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Fahrradunfall vermeiden: Wie geht das?

TatbestandBußgeldPunkte
Unfall durch nicht vorhandene oder defekte Beleuchtung35 €
Unfall nach Missachtung des Verbots der Einfahrt35 €
Unfall durch Nichtbenutzung des Radwegs35 €
Unfall durch Missachtung des Rechtsfahrgebots30 €
Unfall nach Überfahren einer roten Ampel120 €1
... wenn diese länger als eine Sekunde rot war180 €1

Was Sie über Fahrradunfälle wissen sollten

Ein Fahrradunfall ist häufig mit Verletzungen verbunden.

Ein Fahrradunfall ist häufig mit Verletzungen verbunden.

Ein Fahrradunfall bezeichnet einen Unfall im Straßenverkehr oder auch beim Sport, an dem mindestens ein Fahrradfahrer beteiligt ist und gegebenenfalls verletzt wird.

Viele Menschen sind tagtäglich unterwegs mit dem Fahrrad. Ein Unfall ist dabei nicht selten, da sie insbesondere gegenüber Kraftfahrzeugen angesichts Größe, Schnelligkeit und Gewicht häufig das Nachsehen haben.

Mitunter übersehen aber ebenfalls Fußgänger Radfahrer, weshalb es zu einem Fahrradunfall kommen kann. Den Unfallhergang klärt anschließend die Polizei, sie sichert auch die Beweise. Ihre Ergebnisse sind in der Regel für die Berechnung des Schadensersatzes durch die Versicherung und auch aus dem Fahrradunfall entstehende Schmerzensgeld-Ansprüche entscheidend.

Die Straßenverkehrsordnung (StVO) fordert deshalb in Paragraph 1 Absatz 1: „Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.“

Fahrradunfälle – Statistik: die häufigsten Ursachen

Fahrradunfälle in Berlin geschehen häufig.

Fahrradunfälle in Berlin geschehen häufig.

Laut Statistischem Bundesamt kam es 2014 zu etwas mehr als 78.500 Fahrradunfällen im deutschen Straßenverkehr. Ein tödlicher Fahrradunfall ereilte 396 Menschen, das waren fast 12 Prozent mehr als im Vorjahr.

Gerade angesichts des hohen Verkehrsaufkommens, nehmen Fahrradunfälle in Großstädten zu. Die Fahrradunfall-Zahl in Berlin stieg beispielsweise von 2013 zu 2014 um über 10 Prozent auf 7.699.

Ein Unfall mit dem Fahrrad kann aus unterschiedlichen Gründen entstehen, zum Beispiel dem Zusammenstoß mit einem Auto. Aber auch andere Kfz wie LKW übersehen Radfahrer häufig beim Rechtsabbiegen. Ursächlich hierfür ist beispielsweise ein vergessener oder nachlässig ausgeführter Schulterblick.

Des Weiteren führt oftmals ebenfalls das Ignorieren der Vorfahrtsregeln, insbesondere der von Fahrradfahrern, zu Unfällen.

Aber auch aufgrund des Fehlverhaltens von Radfahrern können Unfälle verursacht werden. Dazu zählen unter anderem:

  • falsche Fahrbahnbenutzung
  • Fahren auf Gehwegen
  • Fahren gegen die Fahrtrichtung
  • alkoholisiertes Fahren
  • mangelnde Beleuchtung

Fahrradunfall ohne Helm

Ein Fahrradunfall ohne Helm kann lebensgefährlich sein.

Ein Fahrradunfall ohne Helm kann lebensgefährlich sein.

Die Folgen vieler Fahrradunfälle könnten durch das Tragen eines Helms abgemildert werden, schützen sie doch vor erheblichen Kopf- sowie Hirnverletzungen und sorgen mit bisweilen knalligen Farben für Signalwirkung.

Doch die Anzahl derer, die regelmäßig zum Fahrradhelm greifen, ist noch immer gering.

Aber auch ohne Fahrradhelm haben Radfahrer einen vollen Anspruch auf Schadensersatz, solange sie unverschuldet an einem Unfall beteiligt sind. Dies entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe im Jahr 2014. Fahrradfahrer sind demnach nicht an den eigenen Verletzungen mitschuldig, tragen sie keinen Helm.

Fahrrad-Airbag – Alternative zum Helm

Ein Fahrrad-Airbag stellt eine Alternative zum Fahrradhelm dar.

Ein Fahrrad-Airbag stellt eine Alternative zum Fahrradhelm dar.

Wer einem Helm partout nichts abgewinnen kann, der kann seit einiger Zeit auf eine neue Technologie zurückgreifen: den Fahrrad-Airbag.

Als eine Art Schal dezent um den Hals getragen, bläst sich der Airbag bei einem Unfall wie eine Art Kapuze auf und schützt dabei Nacken und Kopf beim Aufprall.

Fahrradunfall vermeiden: Tipps

Durch die Einhaltung einiger Regeln kann ein Unfall mit Radfahrern vermieden werden. Dabei sollten sowohl Auto- als auch Fahrradfahrer bestimmte Dinge beachten.

Radfahrer sollten auf eine ausreichende Beleuchtung achten, um auch in der Dämmerung oder bei Nacht von allen Verkehrsteilnehmern gesehen zu werden. Die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) schreibt vor: Lichtanlagen wie Dynamos müssen über eine Mindestnennleistung von 3 Watt verfügen.

Rennräder dürfen Batterien zur Lichterzeugung benutzen. Die Scheinwerfer sind zudem korrekt anzubringen und auszurichten.

Aber auch sichere Bremsen sind von Bedeutung, um einen tödlichen Fahrradunfall zu vermeiden. Folgenden Anforderungen sollten sie genügen:

  • komplette Blockierung der Räder
  • einfache Betätigung
  • gut zugängliche Bremsgriffe zu jeder Zeit
  • Existenz zweier verschiedener, nicht zusammenhängender Bremsen

Pkw-Fahrer vermeiden Unfälle mit einem Rad, indem sie beispielsweise beim Überholen den erforderlichen Mindestabstand einhalten. Dieser beträgt 1,5 Meter. Grundsätzlich empfiehlt sich darüber hinaus das vorausschauende Fahren, um potenzielle Gefahren schon frühzeitig zu identifizieren und zu umgehen.

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