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Wann liegt ein qualifizierter Rotlichtverstoß vor?

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Das Überfahren einer roten Ampel wird unterschiedlich geahndet

Wann liegt ein qualifizierter Rotlichtverstoß vor?

Wann liegt ein qualifizierter Rotlichtverstoß vor?

Es lässt sich nicht bestreiten, dass wohl die Mehrheit der Fahrer in Deutsch­land schon einmal über eine rote Ampel gefahren ist. Ob dies absichtlich oder aus Unachtsamkeit heraus geschehen ist, macht erst einmal keinen Unterschied.

Was bleibt, ist das Missachten vom Rotlicht an sich. Gerade an einer vielbe­fahrenen Kreuzung kann es durch ein solches Fehl­verhalten schnell zu einem Unfall im Straßenverkehr mit einem anderen Verkehrsteilnehmer kommen.

Bei dem Überfahren einer roten Ampel handelt es sich um einen besonders schwerwiegenden Verstoß gegen das Verkehrsrecht und die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO). Daher ist es nicht gerade verwunderlich, dass aufgrund eines Rotlichtverstoßes hohe Sanktionen fällig werden.

In diesem Ratgeber informieren wir Sie darüber, wie diese genau aussehen, wann es sich um einen einfachen Rotlichtverstoß handelt, wann ein qualifizierter Rotlichtverstoß vorliegt und ob die drohende Strafe gemildert werden kann, wenn auf Augenblicksversagen plädiert wird.

Einfacher oder qualifizierter Rotlichtverstoß?

Zunächst einmal muss differenziert werden, wie lange die Ampel schon auf Rot stand, als Sie überfahren wurde. Daraus ergeben sich zwei mögliche Verstöße:

  1. Einfacher Rotlichtverstoß (unter einer Sekunde)
  2. Qualifizierter Rotlichtverstoß (mehrere Sekunden)

Qualifizierter Rotlichtverstoß: Mit einem Bußgeld ist es nicht getan. Hinzu kommen Punkte und ein Fahrverbot.

Qualifizierter Rotlichtverstoß: Mit einem Bußgeld ist es nicht getan. Hinzu kommen Punkte und ein Fahrverbot.

Demzufolge geht es bei der Festlegung der entsprechenden Sanktionen nicht ausschließlich darum, ob eine rote Ampel an einer Kreuzung überfahren wurde, sondern auch darum, wie lange diese bereits Rot zeigte.

Von einem einfachen Rotlichtverstoß wird gesprochen, wenn die rote Ampel zwar überfahren wurde, diese jedoch vor weniger als einer Sekunde ihre Farbe wechselte. In diesem Fall werden in der Regel 90 Euro und ein Punkt in Flensburg fällig. Wenn lediglich die Haltelinie überfahren wurde, ist übrigens mit 10 Euro zu rechnen.

Um einen qualifizierten Rotlichtverstoß handelt es sich, wenn die Ampel bereits mehrere Sekunden auf Rot stand und trotzdem überfahren wurde. Für diesen Verstoß fallen höhere Strafen an, was in einem größeren Gefahrenpotenzial begründet ist.

Wie ein qualifizierter Rotlichtverstoß gemäß Bußgeldkatalog geahndet wird, erfahren Sie im Folgenden.

Wie wird ein qualifizierter Rotlichtverstoß geahndet?

Neben einem hohen Bußgeld und Punkten in Flensburg wird ein qualifizierter Rotlichtverstoß mit einem Fahrverbot bestraft. Folgende Bußgeldtabelle verschafft Ihnen einen Überblick über die Sanktionen, mit denen Sie rechnen müssen, wenn die Ampel länger als eine Sekunde lang auf Rot stand:

VerstoßBußgeldPunkteFahrverbot
Qualifizierter Rotlichtverstoß (Ampel überfahren, obwohl sie bereits länger als eine Sekunde auf Rot stand)200 Euro21 Monat
… mit Gefährdung320 Euro21 Monat
… mit Sachbeschädigung360 Euro21 Monat

Zwar bleiben die Anzahl der Punkte in Flensburg sowie die Dauer des Fahrverbots gleich, allerdings kann die Höhe des Bußgeldes noch ansteigen, wenn ein qualifizierter Rotlichtverstoß begangen wurde. Je nachdem, ob Ihr Fehlverhalten zu einer Gefährdung im Straßenverkehr oder sogar zu einem Unfall mit einem anderen Verkehrsteilnehmer geführt hat, wird die Geldbuße erhöht.

Kann ein qualifizierter Rotlichtverstoß mit Augenblicksversagen entschuldigt werden?

Qualifizierter Rotlichtverstoß: Augenblicksversagen wird selten anerkannt.

Qualifizierter Rotlichtverstoß: Augenblicksversagen wird selten anerkannt.

Speziell Fahrer, die auf Ihren Führerschein angewiesen sind, versuchen das Fahrverbot zu umgehen, indem Sie mit dem sogenannten Augenblicks­versagen argumentieren. Dadurch soll Ihnen eine gewisse Schuldunfähigkeit zugestanden werden.

Um Augenblicksversagen handelt es sich, wenn die Sorgfalt, die ein Fahrer sonst stets an den Tag legt, für einen kurzen Moment unbeabsichtigt nicht gegeben war.

Vor Gericht wird diese Argumentation jedoch in den meisten Fällen nicht anerkannt, wenn es zu einem qualifizierten Rotlichtverstoß kam.
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