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Reifenwechsel: Neue Räder für den fahrbaren Untersatz

Worauf Sie achten sollten, wenn Sie Ihre Reifen wechseln (lassen)

Wann ist ein Reifenwechsel notwendig?

Wann ist ein Reifenwechsel notwendig?

Da Reifen die Verbindung zwischen Straße und Auto darstellen, tragen sie einen wichtigen Teil zur Sicherheit im Verkehr bei. Wer mit abgefahrenen, beschädigten oder nicht geeigneten Reifen fährt, treibt nicht nur das Unfallrisiko in die Höhe, sondern riskiert außerdem Bußgelder sowie Punkte in Flensburg, wenn er dabei erwischt wird.

Aus diesem Grund sollten die Räder am Fahrzeug in regelmäßigen Abständen kontrolliert und gegebenenfalls gewechselt werden. Doch auch nach einer Autopanne kann ein Reifenwechsel vonnöten sein, um die Fahrt – wenn auch nur zur nächstgelegenen Werkstatt – fortführen zu können.

In diesem Ratgeber informieren wir Sie darüber, wann Sie Ihre Reifen wechseln lassen sollten und mit welchen Kosten bei einem Reifenwechsel in der Werkstatt zu rechnen ist. Zusätzlich erklären wir, wie Sie die Reifen selbst wechseln können und zeigen Ihnen die jeweiligen Vorteile des Radwechsels in Eigenregie oder beim Fachmann auf.

Reifenwechsel: Wann sollte er stattfinden?

Ein Radwechsel kann aus folgenden Gründen erforderlich sein:

  • Abnutzung: Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe für Reifen liegt bei 1,6 Millimetern. Unter diesem Wert sollte in jedem Fall ein Reifenwechsel vorgenommen werden, da sich abgefahrene Reifen negativ auf die Fahreigenschaften des Kfz auswirken. Um dies zu verhindern, sollten Sommerreifen bei einer Profiltiefe ab 2 Millimetern und Winterreifen ab 4 Millimetern getauscht werden.
  • Reifenwechsel: Wie alt darf ein Reifen höchstens sein?

    Reifenwechsel: Wie alt darf ein Reifen höchstens sein?

  • Alter: Selbst wenn die Pneus noch über eine ausreichende Profiltiefe verfügen, kann es trotzdem sein, dass sie sich aufgrund ihres Alters nicht mehr für den Verkehr eignen. Die Leistungsfähigkeit nimmt mit der Zeit ab und das Gummi kann spröde werden. Einer Empfehlung des TÜV-Nord zufolge sollten Reifen nach spätestens sechs oder sieben Jahren erneuert werden.
  • Um das Alter zu bestimmen, bedarf es der sogenannten „DOT-Nummer“ (Department of Transportation), die sich auf jedem Reifen befindet. Die ersten beiden Ziffern beschreiben die Woche, in der die Reifen hergestellt wurden, die letzten beiden das jeweilige Jahr. „2515“ bedeutet entsprechend die 25. Woche des Jahres 2015. Mit dieser Methode stellen Sie schnell fest, ob Sie einen Reifenwechsel durchführen lassen müssen oder noch Zeit haben.
  • Beschädigung: Wurden die Räder falsch gelagert, mussten durch schiefes Auffahren Bekanntschaft mit einer Bordsteinkante machen oder hatten über lange Zeit hinweg den falschen Reifendruck, können sie einen Schaden davontragen. Vor allem bei Beulen, Rissen oder sichtbaren Objekten, die darin stecken, sollte ein Reifenwechsel am Auto stattfinden.
  • Umstellung auf Winter- bzw. Sommerreifen: Seit 2010 besteht die gesetzliche Pflicht, bei entsprechenden Wetterverhältnissen die Sommerreifen zu wechseln und auf Winterreifen umzusteigen. Doch wann ist der richtige Moment für einen Reifenwechsel? Den meisten Autofahrern wird wohl die Regel „Von O bis O“ ein Begriff sein (Von Oktober bis Ostern). Herrschen allerdings schon früher winterliche Temperaturen, greift diese Faustregel nicht und Sie sollten bereits vor dem eigentlichen Termin auf Winterreifen wechseln.

Grundsätzlich eignen sich Sommerreifen besser bei Temperaturen über 7 Grad, wobei Winterreifen unter 7 Grad zu empfehlen sind. Letztere verfügen über einen höheren Anteil an Naturkautschuk, was sie zum einen weicher und zum anderen geeigneter für Fahrten bei Schnee, Glätte und Matsch macht.

Nicht ohne Grund sind Winterreifen auch als M+S-Reifen bekannt (Matsch und Schnee). Weigern Sie sich, trotz vorherrschender Glätte beim Auto einen Reifenwechsel durchzuführen, können Bußgelder und Punkte in Flensburg fällig werden.

In der Werkstatt die Reifen tauschen lassen oder selbst aktiv werden?

Was ist zu beachten beim Reifenwechsel in der Werkstatt?

Was ist zu beachten beim Reifenwechsel in der Werkstatt?

