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Handy am Steuer in der Probezeit: Was sind die Folgen?

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In der Probezeit mit dem Handy am Steuer telefoniert? Rechnen Sie hier aus, was das kostet!


Bußgeldtabelle: Handy am Steuer
Tatbe­standBuß­geldPunkteFahrverbotFVerbotLohnt ein Einspruch?
Handy am Steuer ohne Frei­sprech­einrich­tung benutzt100 €1Hier prüfen
...mit Gefähr­dung150 €21 Monat1 MHier prüfen
...mit Sach­beschä­digung200 €21 Monat1 MHier prüfen

Ein Verstoß der Kategorie A oder zwei Verstöße der Kategorie B führen zu einer Verlängerung der Probezeit um zwei Jahre sowie der Aufforderung, an einem Aufbauseminar teilzunehmen.

Telefonieren am Steuer in der Probezeit: Eine gute Idee?

Wie streng wird die Nutzung vom Handy am Steuer in der Probezeit sanktioniert?

Wie streng wird die Nutzung vom Handy am Steuer in der Probezeit sanktioniert?

Nach der erfolgreich absolvierten Führerscheinprüfung müssen sich Fahranfänger seit 1986 einer zwei­jährigen Probezeit stellen. Verstoßen sie in diesem Zeitraum gegen das Verkehrs­recht, müssen sie mit härteren Sanktionen rechnen als erfahrene Autofahrer.

Zu den eigent­lichen Ahndungen gesellen sich nämlich noch weitere Konsequenzen hinzu. In der Probezeit werden A-Verstöße (schwer­wiegende Verstöße) und B-Verstöße (weniger schwerwiegende Verstöße) unterschieden.

Eine Ordnungswidrigkeit der Kategorie A oder zwei der Kategorie B führen zu einer Verlängerung der Probezeit um zwei Jahre. Zusätzlich muss der auffällig gewordene Fahranfänger an einem Aufbauseminar teilnehmen.

Doch wozu zählt die Nutzung vom Handy am Steuer in der Probezeit? Mit welchen Strafen müssen Führerscheinneulinge rechnen? Und was macht diesen Verstoß so speziell? In diesem Ratgeber erfahren Sie es!

Wie wird Autofahren und Telefonieren in der Probezeit geahndet?

Das Verbot, während der Fahrt zu telefonieren, ist in § 23 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) festgeschrieben. Es heißt dort:

Wer ein Fahrzeug führt, darf ein Mobil- oder Autotelefon nicht benutzen, wenn hierfür das Mobiltelefon oder der Hörer des Autotelefons aufgenommen oder gehalten werden muss. Dies gilt nicht, wenn das Fahrzeug steht und bei Kraftfahrzeugen der Motor ausgeschaltet ist.“

Wer sich in der Probezeit mit dem Handy am Steuer erwischen lässt, begeht einen A-Verstoß.

Wer sich in der Probezeit mit dem Handy am Steuer erwischen lässt, begeht einen A-Verstoß.

Demnach geht es nicht nur um das Telefonieren an sich – auch das Schreiben von SMS, das Wegdrücken eines Anrufs oder das Aktualisieren des Facebook-Profils sind für erfahrene Kraftfahrer sowie Neulinge gleicher­maßen tabu.

Wer sich nicht daran hält, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 100 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Doch was, wenn es sich bei dem betroffenen Verkehrssünder um einen Fahranfänger handelt?

Nutzt dieser das Handy am Steuer in der Probezeit, so handelt es sich um einen A-Verstoß. Dieser hat Konsequenzen für die Dauer der Probezeit, denn diese verlängert sich um zwei weitere Jahre. Zusätzlich muss der Fahranfänger ein Aufbauseminar besuchen. Das Bußgeld von 100 Euro und ein Punkt in Flensburg kommen noch obendrauf.

