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A2-Führerschein: Der Weg zu den großen Maschinen

Führerschein der Klasse A2 – das Wichtigste im Überblick

Mit der Führerschein-Reform aus dem Jahr 2013 sind die alten Führerscheinklassen abgeschafft worden. Seitdem gilt der neue EU-Führerschein auch in Deutschland.

Viele fragen sich bei einem A2-Führerschein: Welches Motorrad darf ich fahren?

Viele fragen sich bei einem A2-Führerschein: Welches Motorrad darf ich fahren?

In diesem Zusammenhang sind insgesamt 16 neue Führerscheinklassen entstanden, darunter auch der A2-Motorradführerschein.

Die Führerscheinklasse A2 ist zwischen dem A1- und dem A-Führerschein anzusiedeln. Die Motorrad-Klasse A2 stellt somit eine Zwischenstufe der eher kleinen Fahrzeugmodellen und den großen Maschinen dar, die keiner Leistungsbeschränkung unterliegen.

Doch welche Modelle sind als A2-Motorräder zu definieren? Und die wichtigste Frage: Wie hoch sind die Kosten für einen A2-Führerschein? Der folgende Ratgeber hat für Sie die wichtigsten Informationen zum A2-Führerschein zusammengestellt.

Welche Fahrzeugmodelle zählen zur Führerscheinklasse A2?

Wie bereits erwähnt, stellt diese Führerscheinklasse ein Bindeglied dar und unterliegt somit bestimmten Einschränkungen. Deshalb dürfen Sie mit einer derartigen Fahrerlaubnis noch nicht alle Maschinen fahren.

Maßgebend für die erlaubten Fahrzeuge sind die Leistung sowie das Verhältnis zwischen Leistung und Leergewicht.

Ein Motorrad der Klasse A2 sollte eine Leistung von maximal 35 kW aufweisen. Das bedeutet, im Verhältnis zum Leergewicht darf ein Wert von 0,2 kW/kg nicht überschritten werden. Dabei ist ein Beiwagen bereits mitinbegriffen. Somit ergibt sich für ein A2-Motorrad eine Gewichtsgrenze von 175 kg.

Des Weiteren fallen in die Fahrzeugklasse A2 auch dreirädrige Kraftfahrzeuge mit einer Leistung von mehr als 15 kW.

Der A2-Führerschein für das Motorrad ermöglicht Ihnen die Fahrt mit einem Modell mit der Leistung bis 35 kW.

Der A2-Führerschein für das Motorrad ermöglicht Ihnen die Fahrt mit einem Modell mit der Leistung bis 35 kW.

Diese Angaben fußen auf der rechtlichen Grundlage der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV). Im § 6 finden Sie im Übrigen zu allen Führerscheinklassen detaillierte Angaben und Einschränkungen, die für den deutschen Straßenverkehr gelten.

Aufgrund dieser Einschränkungen der Fahrzeugbeschaffenheit sind Modelle der Klassen A1 und AM in der Führerscheinklasse A2 impliziert. Dafür muss demnach keine separate Fahrerlaubnis erworben werden.

Welche Voraussetzungen gibt es für den Motorradführerschein der Klasse A2?

Anders als für Motorräder der Klassen A1 und AM liegt das Mindestalter für den A2-Führerschein bei 18 Jahren.

Des Weiteren wird keine andere Führerscheinklasse vorausgesetzt. Somit kann dieser Führerschein über den Direkteinstieg erworben werden. Dennoch wählen einige den Weg über die verschiedenen Motorradklassen. Dabei kommt ihnen das Modell des Stufenführerscheins zu Gute.

Wenn Sie den A2-Führerschein auf Grundlage dieses Modells erwerben möchten, ist die Fahrerlaubnis der Klasse A1 Voraussetzung. Dieser gilt für alle Motorradmodelle mit einer Leistung von 11 kW oder 15 PS. Der A1-Führerschein kann zudem bereits mit 16 Jahren erworben werden. Dafür müssen Sie eine theoretische und praktische Prüfung bestehen.

Um dann vom Führerschein A1 auf A2 zu kommen, bedarf es einer Fahrpraxis von mindestens zwei Jahren. Daran schließt sich dann nur noch eine, bereits erwähnte, praktische Prüfung an.

Auch in Richtung des A-Führerscheins ist das Stufenmodell anzuwenden. Anders als vor der Reform mit einem automatischen Aufstieg in die nächsthöheren Klassen gilt auch hier eine reduzierte Prüfung, um die Fahrerlaubnis für die nächsthöhere Klasse zu erlangen.

Stufenführerschein

Haben Sie zwei Jahre Erfahrung mit einem Fahrzeug mit geringerer Motorleistung erlangt, können Sie in die nächsthöhere Fahrzeugklasse aufsteigen. Dies kann sowohl mit dem A1- als auch mit dem A2-Führerschein beginnen.

