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Geschwindigkeitskontrolle: Das sollten Sie wissen

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Geschwindigkeitsregulierungen für einen sicheren Verkehr

Die Geschwindigkeitsüberwachung oder Geschwindigkeitskontrolle ist eine Maßnahme der Polizei und anderer Ordnungsbehörden zur Verkehrssicherheit. Diese können mit ihr die Einhaltung der zugelassenen Höchstgeschwindigkeit überprüfen, die in der Straßenverkehrsordnung (StVO) § 3 näher bestimmt ist.

Geschwindigkeitsüberwachung als Maßnahme gegen Raser.

Geschwindigkeitsüberwachung als Maßnahme gegen Raser.

Grundsätzlich gilt, dass wer ein Fahrzeug führt, nur so schnell fahren darf, dass das Fahrzeug ständig beherrscht wird. Die genaueren Geschwindigkeitsvorgaben und –begrenzungen sind oft abhängig von Sichtweite, Straßenbreite oder Passanten.

Auch, ob die Straße, auf der Fahrer unterwegs sind, innerhalb oder außerhalb einer geschlossenen Ortschaft liegt, spielt eine Rolle. Innerhalb geschlossener Ortschaften gilt generell eine zulässige Geschwindigkeit von 50 km/h für alle Kraftfahrzeuge. Außerhalb dieser ist es von der zulässigen Gesamtmasse und vom Fahrzeug-Typ abhängig, ob eine Höchstgeschwindigkeit von 60, 80, oder 100 km/h eingehalten werden muss. Für Autofahrer gibt es auf deutschen Autobahnen kein näher bestimmtes Tempolimit, allerdings wird eine Richtgeschwindigkeit  von 130 km/h empfohlen.

Auch zu langsames Fahren kann die Verkehrssicherheit beeinträchtigen. Die StVO besagt, dass Kraftfahrzeuge ohne triftigen Grund nicht so langsam fahren dürfen, dass sie den Verkehr bzw. den Verkehrsfluss behindern.

Wer darf Geschwindigkeitskontrollen durchführen?

Die Polizei führt Blitz-Marathons durch für mehr Verkehrssicherheit.

Die Polizei führt Blitz-Marathons durch für mehr Verkehrssicherheit.

Innerhalb geschlossener Ortschaften sind die Ordnungsämter für die Geschwindigkeitskontrolle zuständig, außerhalb, also auf den Kreis-, Landes- und Bundestraßen sowie den Autobahnen, die Polizei. Regelmäßig führt die Polizei sogenannte Blitz-Marathons durch, eine einen Tag dauernde Aktion, bei der die verschiedensten Messtechniken zur Geschwindigkeitsüberwachung genutzt werden. Sie soll die überhöhte Geschwindigkeit bekämpfen, da diese Hauptursache für Unfälle ist. Seit 2015 gibt es auch einen jährlich stattfindenden europaweiten Blitz-Marathon.

Am 15. Februar 1959 wurde in Düsseldorf zum ersten Mal in Deutschland ein mobiles Radargerät genutzt, um eine Geschwindigkeitskontrolle durchzuführen. Es stammte von der Firma Telefunken.

Arten der Geschwindigkeitskontrollen: Messtechnik

Die Technik zur Messung der Geschwindigkeit und die Verwaltung der Ergebnisse kann sehr unterschiedlich ausfallen. Die bekanntesten von ihnen werden umgangssprachlich auch oft Blitzer oder Radarfalle genannt. Allgemein wird auch unterteilt in stationäre Geschwindigkeitsüberwachung und mobile Geschwindigkeitsüberwachung. Stationäre Messinstallationen wie z.B. ein fest aufgebauter Blitzer versprechen langfristig aber weniger Erfolg als mobile. Viele Raser merken sich, wo diese aufgebaut sind und drosseln rechtzeitig die Geschwindigkeit.

Blitzer oder Radarfalle zur Verkehrsüberwachung.

Blitzer oder Radarfalle zur Verkehrsüberwachung.

