Radarwarner – legal oder illegal?

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Wie können Autofahrer vor Blitzern gewarnt werden?

Ein Radarwarner kann Autofahrer mit einem Signal vor Radarfallen warnen.
Ein Radarwarner kann Autofahrer mit einem Signal vor Radarfallen warnen.

Jeder Autofahrer versucht, sich so gut wie möglich vor drohenden Bußgeldern, Punkten in Flensburg oder einem Fahrverbot zu schützen. Denn ein Verkehrsverstoß kann – je nach Schwere – gravierende Folgen für den Führerscheininhaber bedeuten. Sogar der Führerschein kann in gewissen Fällen entzogen werden.

Während sich viele Menschen einfach an die Straßenverkehrsordnung halten, um solchen Strafen zu entgehen, gibt es andere Autofahrer, die sich das schnelle Fahren auch von einem Blitzer am Straßenrand nicht verbieten lassen wollen.

Um die Aufzeichnung der Geschwindigkeit durch Geräte zu umgehen, setzen sie sogenannte Radarwarner oder Blitzer-Apps ein, die vor lauernden Radarfallen oder Laser-Blitzern warnen.

Aber sind Blitzerwarner in Deutschland überhaupt erlaubt? Wie funktionieren Radarwarner? Der folgende Ratgeber soll Sie darüber aufklären, ob Radarwarner in Deutschland legal sind und wann die Blitzerwarner verboten sind.

Mehr zu spezifischen Radarwarnern

Radarwarner in Deutschland – erlaubt oder nicht?

Zunächst einmal muss zwischen drei verschiedenen Arten der Blitzer-Benachrichtigungen unterschieden werden. Neben der Blitzer-App, die auf ein Smartphone geladen werden kann, gibt es auch Geräte, die am Fahrzeug montiert werden sowie Radarwarner, die im Navi installiert sind.

Erlaubt oder nicht? Diese Frage stellt sich bei allen drei Radarwarner-Möglichkeiten. Im Folgenden soll jede Methode einzeln auf ihre Legalität hin überprüft werden.

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Ist ein Navi mit Radarwarner erlaubt?

Ob ein Radarwarner erlaubt ist oder nicht, hängt von der Art der Warnung ab.
Ob ein Radarwarner erlaubt ist oder nicht, hängt von der Art der Warnung ab.

Fast jeder Autofahrer besitzt ein Navigationssystem, mit dem dieser nicht nur im Urlaub, sondern auch auf Geschäftsreisen sicher an sein Ziel kommen soll. Viele Navis besitzen jedoch nicht nur die Fähigkeit, die zu fahrenden Strecken richtig anzuzeigen.

Auch ein Radarwarner ist oft integriert. Aber darf man solch ein Gerät beim Autofahren wirklich verwenden? Die Straßenverkehrsordung (StVO) sagt in
§ 23
dazu lediglich folgendes:

Wer ein Fahrzeug führt, darf ein technisches Gerät nicht betreiben oder betriebsbereit mitführen, das dafür bestimmt ist, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzuzeigen oder zu stören. Das gilt insbesondere für Geräte zur Störung oder Anzeige von Geschwindigkeitsmessungen (Radarwarn- oder Laserstörgeräte).“

Demnach sind alle Geräte verboten, die zur Entdeckung bzw. Störung von Radaranlagen oder Laser-Blitzern dienen. Da ein Navigationsgerät jedoch nicht vorrangig dafür bestimmt ist, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen aufzudecken, kann das vor Gericht auch mal für Diskussionen sorgen.

Ob ein Navi unter die in § 23 der StVO bezeichneten Radarwarner fällt, kann deshalb nicht eindeutig beantwortet werden. Auch die Rechtsprechung ist sich in dieser Sache nicht einig. So muss in solchen Situationen wohl immer der Einzelfall betrachtet werden.

Generell gilt: Der Besitz des Radarwarner-Navi ist nicht strafbar. Auch die Verwendung des Navigationsgerätes ist durchaus erlaubt. Allerdings muss die Zusatzfunktion der Blitzerwarnungen ausgestellt werden.

Die Blitzer-App: Erlaubt oder verboten?

Eine App als Blitzerwarner ist nicht legal und kann geahndet werden.
Eine App als Blitzerwarner ist nicht legal und kann geahndet werden.

Weitaus eindeutiger ist die Sache allerdings im Hinblick auf Applikationen auf dem Smartphone. Eine Blitzer-App lebt davon, dass die Nutzer die Datenbank ständig aktualisieren und gesehene Blitzer melden. Um diese dann auch korrekt anzeigen zu können, wird auf der gesamten Fahrt mit Radarwarner ein GPS-Signal gebraucht.

Die Frage, ob eine Blitzer-App legal oder illegal ist, kann eindeutig beantwortet werden. Da eine solche App nur deshalb heruntergeladen wird, um damit auf Blitzer hingewiesen zu werden, kann sie eindeutig als illegal eingestuft werden.