Nach dem Zeitraum ist nur noch eine zeitlich reduzierte praktische Prüfung für die Krafträder abzulegen, die in Regel 40 Minuten dauert. Eine vorangegangene Ausbildungspflicht seitens der Fahrschule besteht nicht. Dennoch ist es ratsam ein paar Stunden zu absolvieren, um die eigene Fahrweise kontrollieren zu lassen und um etwaige Fehler auszumerzen.

Der Stufenführerschein hat den großen Vorteil, dass die Motorradfahrer auf kleineren Modellen bereits Erfahrungen sammeln können. Zudem erfolgt mit der reduzierten Prüfung eine regelmäßige Überprüfung der Fahrweise.

Mit welchen Kosten müssen Sie für den Führerschein der Klasse A2 rechnen?

Der Führerschein der Klasse A2 ist mit Kosten in Höhe von etwa 1200 Euro verbunden.

Der Führerschein der Klasse A2 ist mit Kosten in Höhe von etwa 1200 Euro verbunden.

Machen Sie einen A2-Führerschein sind die Kosten zunächst davon abhängig, ob Sie den direkten Einstieg wählen oder die Fahrerlaubnis über das Modell „Stufenführerschein“ erlangen wollen.

Denn wenn Sie bereits eine theoretische und praktische Prüfung abgelegt haben, reduzieren sich für den Motorradführerschein der Klasse A2 die Kosten erheblich.

Dann ist mit lediglich 300 bis 400 Euro für die Praxis-Prüfung zu rechnen.

Dies setzt sich wie folgt zusammen:

  • Grundgebühr der Fahrschule
  • Gebühr für die Prüfungsvorstellung
  • TÜV-Gebühr

Erfolgt der Führerschein A2 über den direkten Einstieg, ist mit weitaus höheren Kosten zu rechnen; durchschnittlich etwa mit 1200 bis 1300 Euro.

Für den Führerschein A2 sind die Kosten maßgeblich vom Anbieter, also von der Fahrschule, und von der Anzahl der benötigten Fahrstunden abhängig.

Grundlegende Komponenten sind:

  • Abmeldegebühr für die Fahrschule: 60 – 200 Euro
  • Übungsfahren: je 30 – 45 Euro
  • Sonderfahrten: 40 – 60 Euro
  • Übungsmaterialien: 0 – 30 Euro
  • Sehtest: 6,43 Euro
  • Erste-Hilfe-Kurs: 15 – 30 Euro
  • Gebühr für die Vorstellung zur theoretischen Prüfung: 20 – 80 Euro
  • Gebühr für die Vorstellung zur praktischen Prüfung: 80 – 180 Euro
  • TÜV-Gebühr für die theoretische Prüfung: 20,83 Euro
  • TÜV-Gebühr für die praktische Prüfung: 112,81 Euro
  • Gebühr für die Ausstellung des Führerscheins: 30 – 50 Euro

Wichtig! Es besteht eine gesetzliche Regelung bezüglich des Preises für einen Sehtest.

Zudem ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass es verschiedene Schlüsselnummern für Sehhilfen gibt: 01.01 steht für eine Brille, 01.02 für Kontaktlinsen, 01.03 für eine Schutzbrille.

Außerdem sollten Sie darauf achten, wenn Sie eine Fahrerlaubnis für ein A2-Motorrad erlangen möchten, dass die ärztlichen Nachweise nicht älter als zwei Jahre sind.

Inhaltliche Seite: Die Ausbildung für einen A2-Führerschein

Für den Führerschein der Klasse A2 müssen Sie sowohl eine theoretische als auch eine praktische Ausbildung durchlaufen. In beiden Bereichen erfolgt zudem eine Prüfung.

Für den A2-Führerschein muss eine Prüfung in Theorie und Praxis absolviert werden.

Für den A2-Führerschein muss eine Prüfung in Theorie und Praxis absolviert werden.

Um ein 35-kW-Motorrad fahren zu dürfen, müssen Sie 16 Doppelstunden absolvieren. Dies sind jeweils 90 Minuten. Dabei entfallen 12 Einheiten auf die Vermittlung von grundlegendem Wissen. Die restlichen vier beschäftigen sich mit den Eigenheiten von Motorrädern der Klasse A2.

Ist der Führerschein für ein Motorrad mit 35 kW nur eine Erweiterung reduziert sich der Grundstoff auf sechs Doppelstunden. Dies tritt jedoch nur ein, wenn Sie den A2-Führerschein parallel zu einer anderen Klasse absolvieren.

Bei der Theorie-Prüfung erwarten Sie dann 30 Fragen. Dabei dürfen Sie lediglich 10 Fehlerpunkte machen.

Zur Vorbereitung der 60-minütigen Fahrprüfung müssen Sie für den A2-Führerschein auch 12 Sonderfahrten absolvieren; fünf Überlandfahrten, vier Autobahnfahrten und drei Nachtfahrten.

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