Unabhängig davon, ob von Winter- auf Sommerreifen oder andersherum von Sommer- auf Winterreifen ein Wechsel ansteht, stellen sich einige Autofahrer die Frage, ob sie einen Fachmann ranlassen oder selber die Reifen am Fahrzeug wechseln sollten.

Um Ihnen die Entscheidung etwas leichter zu machen, haben wir im Folgenden die Vorteile beider Varianten beim Reifenwechsel zusammengefasst:

Radwechsel am Auto in der Werkstatt

  • kein Werkzeug zum Reifenwechseln nötig
  • professioneller Service
  • mehr Sicherheit
  • Reifen werden direkt auf ihre Qualität hin kontrolliert
  • optional: Möglichkeit, die saisonalen Reifen dort zu lagern oder alte Reifen ggf. entsorgen zu lassen

Reifen tauschen in Eigenregie

  • Möglichkeit, den Zeitpunkt flexibel zu wählen
  • Kosten für den Reifenwechsel fallen geringer aus
  • kein langes Warten auf einen Termin in der Werkstatt

Grundsätzlich gilt: Sie sollten sich nur dann dafür entscheiden, die Reifen selbst zu wechseln, wenn Sie wissen, was Sie tun und Ihr Handwerk wirklich beherrschen. Unterlaufen Ihnen Fehler, kann dies später im Straßenverkehr fatale Folgen haben. Lassen Sie lieber in einer Werkstatt die Reifen aufziehen, können die Kosten zwischen 20 und 110 Euro liegen – je nachdem, ob die Räder noch gewuchtet werden müssen oder nicht. Zumindest sind Sie so auf der sicheren Seite.

Möchten Sie am Motorrad einen Reifenwechsel durchführen? Tipps dazu erhalten Sie in speziellen Werkstätten. Ähnlich wie beim Fahrrad unterscheidet sich die Vorgehensweise beim Reifenwechsel am Motorrad teilweise stark von dem am Auto. Daher empfiehlt es sich, einen Fachmann aufzusuchen.

Reifenwechsel: Eine Anleitung zur Durchführung in Eigenregie

Tschüss Sommerreifen: Ein Wechsel auf Winterreifen ist seit 2010 gesetzlich vorgeschrieben.

Tschüss Sommerreifen: Ein Wechsel auf Winterreifen ist seit 2010 gesetzlich vorgeschrieben.

Möchten Sie sich selbst um den Reifenwechsel kümmern, benötigen Sie zunächst einmal entsprechendes Werkzeug. Dazu gehören in jedem Fall

  • eine Stahlbürste zur Reinigung der Schrauben und Gewinde,
  • ein Wagenheber sowie
  • ein Drehmomentschraubenzieher und ggf. ein passendes Radkreuz.

Verfügen Sie über das notwendige Werkzeug, welches zum Reifenwechsel gebraucht wird, können Sie nach folgenden Schritten vorgehen:

  1. Ziehen Sie die Handbremse an und legen Sie den ersten Gang ein. Sollte es sich um ein Automatikfahrzeug handeln, sollten Sie den entsprechenden Hebel auf „P“ stellen.
  2. Bevor Sie die Pneus abmontieren, markieren Sie sie auf der Lauffläche mit Kreide, um die jeweilige Position zu vermerken (z. B. „HL“ für „hinten links“ und „VR“ für „vorne rechts“).
  3. Lösen Sie alle Schrauben um eine Viertelumdrehung und positionieren Sie den Wagenheber unter dem Kfz, um es im Anschluss aufzubocken. Achten Sie dabei auf die Angaben in der Gebrauchsanleitung des Autos. Es sollte in jedem Fall auf einer ebenen Fläche stehen, bevor Sie den Reifenwechsel vornehmen.
  4. Entfernen Sie nun die Schrauben und nehmen das entsprechende Rad ab. Im gleichen Zug können Sie die Schrauben mit der Stahlbürste reinigen und die Bremsscheiben kontrollieren. Sollten tiefe Rillen erkennbar sein, sollte Sie auch hier einen Wechsel durchführen (lassen).
  5. Montieren Sie den neuen Reifen, indem Sie ihn aufstecken, die Schrauben einsetzen und diese zunächst leicht anziehen. Danach sollten Sie den Wagenheber wieder ablassen und die Schrauben mit dem richtigen Drehmoment anziehen. Beim Reifenwechsel ist es außerdem wichtig, im Anschluss daran den Reifendruck zu kontrollieren und ggf. anzupassen.
Übrigens: Etwa 100 gefahrene Kilometer nach dem Radwechsel sollte das Drehmoment erneut überprüft werden. Zudem sollten Sie die Räder, die sich in der vorherigen Saison auf der Vorderachse befanden, nun auf die Hinterachse aufziehen und umgekehrt. Es empfiehlt sich, die Reifen nach dem Wechsel direkt auswuchten zu lassen, um eine Unwucht zu vermeiden. Dies sollten Sie jedoch in einer Werkstatt vornehmen lassen.
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