bussgeldrechner.org

Abstandsmessung: Wie wird der Sicherheitsabstand gemessen?

Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten.
Hier klicken →

Welches Ziel wird mit Abstandsmessungen verfolgt?

Einer Abstandsmessung können hohe Bußgelder folgen.

Einer Abstandsmessung können hohe Bußgelder folgen.

In der Straßenverkehrsordnung sind verbindliche Regelungen getroffen worden, die einen möglichst unfallfreien Verkehr gewährleisten sollen.

Solange sich alle Kraftfahrer an die Bestimmungen zur Höchstgeschwindigkeit oder zum Sicherheitsabstand halten, sollte eine Kollision zwischen Fahrzeugen die Ausnahme bleiben.

Dennoch gehört der Auffahrunfall zu den häufigsten Crashs im Straßenverkehr. Die Unfallursache liegt meist in einer zu hohen Geschwindigkeit oder der Unterschreitung des Sicherheitsabstands. Während das zu nahe Auffahren innerorts meist nur zu Blechschäden und strapazierten Nerven führt, endet ein Auffahrunfall auf der Autobahn nicht selten tödlich. Dies ist auch der Grund, warum die Polizei die Polizei regelmäßig auf der Autobahn eine Abstandsmessung durchführt.

Im Folgenden erklären wir Ihnen, wie die Abstandsmessung funktioniert, welche Fehlerquellen es gibt und ob sich bei einer Abstandsmessung ein Einspruch lohnt.

Funktionsweise: Die Abstands­messung auf der Autobahn

Zur Abstandsmessung sind die Autobahn und die Landstraße am besten geeignet.

Zur Abstandsmessung sind die Autobahn und die Landstraße am besten geeignet.

Abstandsverstöße werden gemäß Bußgeldkatalog streng geahndet.

Drängler, die dem vorausfahrenden Fahrzeug zu nah auf die Pelle rücken, müssen mit einer Geldbuße von bis zu 400 Euro, zwei Punkten und einem Fahrverbot bis zu drei Monaten rechnen.

Als Nachweis für die Unterschreitung des Sicherheitsabstands dient die Abstands­messung, doch wie funktioniert diese?

Methoden zur Abstandsmessung:

  • Abstandsmessung auf der Autobahn von einer Brücke per Videokamera (z. B. VAMA oder VKS)
  • Abstandsmessung per Nachfahren (z. B ProVida-Verfahren)

Bei der Brückenmessung kommt eine Videokamera als Abstandsmesser zum Einsatz. Diese wird auf einer Brücke so positioniert, dass Fahrzeuge über eine längere Strecke beobachtet werden können. Das Gerät, welches zur Messung verwendet wird, kann die Geschwindigkeit und den Abstand bestimmen. Dazu wird der Messbereich im Vorfeld entsprechend markiert.

Passiert ein Fahrzeug die Marker, welche eine festgelegte Distanz zueinander haben, kann per Weg-Zeit-Berechnung die Geschwindigkeit in km/h ermittelt werden. Die Auswertung vom aufgezeichneten Video ermöglicht zudem die Bestimmung des Abstands zum vorausfahrenden Fahrzeug. Wird ein Verstoß registriert, löst der Blitzer aus. Das Foto dient dann als Beweismittel. Bedient wird das Messgerät durch zwei Beamte.

Eine andere Methode zur Abstandsmessung kann durch Nachfahren erfolgen. Zum Einsatz kommen dabei zivile Polizeifahrzeuge, die mit einem Police-Pilot-System ausgestattet sind. Verbaut sind eine Front- und Heckkamera sowie ein geeichter Wegstreckenzähler. Per Knopfdruck können die Messbeamten ein Video aufzeichnen und dadurch den Verkehr beobachten.

Ermittelt wird in der Regel nur die Geschwindigkeit eines Fahrzeugs, allerdings lässt sich mit den Daten auch ein Abstandsvergehen nachweisen. Die Abstandsmessung per Nachfahren zählt allerdings nicht zu den Standardmessverfahren.

Den korrekten Abstand einhalten

Der korrekte Abstand zum Vordermann wird mit dem halben Tachostand angegeben. Das bedeutet, dass je höher die Geschwindigkeit ist, desto größer auch der Abstand sein muss. Fahren Sie beispielsweise 120 km/h beträgt der einzuhaltenden Sicherheitsabstand 60 Meter (Halber Tacho: 120 / 2 = 60).

Ob der Abstand groß genug ist, kann mit der Zwei-Sekunden-Regel überprüft werden. Dazu wird ein Punkt auf der Fahrbahn fixiert. Das eigene Fahrzeug darf diesen Punkt erst zwei Sekunden nach dem Vordermann passieren. Sind Sie schneller, müssen Sie den Abstand vergrößern.

Fehlerquellen bei der Abstandsmessung

Ein Anwalt kann Ihren Bußgeldbescheid wegen einer Abstandsmessung überprüfen.

Ein Anwalt kann Ihren Bußgeldbescheid wegen einer Abstandsmessung überprüfen.

Keine Messmethode ist fehlerfrei. Nicht selten kommt es dazu, dass Bußgeldbescheide auf falscher Datenbasis erstellt werden.

Gerade bei der Abstandsmessung von Brücken oder per Nachfahren kann es oftmals zu Messfehlern durch nicht sachgemäße Handhabung kommen.

Auch wenn die Abstandsmessung mit ungeeichten Sensor erfolgt, können die Ergebnisse fehlerhaft sein.

Einspruch gegen eine Abstandsmessung

Sind Sie davon überzeugt, dass es zu Fehlern gekommen ist, können Sie gegen eine Abstandsmessung Einspruch einlegen. Empfehlenswert ist es, das weitere Vorgehen mit einem erfahrenen Verkehrsanwalt zu besprechen. Dieser kann zudem das Messprotokoll anfordern und auf Mängel überprüfen.

Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten.
Hier klicken →

Verfasse einen neuen Kommentar

[x] Schließen
Bußgeldkatalog als PDF
Der aktualisierte Bußgeldkatalog des VFBV e.V. zum Download und Ausdrucken.
Jetzt kostenlos per E-Mail anfordern:
Mit dem Absenden akzeptieren Sie unsere Datenschutzerklärung.