkte und ein Fahrverbot von einem Monat oder länger werden hier aufgelistet, wenn der von Ihnen begangene Verstoß entsprechende Maßnahmen laut Bußgeldkatalog erfordert. Aber ab wann muss das Fahrverbot eigentlich genau angetreten werden?

Fahrverbot: Ab wann muss ich den Führerschein abgeben?

Gibt es eine Schonfrist, in der Sie als Autofahrer den Führerschein abgeben können? Ja, diese ist durchaus existent, allerdings nur für bestimmte Fahrzeugführer vorgesehen. Sind Sie Ersttäter beim Fahren oder haben in den letzten zwei Jahren kein Fahrverbot erhalten, so ist es möglich, dieses innerhalb einer Frist von vier Monaten anzutreten und das Fahrverbot entsprechend zu verschieben.

Auch ein Einspruch kann das Fahrverbot hinauszögern, da das Verfahren so neu aufgerollt wird und Sie dadurch Zeit gewinnen können.

Die 4-Monats-Frist für die Abgabe des Führerscheins ist in § 25 des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) geregelt:

Ist in den zwei Jahren vor der Ordnungswidrigkeit ein Fahrverbot gegen den Betroffenen nicht verhängt worden und wird auch bis zur Bußgeldentscheidung ein Fahrverbot nicht verhängt, so bestimmt die Verwaltungsbehörde oder das Gericht abweichend von Absatz 2 Satz 1, dass das Fahrverbot erst wirksam wird, wenn der Führerschein nach Rechtskraft der Bußgeldentscheidung in amtliche Verwahrung gelangt, spätestens jedoch mit Ablauf von vier Monaten seit Eintritt der Rechtskraft.“

Beachten Sie allerdings: Sind Sie kein Ersttäter und haben Sie innerhalb der letzten zwei Jahre bereits den Führerschein abgeben müssen, so können Sie für das Fahrverbot den Zeitraum nicht frei wählen. In diesem Fall muss das Fahrverbot unmittelbar nach Rechtskraft des Bußgeldbescheids angetreten werden

Den Führerschein abgeben: Ab wann Frist der Rechtskraft?

Bevor Sie das Fahrverbot antreten, können Sie auch versuchen, dieses in ein erhöhtes Bußgeld umzuwandeln.

Bevor Sie das Fahrverbot antreten, können Sie auch versuchen, dieses in ein erhöhtes Bußgeld umzuwandeln.

Wenn der Bußgeldbescheid, in dem Ihnen das Verbot vom Fahren, das Bußgeld und die Punkte angeordnet wurden, rechtskräftig wird, so ist dies auch mit dem Fahrverbot der Fall. Wann das Antreten des Verbots geschehen muss, ist von eben dieser Rechtskraft abhängig.

Sollten Sie gegen den Bußgeldbescheid Einspruch erheben, verzögert sich der Eintritt der Rechtskraft entsprechend. Das kann ein Vorteil für Sie sein, wenn Sie beruflich auf Ihren Führerschein angewiesen sind oder diesen zur Zeit des Erhalts des Bescheids benötigen.

Auch eine Umwandlung des Fahrverbots in ein erhöhtes Bußgeld kann möglich sein. Sprechen Sie dazu mit einem Anwalt, um Ihre Chancen auf einen erfolgreichen Einspruch einzuschätzen und das Fahrverbot eventuell umgehen zu können.

Übrigens: Ein Fahrverbot und ein Entzug der Fahrerlaubnis sind zwei unterschiedliche Dinge. Erhalten Sie ein Fahrverbot für einen Monat oder mehrere Monate im Straßenverkehr, bleibt Ihnen Ihre Fahrerlaubnis trotzdem erhalten. Sie müssen keine zweite Prüfung ablegen oder Ihren Führerschein bzw. die Fahrerlaubnis neu beantragen.

Können Sie das Fahrverbot aufteilen oder splitten?

Auch wenn die Regelungen dazu, wann Sie Ihr Fahrverbot antreten können, einige Freiheiten lassen, liegt doch nicht alles in Ihrer Hand. Können Sie das Fahrverbot durch die 4-Monatsfrist noch in einem gewissen Rahmen frei legen, so ist das Aufteilen nicht möglich. Nach Antritt vom Fahrverbot muss dieses komplett in einem Stück und ohne Unterbrechungen durchgezogen werden: Sie dürfen also ein paar Monate nicht mit dem Auto fahren.

Entsprechend ist es nicht möglich, ein 1-Monat-Fahrverbot aufteilen zu können. Genauso wenig ist dies mit einem 2 oder 3-monatigen Fahrverbot möglich. Wann Sie den Führerschein abgeben müssen, ist also einerseits vorgegeben, andererseits werden Ersttätern aber auch einige Freiheiten eingeräumt.

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