An welche Geschwindigkeitsbegrenzung sich Kraftfahrer außerorts halten müssen

Von bussgeldrechner.org, letzte Aktualisierung am: 22. November 2020

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Bitte beachten Sie: Der Bußgeldrechner basiert aktuell auf dem neuen Bußgeldkatalog, der mit der StVO-Novelle am 28. April in Kraft trat. Für Infos zum alten Bußgeldkatalog nutzen Sie bitte unsere Tabellen.

Bußgeldtabelle: Geschwindigkeitsverstöße außerorts (Pkw)

Tat­be­standBuß­geldPunk­teFahrverbotFVerbotLohnt ein Einspruch?
... bis 10 km/h20 €eher nicht
... 11 - 15 km/h40 €Hier prüfen
... 16 - 20 km/h60 €Hier prüfen
... 21 - 25 km/h70 €1Hier prüfen
... 26 - 30 km/h80 €11 Monat*Hier prüfen
... 31 - 40 km/h120 €11 Monat*Hier prüfen
... 41 - 50 km/h160 €21 MonatHier prüfen
... 51 - 60 km/h240 €21 MonatHier prüfen
... 61 - 70 km/h440 €22 MonateHier prüfen
... über 70 km/h600 €23 MonateHier prüfen
* neues Fahrverbot wegen eines Formfehlers in der StVO-Novelle offensichtlich nichtig
Hier finden Sie den alten Bußgeldkatalog zur Geschwindigkeitsüberschreitung (außerorts).

Achtung: Diese Bußgelder gelten seit dem 28. April 2020. Informationen zu den alten Bußgeldern, die bei Tempoverstößen außerorts Anwendung fanden, bevor die StVO-Novelle eingeführt wurde, erhalten Sie hier.

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Bußgeldtabelle: Außerorts mit dem Lkw zu schnell gewesen?

außer­ortsBuß­geldPunkteFahrverbotFVerbotLohnt ein Einspruch?
bis 10 km/h15 €
11 bis 15 km/h25 €
16 bis 20 km/h70 €1Hier prüfen
21 bis 25 km/h80 €1Hier prüfen
26 bis 30 km/h95 €11 MonatHier prüfen
31 bis 40 km/h160 €2 1 Monat1 MHier prüfen
41 bis 50 km/h240 €2 1 Monat1 MHier prüfen
51 bis 60 km/h440 €2 2 Monate2 MHier prüfen
über 60 km/h600 €2 3 Monate3 MHier prüfen

Bußgeldtabelle: Außerorts mit dem Anhänger zu schnell gewesen?

Geschwin­digkeits­über­schreitung außer­ortsBuß­geldPunkteFahrverbotFVerbotLohnt ein Einspruch?
≤ 10 km/h15 €eher nicht
11-15 km/h25 €eher nicht
16-20 km/h70 €1Hier prüfen
21-25 km/h80 €1Hier prüfen
26-30 km/h95 €11 Monat1 MHier prüfen
31-40 km/h160 €21 Monat1 MHier prüfen
41-50 km/h240 €21 Monat1 MHier prüfen
51-60 km/h440 €22 Monate2 MHier prüfen
≥ 60 km/h600 €23 Monate3 MHier prüfen
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Geschwindigkeitsbegrenzungen sorgen für mehr Sicherheit

Welche Geschwindigkeitsbegrenzung ist außerorts einzuhalten?
Welche Geschwindigkeitsbegrenzung ist außerorts einzuhalten?

Wenn eines auf deutschen Straßen an erster Stelle steht, dann ist es die Verkehrssicherheit. Um diese zu gewährleisten, legt die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) in mehr als 50 Paragraphen diverse Verhaltensregeln fest, an die sich alle Verkehrsteilnehmer halten müssen.

Eine große Rolle spielt dabei unter anderem die jeweils vorgeschriebene Maximalgeschwindigkeit innerhalb und außerhalb geschlossener Ortschaften. Wer sich nicht daran hält, nimmt automatisch ein größeres Unfallrisiko in Kauf. Im Ratgeber klären wir daher darüber auf, welche Geschwindigkeitsbegrenzung außerorts gilt und welche Sanktionen drohen, wenn sie überschritten wird.

FAQ: Geschwindigkeitsbegrenzung außerorts

Welche Kfz dürfen außerorts maximal 60 km/ fahren?

Hier erhalten Sie einen Überblick der Kfz, für welche außerorts eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h gilt.

Für welche Fahrzeuge gilt ein Tempolimit von 80 km/h außerorts?

Für welche Fahrzeugklassen eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 8 km/h außerorts gilt, erfahren Sie hier.