  • Radar: Der Radar ist die am weitesten verbreitete Messtechnik zur Geschwindigkeitsüberwachung. Er funktioniert mit Hilfe des Doppler-Effekts. Dabei werden von dem Gerät elektromagnetische Schwingungen ausgestrahlt. Wenn diese auf ein vorbei fahrendes Fahrzeug treffen, werden sie von diesem reflektiert und an das Gerät zurück gesendet. Anhand der Frequenzänderung kann die interne Rechnungseinheit aus den Faktoren Zeit und Weg die entsprechende Geschwindigkeit berechnen. Bei Überschreitung der eingegeben Schwelle für die Maximalgeschwindigkeit wird ein Fotoapparat ausgelöst: es blitzt. Es gibt aber auch Radargeräte für eine Geschwindigkeitskontrolle ohne sichtbaren Blitz; diese sind unauffällig und stören nicht den Verkehr.

In Österreich gilt eine Anonymverfügung gegen den Fahrzeughalter, weswegen üblicherweise von hinten geblitzt wird. Allerdings gibt es vermehrt rechtliche Probleme mit Deutschland, weshalb nun auch dort vermehrt der Frontradar eingesetzt wird.

  • Lichtschranken: Hierbei werden an den Straßenrändern ein Sender und ein Empfänger aufgestellt, die drei Lichtstrahlen senden, also eine Lichtschranke bilden. Fährt ein Autofahrer durch den ersten, startet die Messung und beim Durchfahren des zweiten bzw. dritten Lichtstrahls endet sie. Da der Abstand zwischen den Strahlen bekannt ist, kann die Durchschnittsgeschwindigkeit berechnet werden.
  • Helligkeitssensoren: Der Einseitensensor oder auch die vereinfachte Lichtschranke verzichtet auf den Lichtsender. Die Helligkeitsänderung im Moment des Vorbeifahrens wird gemessen und ausgewertet.
Es gibt unterschiedliche Messtechniken zur Geschwindigkeitskontrolle, z.B. eine Laserpistole.

Es gibt unterschiedliche Messtechniken zur Geschwindigkeitskontrolle, z.B. eine Laserpistole.

  • Laser: Laserferngläser oder auch Laserhandmessgeräte, umgangssprachlich Laserpistolen, sind Geschwindigkeitsmesser auf Laserbasis. Diese gibt es mit oder ohne Videokamera zur Dokumentation.
  • Piezosensor/Induktionsschleife: Hier werden drei Sensoren direkt in den Fahrbahnbelag eingearbeitet. Der Zeitunterschied zwischen mehreren Messungen ist auch hier die Basis zur Geschwindigkeitsberechnung.
  • Police-Pilot: Wird vor allem auf Autobahnen eingesetzt und ist meist in Zivilfahrzeugen eingebaut. Dieses elektronische Messgerät ermöglicht die Dokumentation auf Video und ist sehr unauffällig.
  • Stoppuhr: Früher wurde die Geschwindigkeit durch manuelles Messen mit einer Stoppuhr durchgeführt.

Private Geschwindigkeitsüberwachung ist theoretisch erlaubt, allerdings können die Messwerte in einem Verfahren nicht gegen den Autofahrer verwendet werden.

Sanktionen bei Geschwindigkeitsverstößen

Bei der Geschwindigkeitskontrolle wird immer eine Toleranz gewährt bevor der Bußgeldbescheid droht.

Bei der Geschwindigkeitskontrolle wird immer eine Toleranz gewährt bevor der Bußgeldbescheid droht.

In Deutschland ist allein der Fahrzeug-Führer für einen Geschwindigkeitsverstoß verantwortlich; der Fahrzeughalter hat nur in Ausnahmefällen bei einer Geschwindigkeitskontrolle mit einer Strafe zu rechnen. Wer geblitzt wurde, erhält einen Bußgeldbescheid, gegebenenfalls auch Punkte in Flensburg oder ein Fahrverbot. In der Probezeit hat eine Geschwindigkeitsüberschreitung von über 20 km/h Auswirkungen auf diese. Bei jeder Messung wird in der Regel eine bestimmte Toleranz gewährt. Bei einem Messergebnis weniger als 100 km/h werden in der Regel 3 km/h abgezogen, bei einem Ergebnis über 100 km/h bei einer Geschwindigkeitskontrolle beträgt die Toleranz normalerweise drei Prozent.

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