Sollte ein Autofahrer dabei erwischt werden, wie er die App beim Fahren verwendet, so ist nicht nur ein Bußgeld von 75 Euro, sondern zudem ein Punkt in Flensburg fällig. Außerdem muss die App in der Regel unverzüglich gelöscht werden.

Die Frage: „Sind Blitzer-Apps erlaubt?“ kann also eindeutig mit „nein“ beantwortet werden. Allerdings ist der Download der Radarwarner durchaus gestattet – nur eine spätere Nutzung kann Schwierigkeiten bringen.

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Sind Radarwarner am Fahrzeug erlaubt?

Zu guter Letzt gibt es noch die Möglichkeit, Geräte, die die Geschwindigkeits­messung stören können, am Auto selbst zu verbauen. Dazu gehören nicht nur solche, die Radaranlagen beeinflussen, sondern auch sogenannte Laserstörer, die die Messung durch Laserstrahlen verfälschen können. Auch Lichtschranken können durch bestimmte Geräte außer Gefecht gesetzt werden.

Dabei lassen sich wiederum zwei verschiedene Gerätetypen der Radarwarner unterscheiden: solche, die lediglich vor Blitzern warnen und andere, die einen vorhandenen Blitzer mit Radar stören können. Beide Arten der Blitzerwarner sind nicht legal und als Radarwarner deshalb verboten. Aber wie werden diese in der Funktionsweise unterschieden?

Radarwarner zur Ankündigung von Blitzern

Da eine Blitzer-App verboten ist, kann ein Bußgeld sowie ein Punkt auf den Beschuldigten zukommen.
Da eine Blitzer-App verboten ist, kann ein Bußgeld sowie ein Punkt auf den Beschuldigten zukommen.

Radarwarner sind kleine Geräte, die im Auto – meist hinter der Windschutz­scheibe oder auf dem Armaturenbrett – montiert werden. Sie sollen ausgesendete elektromagnetische Wellen identifizieren und dann ein Warnsignal aussenden, sodass der Autofahrer vor einer kommenden Falle gewarnt wird.

In der Praxis kann es allerdings oft vorkommen, dass die Wellen vom Radarwarner zu spät erkannt werden und der Blitzer bei Ertönen des Signals bereits passiert wurde.

Laser- und Lichtschranken-Störer

Auch hierbei handelt es sich um Geräte, die entweder am Heck oder an der Front eines Fahrzeugs verbaut werden. Beim Laser-Störer wird bei Eintreffen des Lasers auf das Fahrzeug ein Lichtsignal durch das Gerät ausgesendet, welches an den Sender zurückgeschickt wird. Dadurch erhält dieser nicht nur ein Signal, sondern zwei zurück, wodurch die Messung gestört wird.

Ein Lichtschrankenstörer hingegen funktioniert durch Funk. Dadurch werden von Lichtschrankenmessgeräten versendete Signale gestört, eine Messung der Geschwindigkeit kann nicht erfolgen. Solche Geräte dürfen von der Polizei bei einer Kontrolle deshalb auch beschlagnahmt werden.

Anders sieht das bei Navigationsgeräten oder Handys aus: Da diese vorrangig einen anderen Zweck als den der Störung von Verkehrüberwachungsmaß­nahmen verfolgen, darf die Polizei die Geräte trotz Radarwarner auch nicht einziehen.

Blitzermeldungen im Radio statt Radarwarner

Radarwarner im Navi sind erlaubt, sofern diese nicht aktiv bei der Fahrt genutzt werden.
Radarwarner im Navi sind erlaubt, sofern diese nicht aktiv bei der Fahrt genutzt werden.

Doch es gibt noch weitere Möglichkeiten, sich als Autofahrer über Radarfallen zu informieren. Das ist beispielsweise durch Informationen im Radio oder in sozialen Netzwerken möglich. Sind diese Radarwarner etwa auch verboten?

Nein, im Radio dürfen Warnungen beispielsweise erfolgen. Denn: Sie werden unabhängig zum Standort des Fahrers gegeben. Außerdem werden keine konkreten Straßennamen genannt, sondern der Ort der Blitzer lediglich durch Autobahnausfahrten, Ortseingängen oder ähnliches eingeschränkt.

Auch die Meldung von Blitzern in sozialen Netzwerken ist in der Regel erlaubt. Oft wird dadurch sogar ein positiver Effekt ausgelöst: Die Autofahrer fahren durch Radarwarner auf bestimmten Strecken langsamer, sodass entsprechende Warnungen durchaus einem gewissen Ziel dienen können.

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1 Kommentar

  1. Markus sagt:

    Ich werde weiterhin die Blitzer APP verwenden – eines der wenigen
    effektiven Mittel gegen die moderne Wegelagerei, die oft an lukrativen und
    nicht verkehrsbrisanten Punkten durchgeführt wird.

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