Für welche Kfz gilt keine Geschwindigkeitsbegrenzung außerorts?

Für Pkw und andere Kfz bis 3,5 t gilt auf einigen Streckenabschnitten der Autobahn lediglich die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h. Unter günstigen Bedingungen gilt somit kein Tempolimit.

Was regelt die StVO zur Geschwindigkeitsbegrenzung außerorts?

Bevor sich die StVO der jeweiligen Geschwindigkeitsbegrenzung zuwendet, die außerhalb geschlossener Ortschaften beachtet werden muss, dreht es sich in § 3 Absatz 1 zunächst einmal um gewisse Grundregeln in Bezug auf die Geschwindigkeit im deutschen Straßenverkehr:

Wer ein Fahrzeug führt, darf nur so schnell fahren, dass das Fahrzeug ständig beherrscht wird. Die Geschwindigkeit ist insbesondere den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie den persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen. […] Es darf nur so schnell gefahren werden, dass innerhalb der übersehbaren Strecke gehalten werden kann. […]“

Demzufolge ist es in gewissen Situationen völlig unerheblich, welche Geschwindigkeitsbegrenzung außerorts vorgeschrieben ist. Machen es die jeweils vorherrschenden Wetter- bzw. Sichtverhältnisse notwendig, ist jeder Kraftfahrer dazu verpflichtet, sein Tempo noch weiter herunterzuschrauben, um die Sicherheit im Verkehr nicht zu gefährden.
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Geschwindigkeitsbegrenzung: Für wen außerorts welches Tempo gilt

Für wen gilt außerorts welche Geschwindigkeitsbegrenzung?
Für wen gilt außerorts welche Geschwindigkeitsbegrenzung?

Generell spielen zwei Aspekte eine Rolle bei der Beantwortung der Frage, wer sich außerorts an welche Geschwindigkeits­begrenzung halten muss:

  1. Die Art der Straße (z. B. Autobahn, Landstraße, etc.)
  2. Die Art des Kraftfahrzeugs

§ 3 Absatz 3 Nummer 2 StVO zufolge existieren insgesamt drei Rubriken in Bezug auf die Geschwindigkeits­begrenzung, die außerorts Anwendung findet: 100 km/h, 80 km/h und 60 km/h. Doch welche Fahrzeuge dürfen auf welchen Straßen letztendlich wie schnell unterwegs sein?

Wann liegt die Geschwindigkeitsbegrenzung außerorts bei 100 km/h?

Eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h gilt außerhalb geschlossener Ortschaften für Pkw und andere Kfz, die über ein zulässiges Gesamtgewicht von bis zu 3,5 Tonnen verfügen. Daraus ergibt sich: Auch Motorräder dürfen außerorts nicht schneller unterwegs sein als 100 km/h. § 3 Absatz 3 Nummer 2 StVO sieht jedoch bestimmte Ausnahmen vor.

Demzufolge findet die genannte Geschwindigkeitsbegrenzung außerorts auf folgenden Straßen keine Anwendung:

  • auf der Autobahn, weil dort häufig eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h maßgeblich ist
  • auf Straßen, die pro Richtung mindestens zwei Fahrstreifen haben, welche durch Leitlinien oder eine Fahrstreifenbegrenzung markiert sind
  • auf Straßen mit Fahrbahnen für eine Richtung, die beispielsweise durch Mittelstreifen getrennt sind

Geschwindigkeitsbegrenzung: Wer außerorts maximal 80 km/h fahren darf

Auf Bundes-, Kraftfahr- oder Landstraße herrscht eine Maximalgeschwindigkeit von 80 km/h vor, wenn es sich um folgende Kraftfahrzeugarten handelt:

  • Pkw mit Anhänger
  • Fahrzeuge, die zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen wiegen, allerdings keine Pkw sind
  • Kraftomnibusse, Wohnmobile und Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von jeweils 3,5 Tonnen sowie einem Anhänger
Bedenken Sie: Die oben beschriebenen Ausnahmefälle, in denen die Geschwindigkeitsbegrenzung außerorts auf der Autobahn zum Teil bei 130 km/h liegt, findet bei den gerade genannten Fahrzeugen keine Anwendung! Sind Sie mit einem dieser Kfz außerhalb geschlossener Ortschaften unterwegs, darf der Tacho dabei höchstens 80 km/h anzeigen. Ist eine Ausnahmegenehmigung vorhanden, kann das maximal erlaubte Tempo auf 100 km/h festgesetzt werden.

Wer muss sich außerorts an eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h halten?