Übrigens: Im Zuge der Punktereform im Jahr 2014 wurden einige Bußgelder erhöht. Dies betrifft auch die Nutzung vom Handy am Steuer in der Probezeit. Anstatt der vorher üblichen 60 Euro müssen auffällig gewordene Kraftfahrer nun mit 100 Euro rechnen. Der Punkt in Flensburg bleibt bestehen.

Wann darf das Handy am Steuer in der Probezeit genutzt werden?

Unter gewissen Umständen ist es hingegen erlaubt, das Handy am Steuer in der Probezeit zu nutzen. Stehen Führerscheinneulinge beispielsweise an einer roten Ampel, darf das Handy genutzt werden. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass der Motor des Fahrzeugs ausgeschaltet ist.

Unter gewissen Umständen ist das Handy am Steuer in der Probezeit erlaubt.

Unter gewissen Umständen ist das Handy am Steuer in der Probezeit erlaubt.

Um wirklich weder Bußgeld noch Punkte zu riskieren, sollte das Smartphone jedoch spätestens dann wieder verstaut worden sein, wenn die Ampel auf Grün springt und der Motor wieder eingeschaltet wird.

Besonders einfach haben es dabei Besitzer von einem Auto, das über eine Start-Stopp-Automatik verfügt.

Da die wenigsten Erstfahrzeuge damit ausgestattet sind, bietet sich wohl eher eine Freisprechanlage an, wenn das Handy am Steuer in der Probezeit genutzt werden soll.

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6 Kommentare

  1. Ralf sagt:

    Ich bin in der probezeit außerorts mit 23 Kmh zu schnell geblitzt worden und hatte das handy dabei, vor drei Jahren hatte ich nen Unfall und ne Verlängerung der Probezeit. Das KFZ ist auf meine Mutter zugelassen, sie hat angegeben sie sei gefahren, die Polizei fragt aber nach.
    Was kann auf mich zukommen?
    Die Verstöße an sich währen ja 170€ und 2 PKT oder? erneutes Aufbauseminar oder gleich MPU?
    Danke für eure Antwort

    • bußgeldrechner.org sagt:

      Hallo Ralf,
      kann die Bußgeldstelle Sie zum Beispiel durch ein Blitzerfoto identifizieren, müssen Sie mit einem Bußgeldbescheid rechnen. Ein erneutes Aufbauseminar droht nicht. Eine MPU kann folgen, wenn die zuständige Behörde grundsätzlich an Ihrer Fahreignung zweifelt, ob dies der Fall ist, entscheidet die beamten im Einzelfall.

      Ihr Team von Bußgeldrechner.org

  2. Farrukh sagt:

    Hallo,
    Ich wäre heute mit handy in handy in Hand unterwegs umd bin bei Stad Polizei erwischt. Meine Führerschein ist schon 20 Monate alt das heißt noch 4 Monate in Probezeit. Was muss rechnen wegen Bußgeld und meine Probezeit?!?!?
    Oder
    Gibts es die Möglichkeit das die Probezeit nicht verlänger wird?!?

    • bußgeldrechner.org sagt:

      Hallo Farrukh,
      da es sich beim Tatbestand „Handy am Steuer“ um einen A-Verstoß handelt, müssen Sie mit einer Verlängerung der Probezeit rechnen.

      Ihr Team von Bußgeldrechner.org

  3. Daniela sagt:

    Ich wurde heute in der Stadt mit dem Handy am Ohr erwischt und angehalten. Meine Probezeit läuft noch 1 Monat. Was sind die Konsequenzen?

    • bußgeldrechner.org sagt:

      Hallo Daniela,
      der Tatbestand „Handy am Steuer“ zieht gemäß Bußgeldkatalog ein Bußgeld in Höhe von 100 € sowie einen Punkt nach sich. Darüber hinaus handelt es sich dabei um einen A-Verstoß, welcher zur Verlängerung der Probezeit auf insgesamt 4 Jahre sowie der kostenpflichtigen Teilnahme an einem Aufbauseminar führt.

      Ihr Team von Bußgeldrechner.org

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