Für sehr schwere Kfz kann außerorts eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h maßgeblich sein.
Für sehr schwere Kfz kann außerorts eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h maßgeblich sein.

Bei welchen Kraftfahrzeugen die Geschwindigkeitsbegrenzung außerorts auf lediglich 60 km/h festgesetzt ist, definiert ebenfalls § 3 Absatz 3 Nummer 2 StVO. Betroffen sind demzufolge:

  • Alle Kraftfahrzeuge mit Anhänger (außer Pkw), Wohnmobile und Lkw, die ein zulässiges Gesamtgewicht von maximal 3,5 Tonnen aufweisen
  • Fahrzeuge, die mehr als 7,5 Tonnen auf die Waage bringen
  • Omnibusse mit Fahrgästen, für die es keine Sitzplätze mehr gibt
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Was, wenn Sie die Geschwindigkeitsbegrenzung außerorts missachten?

Halten Sie sich als Kraftfahrer nicht an die jeweilige Geschwindigkeitsbegrenzung, die außerorts für Ihr Kfz maßgeblich ist, und werden dabei erwischt, kommen unweigerlich Sanktionen auf Sie zu. Der Bußgeldkatalog sieht bei Verstößen gegen geltendes Verkehrsrecht ein Bußgeld, Punkte in Flensburg oder sogar ein Fahrverbot vor.

In welcher Höhe sich die jeweiligen Ahndungen bewegen, ist zum einen abhängig davon, mit welcher Art von Fahrzeug Sie den Tempoverstoß begangen haben. Zum anderen ist ebenfalls von Belang, um wie viele km/h Sie die geltende Geschwindigkeitsbegrenzung außerorts gesprengt haben.

Waren Sie beispielsweise mit dem Auto außerhalb geschlossener Ortschaften unterwegs und haben sich eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 28 km/h geleistet, werden ein Bußgeld von 80 Euro und ein Punkt in Flensburg fällig. Seit der Einführung der StVO-Novelle am 28. April 2020 droht hier außerdem ein Fahrverbot von einem Monat. Begehen Sie den gleichen Verstoß mit einem Lkw bzw. einem Pkw mit Anhänger, steigt der zu zahlende Betrag auf 95 Euro an. Der Punkt bleibt bestehen. Seit dem 28. April 2020 kommt auch hier ein einmonatiges Fahrverbot hinzu.

Ein Bußgeld in Höhe von 160 Euro, zwei Punkte sowie ein Fahrverbot von einem Monat droht Ihnen als Pkw-Fahrer, sobald Sie die Geschwindigkeitsbegrenzung außerorts um 41 km/h überschritten haben. Hatten Sie hingegen einen Hänger angekoppelt oder waren mit einem Lkw unterwegs, müssen Sie sich bereits bei 31 km/h zu schnell auf die gleichen Ahndungen aus dem Bußgeldkatalog einstellen.

Geschwindigkeitsbegrenzung außerorts als Fahranfänger ignoriert?

Eine Überschreitung der Geschwindigkeitsbegrenzung außerorts kann in der Probezeit schwere Folgen haben.
Eine Überschreitung der Geschwindig­keitsbegrenzung außerorts kann in der Probezeit schwere Folgen haben.

Sind Sie noch nicht lange im Besitz einer Fahrerlaubnis und befinden sich dementsprechend noch in der zweijährigen Probezeit, müssen Sie mit härteren Sanktionen rechnen als erfahrene Kraftfahrer. Verstöße gegen geltendes Verkehrsrecht werden grundsätzlich in zwei Rubriken aufgesplittet:

  1. A-Verstöße (schwerwiegende Zuwiderhandlungen)
  2. B-Verstöße (weniger schwerwiegende Zuwiderhandlungen)

Bei einer Regelmissachtung der Kategorie A oder zwei der Kategorie B gesellen sich zu den ohnehin drohenden Ahndungen aus dem Bußgeldkatalog noch weitere Maßnahmen hinzu: Die Probezeit wird von zwei auf insgesamt vier Jahre verlängert. Außerdem kommt es zur Anordnung der Teilnahme an einem Aufbauseminar. Sobald Sie die vorgeschriebene Geschwindigkeitsbegrenzung außerorts als Fahranfänger in der Probezeit um 21 km/h oder mehr überschreiten, liegt ein A-Verstoß vor.

Jedoch: Wenn Sie als Führerscheinneuling mit einem geringeren Tachowert geblitzt wurden, handelt es sich zwar immer noch um eine Zuwiderhandlung der Kategorie A, Ihnen drohen aber keine probezeitrelevanten Maßnahmen.
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